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Tiny House Ratgeber

Dieser neue Wohntrend kommt mit wenig Raum aus

Sie lieben es übersichtlich, funktional & pragmatisch? Sie planen ein Eigenheim zu bauen, scheuen aber eventuell die entstehenden Kosten? Generell sind Sie aber offen für Trends und alternative Wohnkonzepte? Dann sollten Sie sich mit einer interessanten Alternative für den Hausbau befassen: Tiny Houses, auch Small Houses oder Kleinsthäuser genannt, dürften Ihnen völlig neue Perspektiven für das Wohnen eröffnen. Eines steht fest: Wer in ein Tiny House zieht, tut dies aus innerer Überzeugung. Warum das so ist und wie es zu dieser Bewegung kam, können Sie in diesem Tiny House Ratgeber nachlesen.

Das Tiny House ist in der letzten Zeit zu einem richtigen Trend in Deutschland geworden. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr dazu.

Definitionsversuch: Was zeichnet ein Tiny House aus?

Noch ist ein Tiny House nicht im deutschen Baugesetz klar definiert.

Im amerikanischen Baugesetz darf ein Tiny House per Definition nicht mehr als 37 Quadratmeter Wohnfläche aufweisen, gilt dort also als „tiny“ (zu deutsch „winzig“). Im Deutschen ist die Bezeichnung Kleinsthaus in diesem Kontext eine gute Übersetzung. Sehen Sie sich nach solchen Wohnlösungen um, werden Sie nicht selten auch auf die Begriffe Minihaus, Mikrohaus oder Singlehaus treffen. Hierzulande ist (noch) nicht gesetzlich festgelegt, welche Kriterien ein Tiny House zum Beispiel hinsichtlich der Wohnraumgröße zu erfüllen hat. 

Die Größe eines Tiny Houses hängt oft davon ab, wie viele Personen darin leben sollen. Für alleinstehende Personen sind funktionale Konzepte mit bis zu 20 Quadratmetern umsetzbar. Familien können ein größeres Tiny House mit einer Wohnfläche von etwa 40 Quadratmetern beziehen. Einen reizvollen Hinzugewinn an Lebensflexibilität bieten mobile Tiny Houses, die Räder aufweisen. Hier stehen meistens nicht mehr als 15 Quadratmeter zur Verfügung, jedoch könnte der Standort je nach Wunsch geändert werden. Im Vergleich zum deutschlandweiten Schnitt der Wohnfläche einer Mietwohnung von etwa 71 Quadratmetern präsentiert sich ein Tiny House allerdings als deutlich kleinere Wohnoption. Durch sehr individuelle und gut durchdachte Konzepte kann der Raum optimal genutzt werden. Es handelt sich um eine ungewohnte, aber sehr zeitgemäße Form des Wohnens, die in naher Zukunft mit Blick auf den akuten Wohnraummangel in Städten und Ballungsgebieten zur Gewohnheit werden könnte.

Back to the roots: Wie wohnlicher Minimalismus zu einem neuen Trend wurde

In den letzten Jahren hat sich eine regelrechte Bewegung um das so genannte Tiny House entwickelt, die auch Tiny House Movement genannt wird. Dessen Ursprünge findet man in den USA. Bereits in den 20er Jahren gab es hier einige Tüftler, die die Mobilität eines Kraftfahrzeugs mit der Wohnbehaglichkeit eines Zuhauses verbinden wollten. Dadurch entstanden die ersten bekannten "Motorhomes". Diese wirkten dem allgemeinen Trend der immer größer werdenden Wohnraumfläche entgegen. Gemäß dem Motto „Bigger is better“ hatten US-amerikanische Einfamilienhäuser 2007 eine durchschnittliche Wohnraumgröße von 230 Quadratmetern. Das lag vor allem am materiellen Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung und dem Fakt, dass das eigene Haus immer mehr zu einem Prestige-Symbol geworden war.

Erst nach der Finanzkrise 2007 wurden Tiny Houses dank der deutlich geringeren Bau- und Unterhaltskosten so richtig populär. Als viele Menschen ihr Eigentum verloren hatten, setzte bei ihnen eine bewusste Umkehr ein. Das Motto lautete nun, sich von allem Überflüssigen zu trennen und weniger Raum effizienter zu nutzen, denn weniger Eigentum verursachte weniger Sorgen oder Kosten. Viele Menschen waren aber auch schlichtweg gezwungen, ein großes Haus aufzugeben und in ein neues, deutlich kleineres zu ziehen - die Geburtsstunde der Tiny Houses!

Auch in Europa hat dieser Trend in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden und sich mittlerweile zu einer bewussten Lebenseinstellung entwickelt. Ein Tiny House spricht vor allem Menschen an, die finanziell unabhängig sein und einen deutlich bewussteren Lebensstil pflegen wollen. Auch der ökologische Gedanke spielt mit Sicherheit eine große Rolle, denn in puncto Ressourcen und Energieverbrauch kann ein Kleinsthaus neue Maßstäbe setzen.

Checkliste: Passt ein Tiny House zu mir?

Anhand der Fragen sehen Sie erneut, dass ein Kleinsthaus für eine gewisse innere Haltung steht, die mit Überzeugung gelebt werden muss. Wer in den genannten Eigenarten eines Tiny House keine Einschränkungen sieht, wird sich wohnlich selbstverwirklichen können und ein zukunftsorientiertes Konzept nutzen.

Grundstück für ein Tiny House finden

In diesem Bereich kann ein Tiny House sehr vorteilhaft sein, denn durch die geringe Grundfläche eignen sich auch kleine Baulücken oder Grundstücke zur Bebauung. Bevor Städte und Gemeinden neues Bauland erschließen können, müssen in der Regel zuerst vorhandene Baulücken geschlossen werden. Diese müssen Grundstückssuchende beim zuständigen Bauamt in Städten oder Gemeinde erfragen. Eine sehr gute Infrastruktur rund um das Kleinsthaus kann die Lebensqualität deutlich erhöhen. Vor allem aktive Menschen, die ohnehin nicht sehr viel Zeit im Haus verbringen wollen, werden diesen Faktor sehr stark gewichten. Alternativ ist das Angebot von Sparkassen oder Immobilienmaklern zu prüfen. Auch online kann die Suche nach einem geeigneten Grundstück auf entsprechenden Portalen schnell zu einem Erfolg führen. Manchmal reicht es auch im Freunden- und Bekanntenkreis nachzufragen. Nicht selten ergibt sich so unverhofft die Chance, ein passendes Grundstück zu erwerben. Wer sich für die bereits angesprochenen Komplettangebote interessiert, wird eventuell ein passendes Grundstück direkt mit vermittelt bekommen. Das erspart viel Arbeit, sodass die Vorlaufzeit deutlich verkürzt werden kann. Auch wenn ein Tiny House in baulicher Hinsicht kein großes Grundstück braucht, spricht nichts gegen einen großen Garten oder Außenbereich. Gerade Familien werden diese Fläche nutzen wollen, um den Lebensraum deutlich zu erhöhen. Eine kleine Grundfläche des Hauses heißt ja nicht, dass es auf dem gesamten Grundstück keine weiteren Bewegungsräume geben muss.

Tiny House kaufen - Optionen

Ein Tiny House sollte gut geplant sein, damit sein Innenraum optimal genutzt werden kann.

Es mag anders erscheinen, aber auch ein Tiny House braucht eine umfassende Planung, die in Sachen Aufwand größeren Haustypen in nichts nachsteht. Im Gegenteil – durch das reduzierte Platzangebot muss die Planung eigentlich sehr viel genauer sein. Bei einem optimal genutzten Innenraum, kommt es bereits beim Grundriss auf jedes Detail an. Insofern ist eine fachliche Expertise mit belastbaren Erfahrungswerten nötig, um den Traum vom kleinen Eigenheim umzusetzen. Bei der Planung sollte ein erfahrener Architekt hinzugezogen werden, der dann mit einer qualifizierten Baufirma zusammenarbeitet. 

Wer ein Tiny House kaufen möchte, hat Glück. Durch die steigende Nachfrage in Deutschland gibt es mittlerweile bereits mehrere Hersteller, die Komplettlösungen für Tiny Houses anbieten. Interessenten können hier aus verschiedenen Varianten wählen, wobei trotzdem zahlreiche Individualisierungsoptionen umsetzbar sind. Durch die Vorfertigung in hoher Präzision und einer standardisierten Fertigbauweise lässt sich ein Tiny House so binnen weniger Tage errichten. Ein solches Angebot hat für Hausbauer den Vorteil, dass auf erprobte und bewährte Konzepte zurückgegriffen werden kann. Es ist klar, welchen Schnitt das Tiny House haben wird und wie sich der Innenraum optimal nutzen lässt. Die Planungsphase ist also sehr schnell abgeschlossen, es muss nur ein passendes Angebot für ein Tiny House gefunden werden. In jedem Falle ist fachliche Expertise unverzichtbar. Schon kleine Fehler bei der Planung können enorm große Auswirkungen haben.

Tiny House bauen - Bauweise und Material

Die meisten solcher Kleinsthäuser werden mit der so genannten Holzständerbauweise gefertigt. Viele Modelle sind auf einem Trailer aufgebaut, wodurch das Haus mobil wird. Eine der gängigsten Bauweisen ist jene mit Satteldach, wobei sich unter dem Dach oft der Schlafbereich befindet. In puncto Varianten, Designs und intelligente Raumkonzepte findet man am Markt mittlerweile auch in Deutschland eine große Auswahl vor.

Die Planung konkretisieren: Wie soll das Tiny House aussehen? 

Wer sich mit dem Trend identifizieren kann und seinen Traum vom eigenen Haus im kleinen Stil umsetzen will, sollte die Planung für ein Tiny House konkretisieren. Grundsätzlich sollte klar sein, wie das Haus genutzt werden soll. Als Ferienhaus ergeben sich flexible Möglichkeiten für einen zweiten Wohnsitz. Für Paare oder Alleinstehende bietet ein Tiny House in der Regel ausreichend Platz. Für eine Familie mit Kindern kann es schwieriger werden. Jedoch lassen sich mit durchdachten Lösungen auch für einen mehrköpfigen Haushalt durchaus wohnliche Lösungen finden. Vom Platzangebot und auch vom Wohnkomfort her kann ein Kleinsthaus aber natürlich keine vollwertige Alternative für ein Einfamilienhaus sein.

Baugenehmigung und Rechtliches für Tiny Houses in Deutschland

Bei vielen Tiny Houses handelt es sich um eine mobile Unterkunft, die mit Rädern bewegt werden kann. Im deutschen Recht jedoch ist für den Erstwohnsitz ein fester Wohnsitz vorgesehen. Insofern ist es rein theoretisch nicht rechtens, mit einem Tiny House ständig den Wohnsitz zu wechseln. 
Grundsätzlich fällt das Wohnrecht in den Zuständigkeitsbereich von Ländern und Kommunen. Da die Ausgangslage hier sehr unterschiedlich ist, können zuverlässige Aussagen nur für einen konkreten Standort getroffen werden. Da eine Genehmigung in Wohngebieten nicht immer zu erwirken ist, weichen einige Besitzer mit ihrem Kleinsthaus auf Campingplätze aus. Dies bringt den Vorteil einer oftmals sehr attraktiven Lage und einer gut erschlossenen Infrastruktur mit. Dabei muss es sich um einen Dauerstellplatz handeln. 

Wer das mobile Tiny House in Deutschland auf der Straße bewegen will, muss eine Zulassung für den Straßenverkehr erwirken. Ist die Zulassung erteilt wurden, muss ein mobiles Kleinsthaus ähnlich wie ein Wohnwagen versichert und versteuert werden. In aller Regel ist dann auch eine TÜV-Plakette vorgesehen. Im Allgemeinen sollte das fertige bzw. bewohnte Haus ausreichend versichert sein, insbesondere gegen Brände und zunehmende Unwetter.

Darf man sein Tiny House in die freie Natur setzen?

Wer sich hingegen für ein feststehendes Kleinsthaus als permanenten Wohnsitz entscheidet, benötigt eine Baugenehmigung. Dabei ist zunächst zu prüfen, ob es für den Standort des Tiny Houses einen Bebauungsplan gibt. Wenn ja, dann muss das geplante Tiny House mit den baulichen Anforderungen kompatibel sein. Das könnte in der Praxis schwierig werden, wenn zum Beispiel eine bestimmte Mindestanzahl an Geschossen gefordert wird. Wenn der Entwurf für das Haus steht, muss er dem zuständigen Bauamt vorgelegt werden, welches ihn im besten Fall genehmigt. Unter Umständen sind auch die Nachbarn mit einzubeziehen, deren Grundstück direkt an das eigene grenzt. Eine Zustimmung ist auf jeden Fall erforderlich, wenn der Plan für das Tiny House von den gesetzlichen Regelungen abweicht. Zu prüfen ist auch, inwiefern der Untergrund sich für ein Kleinsthaus. Idealerweise sollte man immer ein Bodengutachten erstellen lassen. Nach der Prüfung der Wasser- bzw. Energieanschlüsse ist direkt zu Beginn zu hinterfragen, inwiefern mit einem solchen Kleinsthaus auf Selbstversorgung gesetzt werden soll. Das passt jedenfalls sehr gut zur dahinterstehenden Lebensphilosophie. Durch Konzepte im Bereich der erneuerbaren Energien lassen sich Tiny Houses sehr energieeffizient aufstellen. Abgesehen von den geringen Kosten für das Haus selbst lassen sich auch die laufenden Nebenkosten auf ein Minimum reduzieren. An dieser Stelle wird erneut deutlich, dass dieser eher minimalistische Lebensstil in finanzieller Hinsicht viele Freiheiten eröffnen kann. Hinzukommt, dass nicht wenige Menschen Pragmatismus und Minimalismus mit großer Überzeugung leben können und wollen: Mit dem Tiny House findet diese sehr bewusste Form des Lebens ein modernes und überaus individuelles Zuhause.

Wohnen im Außenbereich als Alternative?

Das flexible Lebensgefühl eines Tiny House bringt mit Sicherheit nicht wenige auf den Gedanken es am Waldrand, auf einer Wiese oder anderen außergewöhnlichen Standorten aufzustellen. In rechtlicher Hinsicht ist eine solche Form des dauerhaften Wohnens im Außenbereich nicht zulässig. Hinzu kommt die Frage, wem das Grundstück im Einzelfall gehört, auf dem das Kleinsthaus steht? Wer sich nicht für die feste Installation des Hauses auf einem Grundstück entscheidet, braucht auch bei der mobilen Variante einen festen Wohnsitz. Und in dieser Hinsicht ist es für nicht wenige Menschen zu einem verwirklichten Traum geworden, auf einem Campingplatz zu wohnen. Zu Problemen kann es nur kommen, wenn das Tiny House über die in einer Campingplatzverordnung festgeschriebenen Gebäudehöhen von über 3,5 Meter hinausragt. In diesem Fall sollte persönliche Rücksprache mit den Betreibern gehalten werden. Die Erfahrungen zeigen, dass Tiny Houses in der Regel gerne gesehene Gäste sind, zumal sie einen optisch attraktiven Beitrag zum Gesamtbild leisten. In Deutschland gibt es über 2.900 Campingplätze, sodass sich auch in Ihrer Nähe mit einem Tiny eine große Vielfalt an Optionen ergeben sollte.

Den Traum vom eigenen kleinen Haus sehr kostenbewusst umsetzen

Für Tiny oder auch Small Houses können Sie bei Interesse mittlerweile auf zahlreiche Anbieter zurückgreifen. Wer es unkompliziert und maximal kostenbewusst mag, kann auf vorgefertigte Serienproduktion setzen. Sofern handwerkliches Können vorhanden ist, lassen sich die Preise für ein Kleinsthaus mit Fertigbausätzen weiter senken. Natürlich müssen Hausbauer auch im Kleinen nicht auf Individualität verzichten. In dieser Hinsicht ist es möglich, ein Basismodell gezielt anzupassen und so ein individuelles Raumkonzept zu verwirklichen, das von innen und außen perfekt auf die eigenen Ansprüche ausgerichtet ist. Wer handwerklich begabt ist, kann den Traum vom kleinen Haus auch in Eigenregie umsetzen. Irgendwie passt das aber zu dieser Bewegung, die das Wesentliche wieder in den Fokus rückt. Dazu sollte man allerdings die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse realistisch einschätzen. Angesichts des vielfältigen Angebotes ist es schwierig, aussagekräftige Preise als Orientierung anzugeben. Bei Recherchen kann man schnell feststellen, dass es ein schlüsselfertiges Tiny House schon für etwa 20.000 Euro geben kann. Insofern wird deutlich, dass es sich um eine sehr erschwingliche Alternative handelt, für die in vielen Fällen sogar genügend Eigenkapital mobilisiert werden kann.

Kostenbewusstsein auf allen Ebenen konsequent umsetzen 

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen eines ganz klar: Viele Menschen, die sich für ein Tiny House entscheiden, sind nicht nur kosten-, sondern auch umweltbewusst. Wer mit Ressourcen schonend umgehen und eigene finanzielle Mittel effizienter nutzen will, sollte über Möglichkeiten des Energiesparens ebenso nachdenken. Von einer kleinen Photovoltaikanlage bis hin Dämmelementen sind viele Lösungen umsetzbar, um sich in puncto Energiekosten jetzt und für die Zukunft unabhängiger aufzustellen. Je nach Standort kommt ggf. auch eine kleine Anlage für Erdwärme oder Windkraft in Betracht. Auch wenn die Kosten hierdurch für ein Kleinsthaus zu Beginn steigen, wird sich eine solche Investition nach wenigen Jahren auszahlen. Dafür muss eine Anlage allerdings wirtschaftlich dimensioniert sein und alle Förderoptionen sollten geprüft werden. Wird ein Tiny House wie ein Passivhaus konstruiert, ist eine Heizung im klassischen Sinne eventuell nicht mehr nötig. Dämmung und integrierte Wärmetauscher können dafür sorgen, dass die Energieversorgung zu sehr großen Teilen autark wird.

Bei der Inneneinrichtung kann dieser Haustyp ganz groß rauskommen

Durch eine kompakte Inneneinrichtung entsteht im Tiny House Platz zum Verstauen und Leben.

Gerade bei einem Kleinsthaus ist Raum bzw. sogar jeder Quadratmeter entscheidend. Sie sollten daher als Faustregel im Hinterkopf behalten: Je besser und funktionaler das Konzept ist, desto größer kann der tatsächlich nutzbare Wohnraum sein. Daher sollte bei der Inneneinrichtung nichts dem Zufall überlassen werden. Sie können auf Komplettangebote zurückgreifen, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Im Idealfall sollte jedes Element harmonisch mit anderen kombinierbar sein. Dort, wo abends ggf. ein Bett ausgeklappt werden muss, dürfen beispielsweise keine fest montierten Möbel stehen. Um ein individuelles Konzept zu verwirklichen, müssen Sie nicht zwangsläufig einen Tischler beauftragen. Auch in Möbelhäusern finden Sie funktionale Lösungen, um wenig Raum intelligent und mit möglichst großem Komfort zu nutzen. Auch in dieser Hinsicht wird Sie ein Kleinsthaus trotz notwendigen Minimalismus überraschen: Sie werden sehen, wie funktional platzsparende Möbel sein können und wie auch der kleinste Raum noch sinnvoll genutzt werden kann. Durch die viel intensivere Beschäftigung mit den vorhandenen räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten entstehen durchdachte und alltagstaugliche Konzepte. Wer hingegen in einem großen Haus lebt, kann alles nach Belieben stellen. Bei einem Umzug fällt plötzlich auf, wie unendlich groß der Hausrat ist und wie erschreckend wenig davon eigentlich tatsächlich genutzt wurde. In einem Tiny House wird es das definitiv nicht mehr geben! 

Möbel und Funktionalität werden neu entdeckt 

Wer sich für ein Kleinsthaus entscheidet, wird zwangsläufig auch mit Blick auf Möbel umdenken müssen. Gefragt sind Einrichtungsgegenstände, die eine geringe Grundfläche aufweisen und sich zusammenklappen lassen. Besonders wertvoll sind Möbelstücke in einem Small House, die mehrere Funktionen in sich vereinen. Zu denken ist an Schlafmöglichkeiten, die sich abends mit wenigen Handgriffen ausklappen lassen. Wichtig ist Stauraum, damit alles seinen festen Platz hat oder die Blicke nicht stört. Nichts ist schädlicher für das Wohn- und letztlich auch Wohlfühlklima in einem kleinen Haus, als wenn alles ungeordnet herumliegt. 

Wer den Gedanken der Nachhaltigkeit konsequent auf die Spitze treiben will, kann sich für Möbelstücke aus Recyclingmaterial entscheiden. Bei diesem Thema wird erneut deutlich, dass sich Menschen mit einem Kleinsthaus einem neuen Lebensstil unterwerfen, der von Pragmatismus, Minimalismus und Umweltbewusstsein geprägt ist. Daher handelt es sich um eine sehr emotionale Entscheidung, denn mit dem Einzug in ein Tiny House beginnt wirklich oftmals ein neues Leben. Darüber sollten Sie sich im Klaren sein und dafür müssen Sie auf jeden Fall auch bereit sein.

Ausblick: Sieht so die Zukunft des Wohnens aus?

Was uns mit einem Tiny House vergleichsweise revolutionär vorkommen mag, ist in vielen Millionenmetropolen längst Realität. Dort stehen Menschen nur wenige Quadratmeter in einem Apartment zur Verfügung und von Privatsphäre kann keine Rede sein. Angesichts dessen handelt es sich um eine logische, konsequente Entwicklung, den kleinsten, verfügbaren Raum dank Tiny Houses bewohnbar zu machen. Auch in deutschen Städten und Ballungszentren herrscht ein akuter Wohnraummangel, sodass diese zeitgemäße Alternative sicher viele Menschen irgendwann als Option erreichen wird. Um ein Kleinsthaus nicht von vorneherein als Wohnraumidee auszuschließen, sollte es erlebt werden. Wer ein kleines Ferienhaus als Test bewohnt, kann sich ein sehr genaues Bild vom möglichen Leben in einem Kleinsthaus verschaffen. So plant ein Hersteller, einen Park extra für Tiny Houses zu eröffnen. Zur Verfügung gestellt werden sollen kleine Parzellen, auf denen ein solches Haus als Erstwohnsitz angemeldet werden kann. Erste Verhandlungen mit der Stadtverwaltung in Rheingau hat es diesbezüglich schon gegeben. Interessenten können ebenfalls auf Probe wohnen, um zu erfahren, wie sich ein Tiny House anfühlt. Der rasante Anstieg von Tiny Houses in den letzten Jahren dürfte auf jeden Fall mittel- und langfristig dazu führen, dass wir uns an dieses neue Bild von den kleinen Häusern gewöhnen müssen - und das nicht nur auf Grundstücken, sondern auch mobil auf der Straße oder auf Campingplätzen!

Zusammenfassung & Fazit: Sind Sie bereit für eine neue Lebensphilosophie?

Tiny Houses stehen für eine moderne Bewegung, die sich dem räumlichen Minimalismus verschreibt. Den Anfang dieser Bewegung machte man 2007 in den USA. Aus der Not vieler Menschen, in ein Kleinsthaus zu ziehen, sollte sich ein weltweites Erfolgsmodell entwickeln. Durch geringere Kosten für ein solches Haus können hingegen andere Lebenspläne verwirklicht werden. Bei der Grundstückssuche ergeben sich flexiblere Optionen, da auch kleine Baulücken geeignet sind. Probleme bei der Grundstücksuche kann es vor allem mit Blick auf Bebauungspläne geben. Ein Tiny House ist in der Regel mobil und darf mit einer Straßenzulassung bewegt werden. Für den Erstwohnsitz ist in rechtlicher Hinsicht ein fester Wohnsitz erforderlich. Wer wenig Raum optimal nutzen möchte, kann im Tiny House moderne, multifunktionale Möbel integrieren. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland zahlreiche Anbieter für Kleinsthäuser: Wer diesen Traum vom eigenen, kleinen Haus leben möchte, kann ihn angesichts geringer Kosten zeitnah umsetzen. 

Ein Tiny House ist mehr als nur eine räumlich oder zeitlich begrenzte Wohnlösung oder gar Notlösung! Es handelt sich um eine ressourcenorientierte Bewegung, die sich dem Minimalismus verschrieben hat. Insofern ist es eine bewusste und durchaus auch emotionale Entscheidung, sich mit einem Tiny House selbst zu verwirklichen. Es gibt sehr viele funktionale und preisbewusste Optionen für ein Tiny House. Die geringe Wohnfläche kann mit einem intelligenten Raumkonzept und multifunktionalen Möbeln in gewisser Weise kompensiert werden. In Anbetracht der anhaltenden Diskussionen rund um einen schonenderen Umgang mit Ressourcen dürfte dieser Form des Wohnens die Zukunft gehören. Dass es sich nicht nur um einen kurzlebigen Trend handelt, ist spätestens klar geworden, nachdem sich auch in Deutschland immer mehr Anbieter mit einem professionellen Angebot in puncto Tiny Houses auf diesen beliebten Trend eingestellen. 

Wenn Sie das Leben im Tiny House auf eine authentische Weise nachvollziehen möchten, sollten Sie dazu ein wenig im Internet recherchieren. Es gibt viele Bewohner, die Einblicke in ihr kleines Zuhause gewähren und zeigen, wie es sich auf kleinem Fuße lebt. Spätestens, wenn Sie nicht mehr von der Faszination für Tiny Houses losgelassen werden, sollten Sie mit einem Probewohnen einen letzten Test vor der Entscheidung für ein solches Kleinsthaus wagen.

Familienfreundlich und wertbeständig - Alternativen zum Tiny House

Wer sich mit dem Camper-Leben in einem Bauwagen nicht anfreunden kann, aber trotzdem ein eigenes, kleines Häuschen möchte, für den bietet Town & Country Haus Tiny House-Alternativen.  Kleine Massivhäuser, wie das Aspekt 90 oder der Bungalow 78, erinnern in ihrer Größe an das beliebte Tiny House, haben aber viel mehr zu bieten als die Mini-Häuser. Wertbeständigkeit, kompakter Komfort und das Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause sind nur einige von vielen Argumenten.

Gerade Familien tun sich schwer mit dem Tiny House-Konzept. Wen wundert es? Gerade wenn die Kinder größer werden, sind abgetrennte Räume, die für Privatsphäre sorgen, einfach geeigneter für ein friedliches Zusammenleben. Auch hier punkten die Massivhaus-Alternativen. Feste Räume mit massiven Wänden sorgen für mehr Ruhe und Schallschutz. 

Aber nicht nur kleine Familien kann das Leben auf engstem Raum abschrecken. Wer keine Lust hat tagtäglich mehrere Male die Möbel auf-, um- oder abzubauen oder gar auf Inventar, wie zum Beispiel Haushaltsgeräte, zu verzichten, der sollte sich nach einer Alternative im Town & Country Hauskatalog umsehen. Wir möchten Ihnen drei kleine Massivhäuser vorstellen, die locker mit einem Tiny House mithalten können:

Das Raumwunder 90 ist eins von vielen Tiny House-Alternativen.

Raumwunder 90 – Kompakte Gemütlichkeit

Ein Einfamilienhaus ohne überflüssige Spielereien – das ist das Raumwunder 90. Wer hier einzieht, erfreut sich an kompakter Gemütlichkeit in hellen, freundlichen Räumen. Die kleine Wohnfläche (knapp 87 Quadratmeter) bietet auf zwei Etagen genügend Wohn- und Stauraum, ohne ein beengtes Gefühl oder tägliches Umbauen des Hausinventars. Drei Schlaf- oder Aufenthaltsräume sorgen im Dachgeschoss für die nötige Privatsphäre der Familienmitglieder.

Auch der Bungalow 78 kann ein Ersatz für ein Tiny House sein.

Bungalow 78 – Übersichtlich auf einer Ebene

Ein Leben ohne „Auf und Ab“ verspricht der Bungalow 78 von Town & Country Haus. Die fehlenden Treppen im Massivhaus bedeuten ein entspanntes Leben im Alter ohne Stolperfallen. Ebenso können kleine Kinder ohne Sturzgefahr großwerden. Die Wohnfläche mit etwa 77 Quadratmetern auf einer Ebene ist übersichtlich und genau das richtige für jemanden mit dem Wunsch nach einem kleinen Eigenheim. Ein cleverer Grundriss sorgt für ein gemütliches und komfortables Leben.

Eine weitere Ausweichmöglichkeit: das Aspekt 90.

Aspekt 90 – Viel Komfort für wenig Geld

Perfekt für eine kleine Familie mit einem Kind ist das Aspekt 90. Das Aktionshaus von Town & Country Haus mit der kleinen Wohnfläche (circa 90 Quadratmeter) spiegelt dabei genau die Philosophie eines Tiny Houses wider: Der Verzicht auf jeglichen Schnick-schnack – und das merkt man auch beim Hauspreis. Dennoch kommt der Komfort nicht zu kurz und es bleibt in den einzelnen Räumen genügend Beinfreiheit. Im Aspekt 90 muss auf kein Möbelstück oder Haushaltsgerät verzichtet werden!

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