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Sicherheit erhöhen: so schützt man die eigenen vier Wände vor einem Einbruch

Wohnungseinbruchsdiebstahl – so lautet in der Polizeilichen Kriminalstatistik das Fachwort für einen Einbruch. Die Zahlen der Einbrüche in Deutschland steigen seit Jahren stetig an, die Aufklärungsquote ist niedrig. Laut Einbruchstatistik konnten im Jahr 2015 nur bei 15 Prozent der gemeldeten Einbrüche die Täter gefasst werden.

Laut Statistik ist aber auch die Zahl der gescheiterten Einbrüche gestiegen. Es ist also möglich, sich und sein Eigenheim zu schützen.

Eigenheim: sechs einfache Tipps für mehr Sicherheit

Gelegenheit macht Diebe: Ist ein Fenster gekippt, wird darüber der Einstieg in das Haus oder die Wohnung probiert. Diese einfachen Tipps helfen, den Einbruchsschutz zu erhöhen und die eigenen vier Wände zu sichern:

1. Licht lässt das Haus oder die Wohnung belebt aussehen – ein Licht anlassen, im Garten eine Leuchte mit Bewegungsmelder installieren.

2. Niemals einen Ersatzschlüssel im Garten, am Haus oder auf der Terrasse verstecken – Diebe kennen die Verstecke.

3. Rollläden, die tagsüber geschlossen sind, signalisieren, dass niemand zu Hause ist – Rollläden nur nachts geschlossen halten.

4. Gekippte Fenster gleichen offenen Fenstern und lassen sich leicht öffnen – Fenster bei Abwesenheit niemals gekippt lassen.

5. Eine gute Haustür hält nur dann einem Einbruchsversuch stand, wenn sie richtig geschlossen ist – immer die Haustür richtig abschließen.

6. Verliert man den Hausschlüssel, sollte man schnellstmöglich den Schließzylinder auswechseln lassen – lästig, aber immens wichtig.

Zu einer guten Einbruchsicherung gehören auch abschließbare Fenster, Balkon- und Terrassentüren.

Ein weiterer Tipp zu Facebook und Co.: Urlaubsbilder sollte man in den sozialen Medien nur mit einer privaten Einstellung posten, wenn überhaupt. Sonst ruft man sozusagen laut in das Internet hinein, dass das Eigenheim gerade unbewohnt ist. Besser ist es, die Urlaubsfotos erst dann zu posten, wenn man wieder daheim ist.

Hilfe: Auge in Auge mit dem Einbrecher!

Ein Einbruch ist belastend genug, die Begegnung mit einem Einbrecher kann es erst recht sein. Hier sind vier Tipps, wie man sich am besten in einer solchen Situation verhält:

1. Bei einer Begegnung mit einem Täter gilt: sich selbst schützen

2. Kühlen Kopf bewahren, nicht den „Helden“ spielen

3. Rückzug antreten, dem Einbrecher die Möglichkeit zur Flucht geben

4. Sich Details merken: Größe, Kleidung des Unbekannten, Auffälligkeiten, Fluchtweg …

Sicherheit mithilfe der Technik verbessern

Neben diesen einfachen Tipps lässt sich der Schutz des Eigenheims mithilfe von technischen Mitteln enorm verbessern. Einbrecher haben wenig Zeit, um in den Wohnraum einzusteigen. Gelingt dies nicht innerhalb kurzer Zeit, wird der Einbruchsversuch abgebrochen – daher können die nachfolgenden technischen Mittel dazu beitragen, einen Einbruch zu vermeiden.

Alarmanlagen: Am Haus angebrachte Alarmanlagen signalisieren, dass sich hier jemand um die Sicherheit kümmert. Dies allein wirkt oft abschreckend. Alarmanlagen gibt es in verschiedenen Ausprägungen, oft können sie auch elektrisch per Smartphone gesteuert werden. Die Installation solcher Anlagen wurde dank moderner WLan- und Funktechnik stark vereinfacht. Funkalarmanlagen lassen sich in der Regel einfach und an einem beliebigen Ort rund um das Eigenheim platzieren. Eine Systeme kommen auch ganz ohne Stromanschluss aus und arbeiten ausschließlich mit Batterie-Strom über mehrere Monate. Informieren kann man sich darüber online in den entsprechenden Shops.

Lichtschranken: Helligkeit hält Diebe fern. Deshalb lassen sich mit Leuchten mit Bewegungsmeldern am Haus ebenfalls Einbrecher abschrecken. Einige Modelle können mit Alarmanlagen verbunden werden. Bei einem Haus mit Garten ist es wichtig, auch auf dem Grundstück für Licht zu sorgen.

Außensirene: Eine gut sichtbare Außensirene kann ebenfalls Einbrüche verhindern. Denn laute Geräusche, die die Nachbarn alarmieren, passen potenziellen Tätern natürlich nicht.

Kamera: Ein Überwachungssystem sollte so installiert sein, dass es nicht direkt sichtbar ist oder nur mit großem Aufwand zerstört werden kann. Sie könnte hoch hängen, sonst zerstört ein potenzieller Einbrecher sie sofort.

Schlosssystem: Ein gewöhnliches Schließsystem kann leicht geknackt werden. Ein spezielles Sicherheitsschloss mit einem entsprechenden Sicherheitszylinder bietet zusätzlichen Schutz und widersteht einem Einbruchsversuch länger oder dauerhaft – oft auch die entscheidenden Minuten länger.

Da jede Wohnsituation unterschiedlich ist, ist es sinnvoll, sich zusätzlich individuell und auf die eigene Situation angepasst von Fachleuten beraten zu lassen.

Zu guter Letzt: Hausratversicherung übernimmt den Schaden

Sollte es dennoch zu einem Einbruch kommen, ist es zumindest ein kleiner Trost, wenn ein finanzieller Ausgleich erfolgt.

Tipp: Von besonders wertvollen Stücken, wie etwa Schmuck, Gemälden etc., sollte man Fotos machen. Diese Fotos sollte man außerhalb der Wohnung, zum Beispiel in einer Foto-Cloud abgespeichert, aufbewahren.