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Der richtige Fußboden. Vor- und Nachteile der Materialien

In jedem Raum setzt der Boden eine Basis für das Wohn- und Raumgefühl. Abhängig vom Material und der Farbe wirkt ein Raum anders. Doch nicht nur das Aussehen bestimmt die Wahl des Bodenbelags. Ebenfalls spielen Hygiene und die Anforderungen in den unterschiedlichen Räumen eine Rolle. Viele Bodenbeläge belasten zudem die Raumluft durch Schadstoffe. Welche Beläge die Richtigen sind für ein neues Massivhaus, zeigen wir hier.

Teppichboden. Das warme und weiche Erlebnis

Aus dem Bett steigen und die Füße auf den weichen Teppichboden stellen zu können, ist für viele Schlafzimmer typisch. Doch stecken in den Fasern oft Mottenschutzmittel, die die Gesundheit schädigen können. Selbst bei den mit GuT-Siegel ausgeschriebenen Teppichen kann Permethrin enthalten sein. Um einen Teppich ohne Mottenschutz zu erhalten, ist es ratsam, vor dem Kauf eine schriftliche Bestätigung einzuholen. Zudem lösen Teppiche häufig Allergien durch Hausstaub aus.

Doch es gibt mittlerweile Teppiche, die sowohl für den Menschen unschädlich sind, als auch die Luft zusätzlich reinigen. In unterschiedlichen Farben und Ausführungen genießen Teppichfreunde damit alle Vorteile, die Teppiche mit sich bringen. Denn sie bringen neben Wohlbehagen auch einen weichen Tritt und sind rutschfest.

Fliesen für jeden Raum

Ob mediterran, mit Holzoptik oder schlicht – Fliesen bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten für alle Räume.

Neben dem geringen Pflegeaufwand überzeugen Fliesen zudem mit einer hygienischen Oberfläche und ihrer Langlebigkeit. Dank der vielseitigen Stilrichtungen und ihrer Haptik integrieren sich Fliesen nahezu in jeden Raum. In Räumen mit starker Benutzung, wie der Küche oder dem Flur sowie im Badezimmer, sind Fliesen die perfekte Lösung. Obwohl Fliesen oft den Ruf haben, Räume kalt wirken zu lassen, gibt es mittlerweile viele Alternativen. Sowohl Holzoptik, Betonoptik als auch Steinoptik sind möglich. Damit lassen sich Badezimmer mit Holzoptikfliesen beispielsweise in eine Wohlfühlzone verwandeln.

Als Nachteil gilt jedoch die Anfälligkeit für Schläge. Denn der Austausch einer geplatzten Fliese ist aufwendig und zeitintensiv. Es empfiehlt sich, Ersatz-Fliesen zu lagern, um bei einem Austausch die richtige Fliesen vorliegen zu haben. Wer keine Erfahrung beim Verlegen von Fliesen hat, sollte dies je nach Aufwand von einem Fachmann machen lassen.

Tipp: Fliesen bieten sich ideal bei Fußbodenheizungen an, denn sie haben eine fünf Mal höhere Wärmeleitfähigkeit als beispielsweise Parkett.

Parkett oder Laminat?

Holzfußböden bringen Gemütlichkeit und Charme.

Für Echtholz-Parkettböden sprechen die unterschiedlichen Arten, Formen und Strukturen. Die vielseitigen Verlege-Methoden verleihen dem Parkett einen besonderen Charme durch eine attraktive Optik. Die hochwertigen Holzböden sind angenehm in der Haptik und federn Stürze gut ab. Trotzdem sind sie strapazierfähig und je nach Behandlung des Holzes einfach in der Pflege. Neben naturbelassenen Hölzern gibt es geölte, gebleichte, gebeizte oder lackierte Hölzer, die die Design-Vielfalt unterstützen. Parkett fördert zudem ein gesundes Wohnklima, wenn auf entsprechendes Klebematerial verzichtet wird, und ist damit für alle Wohn- und Schlafräume zu empfehlen. Am beliebtesten ist das Mehrschichtparkett. Rund 3,6 Millionen Quadratmeter kauften die Deutschen im ersten Halbjahr 2017.

Noch leichter zu pflegen ist die günstigere Variante zu Holzböden, der Laminat. Mit dem Klick-System lässt sich der Boden zudem schnell und leicht verlegen. Da die Dielen sehr strapazierfähig sind, bieten sie sich in Flur oder Wohnzimmer an, doch fühlt sich der Boden meist kälter als echter Parkett an. Für die Küche ist Laminat eher ungeeignet, da er empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist.

PVC. Ein Bodenbelag aus Kunststoff

PVC steht für Polyvinylchlorid. Mit Weichmachern und Stabilisatoren entsteht aus dem Kunststoff ein weiches, formbares Material, dass für technische Anwendungen geeignet sind. Damit lassen sich anschließend unterschiedliche Fußbodenarten herstellen. Zu den positiven Eigenschaften gehören vor allem die Wasser-, Öl- und Säurebeständigkeit, doch ist dies in den üblichen Anwendungsbereichen nicht erforderlich. Aufgrund der ausdünstenden Weichmacher können die Böden jedoch stark gesundheitsschädlich sein.

Die Installation von Vinylboden in Dielenform ist dafür kinderleicht und Klebstoff zur Befestigung ist nicht unbedingt nötig. Im Vergleich zu einem Laminatboden ist PVC-Boden deutlich günstiger. Sie bieten sich für Allergiker an, da PVC-Böden hygienisch und leicht zu reinigen sind. Zudem dämmen sie Schall und sind rutschfest. Der Nachteil: Möbel können schnell Abdrücke hinterlassen und der Untergrund muss vor dem Verlegen optimal vorbereitet werden.

In Konkurrenz zu PVC steht meist Linoleum. Dies ist die wesentlich ökologischere Variante, besteht im Gegensatz zu PVC aus natürlichen Stoffen und ist kompostierbar. Trotzdem hat Linoleum die gleichen positiven Eigenschaften und bietet ein weiches und warmes Laufgefühl. Wer die eigene Gesundheit schonen will, greift auf die etwas teurere Alternative zurück und investiert gleichzeitig in die Umwelt.

Korkböden. Eine natürliche Alternative

Mit Korkböden erhalten Räume eine angenehme Wohnatmosphäre. Da das Material natürlich ist, ist der Fußboden wohngesund und ist besonders bei denjenigen beliebt, die barfuß laufen. Dabei spielt die angenehme Haptik ebenfalls eine Rolle. Auch für Allergiker sind Korkböden ohne Bedenken zu nutzen und die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu regulieren, fördert das gesunde Raumklima.

Üblicherweise wird Kork als Fliese verlegt und auf dem Boden festgeklebt. Die Fliesen unterscheiden sich dabei in Format Größe sowie Farbe. Korkboden ist vielmehr als der bekannte hellbraune Untergrund. Mittlerweile sind unterschiedliche Optiken, wie Stein, Holz oder Beton möglich sowie andere Einfärbungen des typischen Korkbodens.

Tipp: Korkböden ohne lösungsmittelhaltige Lacke schonen die Umwelt und fördern die Wohngesundheit. Der Boden ist pflegeleicht und wasserundurchlässig. Kork dämmt zudem den Schall und die Tritte.

Fazit

Alle oben genannten Böden haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Welche Variante die passende für einen selber ist, hängt von der Beanspruchung und den eigenen Ansprüchen ab. Wohngesunde Fußböden empfehlen sich, um die Umwelt zu schonen und im eigenen Heim eine gute Raumluft zu gewährleisten. Bei der Wahl des Bodens ist auf verschiedene Siegel zu achten. „Der blaue Engel“, das GuT-Siegel oder ein Geruchstest sagen viel aus. Die Klick-Variante ist bei Böden zu bevorzugen, damit kein Kleber verwendet werden muss. Benötigt der Bodenbelag Kleber zum Befestigen, ist auch hier auf entsprechende Gütesiegel zu achten, um die Umwelt zu schonen. Ist der perfekte Boden ausgewählt steht der Einweihungsparty nichts mehr im Weg.

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