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Ein Nullenergiehaus bauen – Schritt 1: Die Außenhülle besonders gut dämmen.

Das wäre doch perfekt: Ein Eigenheim, das die benötigte Energie ausschließlich aus eigenen Quellen bezieht: Solaranlage auf dem Dach, Wärmepumpe als Heizung und sogar noch eine Stromtankstelle am – natürlich ebenfalls solar-bedachten – Carport. So und ähnlich sieht die Vision vieler Bauherren aus, die ein Nullenergiehaus bauen möchten.

Nicht zu verwechseln mit einem Passivhaus, das zwar geringe Energie verbraucht – aber eben nicht völlig ohne fremde Energiequellen auskommt.

Das Nullenergiehaus zeichnet sich dadurch aus, dass auf ein Jahr gerechnet ungefähr genauso viel Energie erzeugt wird, wie die Bewohner verbrauchen.

Hierfür muss allerdings ein nicht ganz unerheblicher Aufwand beim Bau betrieben werden.

Es beginnt bereits mit der Außendämmung:

Dach und Fassade benötigen eine spezielle Wärmedämmung. Um den Anforderungen eines Nullenergiehauses zu entsprechen, ist allein im Dachbereich eine Dämmstärke von mehr als 30 Zentimetern notwendig. Neben der üblichen Dämmung mit Matten oder speziellen Dämmstoffplatten zwischen den Dachsparren ist es noch erforderlich, unter den Sparren zusätzliche Dämmmaterialien aufzubringen.

Auch die Fassade muss lückenlos isoliert werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Hier wird von außen gedämmt – das ist die einfachste und auch kostengünstigste Methode. Zum Einsatz kommen meist verputzte Wärmedämmverbundsysteme aus Polystyrol, Mineralwolle und Polyurethan.

Die Wandstärke einer Isolierung sollte mindestens 26 Zentimeter betragen – für echten „Null-Verbrauch“ besser noch einige Zentimeter mehr.

Auch die Bodenplatte muss gedämmt werden: Sowohl unterhalb als auch oberhalb der Platte wird eine Wärmedämmschicht angebracht, die insgesamt bis zu 30 Zentimeter beträgt.

Die Außenhülle eines Hauses ist natürlich nur so energiesparend, wie es die Fenster zulassen: Bei einem Nullenergiehaus sind spezielle Passivhausfenster mit drei Scheiben und einem besonders gut gedämmten Rahmen einzubauen, um den maximalen Energiespareffekt zu erzielen.

Zusätzlich sollte auch bei der Konstruktion des Hauses darauf geachtet werden, dass die Fensterflächen an der Südseite des Hauses größer als an der Nordseite sind. So kann zusätzliche Wärmeenergie durch die Sonne ins Haus gelangen und Wärmeverluste verringern sich.