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Smart Home - Was ist das und wie sicher ist es?

Smart Home, dem intelligenten Zuhause gehört die Zukunft. Da sind sich Experten, Bauherrn und Architekten einig. Mit innovativen Technologien und einer intelligenten Vernetzung von Geräten und Anlagen macht ein Smart Home das Leben angenehmer und sorgt für mehr Sicherheit. Doch, was macht ein intelligentes Zuhause aus und wie sicher sind die Systeme?

Was genau bedeutet der Begriff Smart Home?

Smart Home ist der Oberbegriff, unter dem verschiedene miteinander vernetzte Geräte, technische Systeme und Anlagen zusammengefasst werden, die den Alltag erleichtern, die Wohn- und Lebensqualität verbessern und für mehr Sicherheit und einen geringeren Energieverbrauch sorgen sollen.

Die im Smart Home miteinander vernetzen Geräte können zentral über eine separate Steuerungszentrale, den PC oder von unterwegs per App mit dem Smartphone oder Tablet programmiert und individuell gesteuert werden. So können zum Beispiel die Heizung, alle Lampen in der Wohnung und Haushaltsgeräte per Zeitsteuerung ein- und ausgeschaltet werden. Intelligente Smart Home Systeme erkennen, wenn der letzte Bewohner am Morgen das Haus verlassen hat, und schalten alle Lichter im Haus aus und regeln automatisch die Heizung herunter.

Die Geräte im Smart Home können per Kabel oder über Funk miteinander vernetzt werden. Sogenannte Bussysteme mit Kabeln für die Haussteuerung werden bereits seit den 1990er Jahren angeboten. Einfacher bei der Installation und unkompliziert erweiterbar sind jedoch Funksysteme. Neue Geräte sind im Handumdrehen in das Smart Home integriert. Vorausgesetzt, sie sind mit den vorhandenen Geräten kompatibel. Je nach Hersteller kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz, die nicht alle miteinander kommunizieren können.

Das Smart Home ganz einfach mit der Stimme steuern

Google Home besticht mit schlichtem Design und integriertem Lautsprecher.

Zunehmende Verbreitung finden mittlerweile Sprachsteuerungen für das Smart Home wie Alexa von Amazon oder Google Home, die auf Zuruf Musik abspielen, das Licht oder den Fernseher einschalten. Immer mehr Hersteller integrieren die Möglichkeit der Sprachsteuerung durch zumindest eines dieser Systeme in ihre Geräte.

Damit ein Gerät in das Smart Home integriert werden kann, muss es selbst nicht smart sein. Praktisch alle Geräte im Haushalt, die an eine Steckdose angeschlossen werden, können mit einer funkgesteuerten Steckdose zu einem Teil des Netzwerkes werden. Auf diese Weise können auch ältere Fernseher und Waschmaschinen oder eine einfache Kaffeemaschine in das Smart Home integriert werden.

Umfassende Informationen und interessante Fakten rund um das Thema bietet die Website www.effizienzhaus-online.de.

Smart Home macht das Zuhause sicherer, aber...

...wie sicher sind die Smart Home Systeme und Geräte selbst? Bei dieser Frage sind sich alle Sicherheitsexperten einig. Eine hundertprozentige Sicherheit wird es beim Smart Home nie geben. Mit der Zahl der Haushaltsgeräte mit einem Internetanschluss wächst auch die Gefahr von Hackerangriffen. Diese Gefahr ist aber nicht neu.

Bereits im Jahr 2013 berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes über eine Sicherheitslücke in Smart Home Systemen, durch die Angreifer in die Systeme eindringen und den Strom in fremden Haushalten ferngesteuert nach Belieben ein- und ausschalten konnten. Und erst im August 2017 hat die Augsburger Allgemeine Zeitung darüber berichtet, dass es Forschern der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Mannheim gelungen war, smarte Lampen mit einem aus größerer Entfernung ausgesendeten Funksignal für mehrere Stunden zum Blinken zu bringen.

Das Smart Home vor Hackerangriffen schützen, so geht's

Gut gewählte Passwörter machen es Hackern schwer.

Passwörter sollten komplex sein und aus verschiedenen Satzzeichen, Groß - und Kleinbuchstaben und Zahlen bestehen. Die Länge des Passwortes sollte mindestens acht Zeichen betragen, für W-LAN Passwörter empfehlen sich mindestens zwanzig Zeichen, und auf private Bezüge im Passwort, zum Beispiel Namen oder Geburtsdaten von Familienmitgliedern, Freunden oder Haustieren, sollte verzichtet werden. Ein weiterer Faktor für die Wahl des richtigen Passwortes ist der Verzicht auf gängige Wörter oder Tastenkombinationen, wie zum Beispiel "abcd1234".

Für verschiedene Geräte und Programme wird dringend empfohlen, die Passwörter jeweils nur einmal zu verwenden, um den bestmöglichen Schutz zu garantieren. Des Weiteren muss auf den Schutz im Umgang mit den Passwörtern geachtet werden, damit keiner unbefugten Zugriff erlangen kann. Hierbei sollten die Passwörter entweder schriftlich notiert und sicher verwahrt oder als verschlüsselte Datei auf dem Computer gespeichert werden. Letztlich sollten die gewählten Passwörter in regelmäßigen Abständen gewechselt werden, um möglichen Hackerangriffen vorzubeugen.

Ein weiterer Aspekt, um das Smart Home sicherer zu machen, ist die Nutzung von verschlüsselten Verbindungen im Internet. Dies ist erkennbar an "https://" als Beginn der URL im Browser. Durch diese Verbindung ist die Privatsphäre durch ein mehrschichtiges Verschlüsselungssystem geschützt und es wird sichergestellt, dass ein gültiges Zertifikat vorhanden und nur der Server auf die Daten des Nutzers zugreifen kann. Gleichzeitig kann man für weiteren Schutz auch die Datenschutzerklärung des jeweiligen Anbieters genauer betrachten und nachfragen, wie dort die Handhabung in Bezug auf die Verarbeitung und die Verschlüsselung der privaten Daten ist, besonders auch bei Nutzung des Smart Home Systems von unterwegs über eine App. Insgesamt lässt sich so das Risiko für einen Hackerangriff auf die eigenen Smart Home Geräte mit wenig Aufwand deutlich reduzieren und die Zukunft eines intelligenten Zuhauses sicherer genießen.