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Eignet sich das Ausbauhaus für jeden Bauherrn?

Um mit einem Ausbauhaus Geld beim Bau zu sparen, sind einige Voraussetzungen erforderlich. Jeder Bauherr sollte vor der Entscheidung gewissenhaft prüfen, ob er und seine Familie diese Voraussetzungen wirklich erfüllt:


Genügend handwerkliches Geschick
Wer „zwei linke Hände hat“, sollte unbedingt ein schlüsselfertiges Haus wählen und ganz auf ein Ausbauhaus verzichten. Denn ohne ein gewisses Geschick geht es einfach nicht. Der Ärger bei nicht fachgerecht ausgeführten Arbeiten kann sehr groß sein und die ursprüngliche Ersparnis mehr als auffressen.


Genügend Zeit
Verfügen Sie über genügend Zeit und Energie, mehrere Monate lang jedes Wochenende und zusätzlich mehrere Feierabende auf Ihrer Baustelle zu verbringen? Der Zeitfaktor beim Selbstausbau eines Hauses sollte auf keinen Fall unterschätzt werden.
Viele Arbeiten dauern bei Ungeübten länger, als wenn ein Fachmann sie ausführt. Freizeit ist in der Bauphase deshalb zumeist knapp. Dies kann bei beruflich sehr beanspruchten Menschen zu Problemen führen.


Genügend Werkzeug
Eine weitere wichtige Frage: Welches spezielle Werkzeug ist für die einzelnen Arbeitsschritte erforderlich? Werkzeug und Geräte sind oft kostspielig und müssen erst angeschafft oder ausgeliehen werden. Dies kann den Sparvorteil von Eigenbauleistungen deutlich schmälern. Bauherren mit komplett eingerichteter Werkstatt sind hier klar im Vorteil.


Durchhaltevermögen
Schon beim Faktor „Zeit“ angesprochen: Wie viel Geduld haben Sie, wenn die Fliesen zum dritten Mal abfallen, die Gipskartonplatte sich nicht festschrauben lässt oder ein anderes Malheur beim Bau passiert? Wer nach solchen Missgeschicken gleich das Handtuch wirft, wird Schwierigkeiten mit seinem Einzugstermin bekommen oder muss am Ende mehr Geld für die Beauftragung einer externen Firma aufbringen.


Belastbarkeit

Starke Nerven sind gefragt – siehe auch „Durchhaltevermögen“. Stress auf der Arbeit und zusätzlicher  Zeitdruck beim Hausbau zehren an den Kräften. Auch die für Büromenschen ungewohnte körperliche Anstrengung kann zum Problem werden. Muskelkater, Schmerzen im Rücken oder geschwächte Abwehrkräfte bremsen den Baufortschritt.


Allgemein gilt: Schätzen Sie Ihre Kräfte richtig ein – und überschätzen Sie Ihre handwerklichen Fähigkeiten nicht. Vereinbaren Sie nur solche Eigenleistungen, mit denen Sie (oder ein hilfswilliges Familienmitglied) Erfahrungen haben.


Unter diesen Voraussetzungen wird der Selbstausbau Ihres Hauses ein voller Erfolg, auf den Sie anschließend stolz sein können.