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Gewächshäuser: Der Jahreszeit voraus

Gewächshäuser verlängern das Gartenjahr und sind der Traum jedes Hobby-Gärtners.

 

Für Gartenliebhaber und Hobbygärtner kann das Gartenjahr gar nicht lang genug sein, um die farbenfrohe Blütenbracht zu genießen. Schon deshalb sind Gewächshäuser der Traum eines jeden Hobby-Gärtners. Eröffnen sie doch neue vielfältige Möglichkeiten: Hier kann man Blumenzwiebeln vortreiben, Blühzweige verfrühen und Erdbeeren schon ab April ernten. Außerdem lassen sich in den kalten Monaten bequem Topf- und Kübel-Pflanzen überwintern, denen es im Haus zu warm und im freien zu frostig ist.

Frühling schon im Februar

Für Einsteiger empfehlen sich dabei vor allem so genannte Kalthäuser, die nicht beheizt werden und damit auch niedrige Unterhaltskosten haben. Durch den Glashauseffekt kann selbst in Kalthäusern der Frühling schon im Februar Einzug halten. Bei geschickter Planung ist es sogar möglich das ganze Jahr über zu ernten. Beim Glashauseffekt erwärmen sich Boden und Pflanzen durch die Sonneneinstrahlung. Die von ihnen abgegebene Wärme wird jedoch durch den Raum zurückgehalten und das Gewächshaus heizt sich auf. An normalen Sonnentagen kann so schnell eine Temperatur von bis zu 35 Grad Celsius entstehen. Von daher sollte besonders bei kleinen Gewächshäusern oder Frühbeeten die Möglichkeit zur Belüftung bestehen, da diese sich viel rascher erwärmen als große Häuser.

Klein - Gewächshäuser beginnen zumeist bei einer Größe von etwa zehn Quadratmetern und einer Höhe von zwei Metern, so dass man bequem aufrecht in ihnen stehen kann. Bewährt hat sich dabei eine Rechteckform, da sie die beste Flächennutzung bietet. Pavilions mit sechs- oder achteckiger Grundfläche sehen zwar romantisch aus, eignen sich jedoch nur zur Überwinterung von Kübelpflanzen und weniger zum Vorziehen von Blumen und Gemüse. Um das Gewächshaus optimal zu nutzen, sollte es mit der Längsachse in Nord-Süd- Richtung aufgebaut werden. So erzielt man eine gleichmäßige Besonnung der Pflanzen über das ganze Jahr. Nur wenn viel Wert auf Wintersonne gelegt wird, empfiehlt sich die Ost-West- Richtung. Gibt es auf der Südseite des Wohnhauses zum Garten hin eine freie Wand, dann sind Anlehn Gewächshäuser eine echte Alternative zu den Kleinst- Gewächshäusern. Durch die Hauswand stehen Anlehngewächshäuser besonders im Winter geschützt und eignen sich so hervorragend zur Überwinterung von Pflanzen. Wie bei allen Gewächshäusern sollte auch bei den Anlehnhäusern darauf geachtet werden, dass sie bei tiefstehender Wintersonne durch immergrüne Sträucher oder Gebäude nicht zu viele Schattenzeiten haben.

Ganzjähriges Ernten

Selbst im Winter gehen die Möglichkeiten eines Gewächshauses weit über die frostfreie Unterbringung von Topf und Kübelpflanzen hinaus. Zu dieser Jahreszeit kann mit dem Gewächshaus der Speiseplan um frisches Gemüse und Salat erweitert werden. Insbesondere Endivien und andere späte Salatsorten bieten sich hier an. So kann im November gesäter Feldsalat oder Spinat bis weit in den Januar hinein geerntet werden. Ebenso kann schon im Spätherbst mit der Aussaat von Erdbeeren begonnen werden, um bereits im April die erste Ernte einzufahren. Anfang März sind die Temperaturen dann meist schon ausreichend, um mit der Anzucht der ersten Blumen und Jungpflanzen zu beginnen. Bei dieser ganzjährigen Nutzung des Gewächshauses ist allerdings auf eine sorgsame Pflege de Grundbeetes zu achten. Anders als bei Freilandbeeten regeneriert es sich nur sehr langsam. Von daher muss das Beet auch regelmäßig mir frischem Kompost oder anderem natürlichen Dünger versorgt werden. Auf Kunstdünger sollte ganz verzichtet werden, da der Boden ansonsten häufiger ausgetauscht werden muss.

Für viele Hobby-Gärtner wird das Gewächshaus schnell zum unverzichtbaren Bestandteil des Gartenjahres und der Wunsch nach einem größeren Gewächshaus kommen auf. Für die Vergrößerung des Gewächshauses haben einige Anbieter Stecksysteme entwickelt, die den Ausbau einfach mache. Die nächsten Ausbau-Stufen sind dann schon beheizte Gewächshäuser bis hin zum so genannten Warmhaus, in dem sich sogar Orchideen und exotische Pflanzen züchten lassen.

Tipp: Pflanzen überwintern

Kübelpflanzen

Kübelpflanzen, wie Koniferen, Buchs oder Bambus, sind winterhart und können im Garten überwintern. Bei diesen Pflanzen gilt es lediglich die Frostempfindlichkeit Wurzeln zu schützen. Am besten ist es man umwickelt die Pflanze mit Jute, Sackleinen oder Noppenfolie und bedeckt die Triebe mit Laub und schiebt sie in eine geschützte Ecke an der Hauswand. Zusätzlichen Schutz bieten Bretter oder Styropor-Platten, die untergeschoben werden.

Laubabwerfende Pflanzen

Bei laubabwerfenden Pflanzen wie Engelstrompeten, Fuchsie sowie Geranie, ist die Überwinterung einfacher, da diese lediglich zurückgeschnitten werden und dann in einem dunklem, frostfreien Raum, wie Keller oder Garage überwintern können.

Immergrüne Pflanzen

Immergrünen Kübelpflanzen wie Orleander, Bleiwurz oder Lorbeer brauchen im Winter einen hellen Standort. Im Idealfall werden sie in einen Wintergarten gestellt, doch reichen bei diesen Pflanzen auch ungeheizte Räume wie Treppenhaus oder Flur.

Gießen

Allen drei Pflanzenarten dürfen nur wenig gegossen werden, um sie während ihrer Überwinterung nicht zu ertränken! Erst Ende Februar können die Pflanzen etwas mehr Wasser vertragen.