Town & Country in Social Media

Instagram Youtube pinterest

Hygge ist die neue Behaglichkeit – vier Schritte, um ein Haus gemütlich einzurichten

„Hygge“, der Trend aus dem Norden schwappt auch nach Deutschland über. Dieses dänische Wort, gesprochen hügge, bedeutet gemütlich, nett und angenehm. Blumig wird es auch mit „Gemütlichkeit der Seele“ umschrieben. Bezogen auf ein Haus heißt das, dass dieses zum heimeligen Kuschelort – aber wie? Diese vier Schritte lassen ein Haus „hygge“ werden.

Erster Schritt: Am Anfang steht das Aufräumen

Das klingt banal, ist aber so. Ein schmutziges oder unaufgeräumtes Haus kann nicht gemütlich sein. Zu viele Wollmäuse verbreiten eine schlechte Stimmung. Das gilt auch für (Arbeits-)Stapel jeglicher Art. Ein Chaos ist im besten Fall kreativ, gemütlich ist es nicht.

Deshalb heißt es zunächst einmal die Ärmel hochzukrempeln, den Staubsauger zu schwingen, das schlimmste Chaos zu beseitigen. Der angenehme Nebeneffekt ist: Man bekommt einen Überblick über das, was man besitzt. Im Zweifel spart das Geld, weil man die bunten Sofakissen wiederentdeckt, die den Sommer über im Keller weilten.

Zweiter Schritt: Überlegen für die Behaglichkeit

Nun folgt die Phase des Überlegens: Wie viel Geld darf ausgegeben werden? Was gefällt, was sind Lieblingsfarben, wird ein bestimmter Stil (vintage, 60er, modern, retro etc.) bevorzugt? Soll alles eine Linie haben oder können einzelne Zimmer einen abweichenden Charakter bekommen?

All diese Fragen sollten vorher beantwortet werden, am besten schriftlich. Auch das schützt vor Fehlkäufen und spart Geld. Je klarer man für sich entschieden hat, was man möchte, umso zielgerichteter kauft man ein. Keine Sorge, spontane Schnäppchen werden sich gut einfügen, wenn man grundsätzlich weiß, was man haben möchte.

Dritter Schritt: Jetzt kann endlich geshoppt werden!

Farben prägen den Wohnraum entscheidend. Beachten sollte man dabei die Wirkung der Farben. Im Wohnbereich kann es bunter sein, ein Schlafzimmer gestaltet man mit helleren und naturverbundeneren Farben. Anschaulich sieht man auf der verlinkten Seite von Alpina, wie unterschiedlich Farben einen Raum prägen können. Anleitungen zum fachgerechten Streichen findet man auch bei Baumärkten. Wer nicht gleich die ganze Wand streichen möchte, kann sich auch für ein Wandtattoo entscheiden. Diese findet man im Internet in vielen Shops.

Mit Kissen, Vorhängen und Tagesdecken setzt man farbige Akzente. Hier sollte man bei einem, maximal zwei Farbtönen bleiben – zu viel des Bunten kann irritieren. Hussen geben Stühlen und Sesseln einen neuen Anstrich und runden das stoffliche Farbkonzept ab. Inspirationen bekommt man im Netz.

Accessoires wie Kerzen, Pflanzen und Bilder schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Eine schöne Kerze, die auch einfach nur herumstehen darf, strahlt eine behagliche Stimmung aus. Pflanzen zeigen, dass hier jemand lebt, der sich darum kümmert – auch das ist hygge. In der Küche riechen frische Kräuter auf der Fensterbank gut. Den Esstisch verziert ein Blumenstrauß. Bilder von den Liebsten, schön und stimmig gerahmt, strahlen eine heimelige Atmosphäre aus.

Mit dem richtigen Licht wird es richtig gemütlich. Neben Kerzen trägt auch elektrisches Licht zur Behaglichkeit bei. „Gemütliche“ Lichtquellen setzt man gezielt ein. Sie sind nicht die primären Lichtquellen, sie leuchten indirekt und sind idealerweise dimmbar. Der Gipfel der Gemütlichkeit ist ein Kaminfeuer, das gerade in der kalten Jahreszeit Wärme, Licht und Behaglichkeit ausstrahlt. Da Kaminöfen vom örtlichen Schornsteinfeger abgenommen werden, ist er der erste Ansprechpartner beim nachträglichen Einbau eines Kamins. Sollte ein „echter“ Kamin baulich nicht möglich sein, kann auch ein Deko-Kamin installiert werden.

Vierter Schritt: Kuschliges für sich und die Gäste

Nachdem das eigene Haus „hygge“ ist, bringt man sich selbst in einen wohl-behaglichen Zustand. Für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa sind sogenannte Jumpsuits angesagt. Mit den richtigen Hausschuhen dazu bekommt oder behält man warme Füße. Menschen, die leicht frieren, sollten bei ihren Pantoffeln auf wärmende Materialien wie Lammfell oder Filz achten.

Für Eltern haben Hausschuhe einen weiteren, entscheidenden Vorteil. Stehen sie neben dem Bett, benutzt man sie automatisch, wenn man nachts nach dem Kind sehen muss. So schützen Hausschuhe auch vor dem schmerzhaften Tritt auf den Legostein. Und auch der Nachwuchs ist mit den passenden Hausschuhen gut beschuht. Wer sich gerne Gäste für ein gemütliches Beisammensein einlädt, hält für sie Gästehausschuhe parat.