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Das Plus an Energie lohnt sich nicht!

Warum man besser kein Plusenergiehaus bauen sollte

Das Plusenergiehaus ist für viele Experten DAS Haus der Zukunft. Darin leben die Bewohner nicht mehr nur energieautark, wie das in einem Nullenergiehaus der Fall ist. Viel mehr profitiert man sogar von einem Plus an erneuerbarer Energie, die direkt am Haus produziert wird. Man wohnt sozusagen in seinem eigenen „Mini-Kraftwerk“. 

So will man nicht nur der Umwelt, sondern auch seinem eigenen Geldbeutel etwas Gutes tun. Man spart in einem Plusenergiehaus nicht nur bares Geld für Heizung, Strom oder Warmwasser, mit der Einspeisung der überschüssigen Energie kann man theoretisch sogar noch etwas dazuverdienen. Anbieter werben damit, dass sich ein Plusenergiehaus so quasi von selbst finanziert.

Town & Country Haus ist sich sicher: Ein Plusenergiehaus lohnt sich nicht! Die Erfahrung von über 20 Jahren Hausbau zeigt, dass das Plus an Energie zwar für das grüne Gewissen schön ist, sich aber noch lange nicht amortisiert und auch nicht wirklich der Umwelt zugutekommt. 

Alles zum Plusenergiehaus, den direkten Kostenvergleich mit einem nach dem Gebäude-Energie-Gesetz gebautem Massivhaus und die besten, bezahlbaren Alternativen für Normalverdiener finden Sie hier:

 

Plusenergiehaus - das eigene "Mini-Kraftwerk"

Gebäudetechnische Anforderungen an das Effizienzhaus Plus

Kostenvergleich: Plusenergiehaus vs. Massivhaus nach GEG

Was sind die Alternativen zum Plusenergiehaus?

Plusenergiehäuser nutzen vor allem Energie aus erneuerbaren Quellen, wie zum Beispiel Solarthermie oder Photovoltaik.

Das Plusenergiehaus – ein eigenes „Mini-Kraftwerk“

Das Plusenergiehaus hat viele Namen. Unter anderem auch bekannt unter Nullemissionshaus, Effizienzhaus Plus oder AktivPlushaus, wird es oftmals in einem Atemzug mit den Haustypen Niedrigenergiehaus oder Nullenergiehaus genannt. Anhand der Namen der Häuser lässt sich eine Besonderheit bei der Energieeffizienz der Gebäude ableiten, wobei das Plusenergiehaus in der Reihe wohl die höchste Steigerungsform ist. 

Das Plusenergiehaus wird auch als eigenes „Mini-Kraftwerk“ bezeichnet, da es ein Plus an Energie erzeugt. Diese Definition ist jedoch nicht sehr präzise. Genauer gesagt: Ein Plusenergiehaus ist ein Gebäude, welches dank moderner Haustechnik mehr Energie produziert als es verbraucht. Dabei ist es jedoch nicht zwangsläufig zu jeder Zeit energieautark. Vielmehr bezieht sich die positive Energiebilanz auf ein Jahresmittel.

Tipp: Wer energieeffizient bauen möchte, sollte sich im Vorfeld mit den Definitionen der verschiedenen Haustypen genau auseinandersetzen. 

Egal ob Niedrig- oder Plusenergie, beide Varianten beziehen die Energie zum größten Teil aus erneuerbaren Quellen.

Niedrigenergie vs. Plusenergie –

Wo liegen die Unterschiede?

Während beim Null- oder Niedrigenergiehaus die produzierte Energie des Hauses für den sparsamen Verbrauch von Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung verwendet wird, berücksichtigt das Plusenergiehaus jede Form des Energieverbrauchs in der Energiebilanz. So kann die nah am Haus produzierte Energie zusätzlich für den Stromverbrauch der Bewohner und die Beleuchtung des Hauses genutzt werden.

Ein weiterer Unterschied: Bei Niedrigenergiehäusern darf jede Form der Primärenergie herangezogen werden, selbst wenn sich die Verwendung fossiler Brennstoffe im Energieausweis eines Gebäudes deutlich ungünstiger auswirkt. Bei einem Plusenergiehaus ist hingegen nur die Nutzung regenerativer Energien gestattet. Während also alle anderen Begriffe den Grad der Energieeinsparung angeben, ist das Ziel hier die Klimaneutralität.

Plusenergiehaus – ein neuer Trend?

Das Plusenergiehaus liegt im Trend der aktuellen klimapolitischen Entscheidungen. Das kürzlich verabschiedete Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) soll die Klimaneutralität aller Bauwerke in Deutschland bis 2050 erreichen. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet das Förderprogramm "KfW-40-Plus" an, um Bauvorhaben zu fördern, die stromerzeugende Geräte auf Basis von erneuerbaren Energien berücksichtigen.

Aufgrund dessen könnte man annehmen, dass es sich bei dieser Bezeichnung um eine junge Wortschöpfung handelt. Weit gefehlt: Das erste Haus dieser Art wurde vom Architekten Rolf Disch bereits im Jahre 1994 entworfen und als sogenanntes Heliotrop in Freiburg errichtet. Obwohl der Begriff Plusenergiehaus als Markenrecht eingetragen ist, taucht er auch immer wieder in anderer Schreibweise, beispielsweise in der Variante Plus-Energie-Haus, auf.

Gebäudetechnische Anforderungen an das Plusenergiehaus

Das Plus beim Plusenergiehaus bedeutet, das Haus erzeugt mehr Energie, als es verbraucht. Dadurch denken viele, dass sich diese Form der Nachhaltigkeit auch finanziell rentiert. Dennoch kann nicht jedes Einfamilien- oder Doppelhaus zu einem Plusenergiehaus werden, denn die Energieeinsparung ist nicht nur eine Frage der Dämmung oder Haustechnik. Es sind mehrere Faktoren, die zusammenwirken. So sollte ein Plusenergiehaus am besten als solches geplant und gebaut werden, Sanierung und Umbau sind kaum möglich. Schließlich zählt auch die Lage bei Plusenergiehäusern - wenn auch anders, als gedacht. 

Das Plusenergiehaus soll besonders umweltfreundlich sein und wird daher zum größten Teil aus recyclebaren Materialien geschaffen, die bei einem Abbau des Hauses erneut verwendbar wären. Zudem soll durch eine besonders dichte und exzellent gedämmte Gebäudehülle soll möglichst viel von der Energie eingespart werden, die das Haus im Überfluss produziert. Auch, wenn es nicht an eine bestimmte Heiztechnologie gebunden ist, entscheiden sich viele Bauherren für erneuerbare Energien, wie etwa Wärmepumpen, die von fossilen Brennstoffen wie Öl und auch Gas unabhängig sind. 

Ein Plusenergiehaus wird mithilfe zusätzlicher Technik gelüftet. Die Wohnraumlüftung kühlt dabei nicht etwa das Haus, sondern nutzt eine Wärmerückgewinnung zur Energieerzeugung. Das verbessert zudem das Raumklima und spart Betriebskosten für die Heizanlage ein. 

Für ein Plusenergiehaus eignet sich auch ein Smart Home-System, welches Einstellungen an Heiztechnik, Lüftung oder Fenstern selbstständig optimieren kann, um eine noch bessere Energieeinsparung zu erzielen.

Um tatsächlich mehr Energie zu erzeugen, als verbraucht wird, nutzt das Plusenergiehaus verschiedene bereits bekannte Konzepte:

  • Optimale Dämmung dank bester, recyclebarer Dämmmaterialien
  • Lüftungsanlage für Frischluft und Wärmerückgewinnung
  • Dreifachisolierverglasung für Fenster
  • Einsatz von LEDs für Beleuchtung, etc.
  • Energiegewinnungsmodule (Photovoltaik)
  • Kompakte Bauform
  • Gute Auswahl des Standorts
  • Optimale Ausrichtung des Hauses nach Sonnenverlauf

Dank dem Gebäude-Energie-Gesetz müssen bei der Planung eines Hauses gewisse Vorschriften bei der Energiebilanz beachtet und erfüllt werden. Dennoch unterscheiden sich Null-, Niedrig- oder Plusenergiehäuser deutlich von den Standard-Bauwerken. Bereits in Niedrigenergiehäusern wird mit einer energiesparenden Bauweise nur wenig Energie verbraucht. Das Nullenergiehaus weist sogar eine neutrale Energiebilanz auf und verbraucht unter normalen Umständen keine zusätzliche Energie.

Beim Plusenergiehaus wurde die Außenhülle in Kombination mit der Haustechnik nochmals optimiert. Verbaut werden in den meisten Fällen Fenster mit Dreifachisolierverglasungen und Energiegewinnungsmodule, wie etwa Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Plusenergiehäuser fallen bereits optisch durch ihre kompakte Bauweise auf, denn umso weniger Außenhaut der Witterung ausgesetzt ist, desto geringer ist der Wärmeverlust an den Außenwandflächen. 

Das Plusenergiehaus wird bereits vor seinem Bau energiesparend geplant. Das bedeutet auch, dass es auf dem Grundstück so platziert ist, dass es die Sonneneinstrahlung den ganzen Tag über optimal nutzen kann. Schlafzimmer liegen typischerweise an der Nordseite, die Küche ist im Osten gut aufgehoben und das Wohnzimmer im Westen. Zusätzlich zur klimaoptimierten Planung der Innenräume werden zum Energie sparen LED-Beleuchtungen, sparsame Fußbodenheizungen und energieeffiziente Haushaltsgeräte genutzt.

Die gesamte Gebäudetechnik ist das Herz des Plusenergiehauses. Sie beruht auf einem durchdachten Energiemanagementsystem (EnMS), das mit Komponenten aus der Hausautomation umgesetzt wird. Für die Energieerzeugung wird eine der unten aufgelisteten Haustechnik-Geräte installiert. Eine intelligente Vernetzung übernimmt die Stromverteilung auf dem Grundstück. Über eine zentrale Steuerung wird der Strom den Aufgaben im und um das Plusenergiehaus zugeteilt. Das können beispielsweise die Beleuchtung, die Warmwasserbereitung, der Betrieb der Heizungsanlage, der Computer oder andere elektrische Geräte im Haushalt sein. Voraussetzung für den energieeffizienten Eigenverbrauch ist ein Stromspeicher. Damit lässt sich ein jährlicher Eigenverbrauch von 60 Prozent der gewonnenen Energie erreichen.

Für die Energieerzeugung in Plusenergiehäusern werden genutzt:

  • Photovoltaikanlagen
  • Kraft-Wärmekopplungsanlagen mit Betrieb aus 100 % erneuerbaren Energien
  • Kleine Windkraftanlagen nach DIN V 18599-9
  • Kombinationen dieser Technologien 

Das Plus an Solarstrom aus dem Plusenergiehaus beläuft sich auf etwa 1.500 bis 3.000 Kilowattstunden im Jahr. Bei einer Förderung betragen die Mindestanforderung für den jährlich zu erzeugenden Stromertrag laut KfW 500 kWh/a pro Wohneinheit plus 10 kWh/a pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Erneuerbare Energielieferanten, wie die Photovoltaikanlagen, erwirtschaften Jahreserträge um die 1.000 Kilowattstunden pro kW Nennleistung. 

Je nach Größe der Anlage und bei optimaler südlicher Ausrichtung und gutem Wirkungsgrad könnten theoretisch jährlich einige tausend Euro an Einspeisevergütung gewonnen werden. Bei weniger sonnigem Wetter und einem Standort auf recht unverbautem Land eignet sich eine kleine Windkraftanlage auf dem Dach des Plusenergiehauses. Sie würde sich theoretisch rechnen, wenn mindestens die Hälfte des Jahresertrags als Eigenverbrauch verbucht wird.

Wird mehr Energie erzeugt als verbraucht, kann das Plusenergiehaus den überschüssigen Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Bei zu viel produziertem Strom, der im Haus nicht genutzt und auch nicht gespeichert werden kann, regelt die Steuerungsanlage auf Wunsch und je nach Einstellung automatisch die Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz. Plusenergiehäuser mit Photovoltaikanlage können sogar die Batterien von E-Autos, E-Bikes und E-Rollern über die hauseigene Solaranlage aufladen. Über Nacht ist das Fahrzeug wieder einsatzfähig und dennoch wird "Plusenergie" erzeugt.

Welche Mehrkosten kommen auf Bauherren eines Plusenergiehauses zu?

Kostenvergleich: Plusenergiehaus vs. Massivhaus nach GEG

Ein Standard-Haus, gebaut nach den Vorschriften des Gebäude-Energie-Gesetzes, und ein Plusenergiehaus unterscheiden sich nicht nur durch Unterschiede in der Bauweise und dem daraus resultierenden Energieverbrauch. Deutliche Differenzen gibt es auch bei den Baukosten. Für die gehobenen Anforderungen an die Konstruktion und die Dämmung des Gebäudes in Kombination mit der fortschrittlichen Haustechnik müssen Bauherren eines Plusenergiehauses tief in die Tasche greifen.

Was kostet ein Plusenergiehaus (mehr)?

Wenn ein Haus die Zertifizierung als „Plusenergiehaus“ bzw. als „Effizienzhaus Plus“ erhalten soll, sind damit bestimmte Auflagen verbunden. Diese werden vom Bundesministerium für Inneres, Bau und Heim genauestens vorgegeben und deren Umsetzung ist an mögliche Fördergelder gebunden. Fast jede der genannten Auflagen verursacht Mehrkosten:

Die Wärmedämmung erfolgt bei einem Plusenergiehaus mit Materialien, die die im Haus befindliche Wärme optimal halten können. Insbesondere die Fassade, die Hauswände, der Keller und das Dach sind für die Dämmung wichtige Bereiche. Auch die Rahmen der Fenster und Außentüren erfordern höhere Dämm-Anforderungen als in einem Standard-Haus. Gleiches gilt für die Bodenplatte. Auch das Innere des Plusenergiehauses wird gedämmt, vorrangig mit Phasenwechsel-Materialien (PCM). Generell werden zur Dämmung Materialien genutzt, die recycelbar sind oder im Falle eines Abbaus des Hauses erneut für den Hausbau verwendet werden können. Schon allein aufgrund dessen entstehen Mehrkosten. Ein Standard-Massivhaus ist bereits aufgrund der verwendeten Materialien zum Mauern (Ziegel, Porenbeton, etc.) so gut gedämmt, dass Fassade oder Hauswände zum Teil keine weitere Dämmung benötigen.

Eine Anlage zur Gewinnung von Frischluft und Rückgewinnung der Wärme ist in einem Plusenergiehaus aufgrund der starken Dämmung auf jeden Fall ein Muss. Welche Anlage man dabei einbaut, ist von der Größe des Hauses abhängig. Es gibt sogar mittlerweile sogar Lüftungsanlagen, die aus der Abluft des Plusenergiehauses neue Energie gewinnen. In einem Standard-Massivhaus reicht eine de-/zentrale Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung.

Ein Plusenergiehaus hat immer zahlreiche, große Fenster, da diese dabei helfen können, Energiekosten zu sparen. In den Übergangsjahreszeiten fangen sie aufgrund ihrer Größe jede Menge Wärme ein, welche dank der Extra-Dämmung im Haus bleibt. Für eine bessere Wärmedämmung kann es sinnvoll sein, statt einen anderen Baustoff als Kunststoff auszuwählen. Aluminium-Fenster, zum Beispiel, halten die Wärme besser im Inneren des Hauses, sind allerdings teurer als Kunststofffenster. Die besten Dämmeigenschaften haben Holzfenster.

Hier sollte bei einem Plusenergiehaus nicht gespart werden. Die Module zur Energiegewinnung machen das Haus und seine Vorteile schließlich aus! Der Preis dafür variiert je nach Leistung und Größe der ausgewählten Anlage und lässt sich nur schwer verallgemeinern. Bei einigen Plusenergiehaus-Anbietern sind die Module zur Energiegewinnung schon im Preis inklusive, sodass keine zusätzlichen Mehrkosten anfallen.

Wer das Plus an Energie, welches von einem Plusenergiehaus produziert wird, nicht ins öffentliche Stromnetz einspeisen will, kann es zum Aufladen von E-Autos, E-Bikes oder E-Rollern nutzen. Allerdings dauert das Laden an der Haushaltssteckdose nicht nur sehr lang, sondern birgt das Risiko von Kurzschlüssen und Kabelbränden. Der Grund: Normale Leitungen sind nicht für einen Dauerladevorgang dieser Art ausgelegt. Wer trotzdem sein E-Auto zuhause laden möchte, der kann beim Bau entweder auf die Verwendung von Starkstromkabeln zurückgreifen oder er investiert in eine sogenannte Wallbox, die ein sicheres Laden möglich macht.

Weiß man von Anfang an, dass man ein Effizienzhaus Plus bauen möchte, sollte man dies bei der Grundstückssuche beachten. Wichtig ist eine ideale Platzierung des Hauses, sodass ein optimaler Sonnenverlauf und viele Sonnenstunden im Jahr garantiert sind. Das erschwert die Suche nach dem richtigen Bauplatz zusätzlich. Und: Der Platz in der Sonne kann unter Umständen auch ein paar Euro pro Quadratmeter mehr kosten. 

Ein Kostenfaktor, der gerne vergessen wird, sind die Baunebenkosten. Diese steigen, ähnlich wie die Baupreise, aufgrund des Baubooms und können durch die hohen Extra-Anforderungen eines Plusenergiehauses noch höher ausfallen als bei einem Standard-Haus. Im Standard kann man hier allgemein mit Kosten von 15-20 % der gesamten Bausumme rechnen.

Hier sind die Mehrkosten, die beim Bau eines Plusenergiehauses entstehen, detailliert aufgelistet.

Die Mehrkosten amortisieren sich

94.000 Euro Mehrkosten für ein Plusenergiehaus sind ein ziemlicher großer Berg, vor allem, wenn es um die Finanzierung des energieeffizienten Gebäudes geht. Dennoch hört man immer wieder: 

Die höheren Baukosten schrumpfen durch die staatlichen Förderungen und der übrigbleibende Rest amortisiert sich im Verlauf der Jahre. Schließlich ist das Wohnen, beziehungsweise das Heizen, in einem Plusenergiehaus günstiger als in einem Standard-Haus.

Stimmt das? – Hier ein Rechenbeispiel

Das Leben in einem Standard-Haus:

Beheizt man ein schüsselfertiges Einfamilienhaus nach GEG mit einer normalen Ausstattung und etwa 150 Quadratmeter Wohnfläche mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (6kW) kommt man bei durchschnittlichen 2.000 Heizstunden pro Jahr auf einen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom, welche abhängig vom Tarif rund 1.000 Euro kosten. Dazu kommen noch die Kosten für die Warmwasseraufbereitung und anfallende Wartungsarbeiten. Insgesamt gibt man so jährlich etwa 2000 Euro für Strom, Heizung und Warmwasser aus.

Das Leben im Plusenergiehaus:

Im Plusenergiehaus fallen im Idealfall keine Kosten für Warmwasser und Heizung, unter Umständen aber auch für Strom, an. Wie funktioniert das? Die Photovoltaik-Anlage produziert in ausreichender Menge das ganze Jahr über die Energie, die der Betrieb der Heizung benötigt. Auch die Warmwasserbereitung erfolgt mit Solarenergie. Im Keller oder in einem Hauswirtschaftsraum befindet sich ein großer Energiespeicher. Dieser arbeitet ähnlich wie ein Akku. Der Strom, den die Anlage im Überfluss produziert, lässt sich dort dauerhaft speichern und bei Bedarf abzapfen. Sollte also die Anlage in der dunklen Jahreszeit nicht ausreichend Strom liefern, erfolgt die Energiegewinnung durch den Speicher.

Für den Fall, dass die Leistung der Anlage nicht ausreicht, schließt der Hausbesitzer einen Vertrag mit einem Energiedienstleister ab. Hier liegen die jährlichen Stromkosten bei maximal 500 Euro. Anfallende Wartungsarbeiten der technischen Anlagen sind aufgrund der Anzahl und Komplexität der Anlagen höher als in einem Standard-Haus. Insgesamt kann man so gegenüber einem Standard-Haus jährlich etwa 1.000 -1.500 Euro einsparen.

Außerdem: Wer in einem Plusenergiehaus tatsächlich ein Plus an Energie produziert und dieses in das öffentliche Energienetz einspeisen will, um sich so noch etwas dazu zu verdienen, wird merken, dass es sich kaum noch lohnt. In den letzten Jahren ist die Vergütung der Einspeisung rapide gesunken. Im Oktober 2020 bekam man je nach Nennleistung der Photovoltaikanlage gerade mal 6,59 ct pro kWh (PV Anlagen über 40 kWp) bis 8,64 ct pro kWh (PV-Anlagen bis 10 kWp).

Nun gilt es also Mehrkosten in Höhe von 94.000 Euro zu amortisieren. Zunächst kann man dank staatlicher Förderung bis zu 30.000 Euro gutmachen. Die restlichen 64.000 Euro rechnet man den jährlichen Einsparungen der Energiekosten von 1.000-1.500 Euro gegen.

Das Fazit: Unterm Strich rentiert sich ein Plusenergiehaus also erst nach etwa 43-64 Jahren. Ob man in einem solchen Fall noch mit der Rentabilität eines Hauses werben kann, ist fraglich.

Das Plus an Energie und Baukosten der Umwelt zuliebe

Ob das Plusenergiehaus wirklich so umweltschonend ist, wie immer behauptet wird, ist fraglich.

Heutzutage, in Zeiten des Klimawandels, heißt es: Je energieeffizienter das Haus, desto besserer für die Umwelt. Und das ist wichtig - schließlich sind Gebäude für rund ein Drittel aller Treibhausemissionen in Deutschland verantwortlich. Hier scheint das Plusenergiehaus durch die Nutzung erneuerbarer, selbsterzeugter Energie und den Einsatz umweltverträglicher, zum Teil sogar recyclebarer Materialien und nachhaltiger Verarbeitungsmethoden beim Bau richtig zu punkten. Doch können Bauherren eines Plusenergiehauses wirklich ein beruhigtes, grünes Gewissen haben?

Wohl kaum! Der erste Kritikpunkt ist die Dämmung der Plusenergiehäuser. Hier werden die hohen Dämmwerte mit dem Einsatz von vielschichtigen Verbundmaterialien erkauft. Diese sind nicht nur um einiges teurer als die im Standard verwendeten Dämmmaterialien, sondern haben auch kaum einen Nutzen für den Klimaschutz. Wie ein Artikel des Focus Magazins berichtete, sind seit 2010 eine halbe Billion Euro in die Dämmung von Gebäuden geflossen, dabei sei der Effekt auf den Klimaschutz kaum messbar. Viel schlimmer noch: Der CO2- Ausstoß sei im Gebäudesektor zuletzt sogar wieder gestiegen. Als Fazit sind die Experten sich einig: Energetische Häuser führen nicht automatisch zu weniger CO2. Also wäre es sinnvoller, das Geld lieber anderweitig zu investieren - zum Beispiel statt der Überdämmung von Gebäuden, doch lieber den Austausch von Ölheizungen zu fördern.

Der zweite Kritikpunkt: Trotz umweltschonender, recyclebarer Materialien geht es auch beim Plusenergiehaus nicht ohne Beton. Wie auch ein Standard-Haus steht ein Plusenergiehaus klassischerweise auf einer Bodenplatte aus Beton, deren Herstellung nicht sehr klimafreundlich ist. Das eigentliche Problem ist allerdings der Zement, welcher mit Wasser kombiniert ein gutes Bindemittel für Sand und Kies ergibt. Dabei entstehen weltweit nicht nur gut 4 Milliarden Tonnen CO2 im Jahr, sondern es kommt auch zum Massenverbrauch von den Naturressourcen Sand und Kies. Klimafreundlichere Alternativen sind bisher Fehlanzeige! Also damit zu werben, dass alle verwendeten Materialien eines Plusenergiehaus umweltfreundlich und sogar recyclebar sind, ist schlichtweg falsch. Einige Baustoffe, wie Beton, sind bisher nicht mit umweltfreundlicheren Alternativen wie Holz ersetzbar. 

Fazit: Es scheint, sie sind eigentlich nicht so umweltfreundlich, wie Hausanbieter ihre Plusenergiehäuser immer verkaufen! Man sollte daher nicht allein aus Liebe zur Umwelt die teuren Mehrkosten auf sich nehmen. Wer trotzdem energieeffizient bauen will, ohne dabei ein Vermögen auszugeben, der findet bei Town & Country Haus gute und bezahlbare Alternativen.

Alternativen zum Plusenergiehaus

Wenn schon energieeffizient bauen, dann bezahlbar für den Normalverdiener!

Energieeffizientes Bauen ist und bleibt eine gute Sache, aber die hohen Mehrkosten schrecken vor allem Normalverdiener ab. Hat man die Wahl ob man 15-20 Jahre ein Standard-Haus nach Gebäude-Energie-Gesetz-Vorgaben oder 20-30 Jahre lang ein Plusenergiehaus abbezahlen möchte, fällt vielen die Entscheidung nicht schwer – Energieeffizienz hin oder her. Eine günstigere, aber dennoch energieeinsparende Alternative ist das KfW-Effizienzhaus 55. Bei dem richtigen Hausanbieter können Mehrkosten für den Bau eines solchen Hauses sogar entfallen. 
 

Im Allgemeinen sind KfW Effizienzhäuser energiesparende Gebäude, für die zwei Kriterien entscheidend sind. Zum einen ist es wichtig, wie hoch der Gesamtenergiebedarf der Immobilie ist, welcher als Primärenergiebedarf angegeben wird. Zum anderen stellt sich die Frage, wie gut die Wärmedämmung der Gebäudehülle ist, was den Transmissionswärmeverlust ausmacht. 

Die Kategorien, in denen die KfW-Effizienzhäuser eingeteilt werden, richten sich nach den unterschiedlichen KfW-Effizienzhaus-Standards. Dabei gibt die Zahl den Wert des Eigenbedarfs der Immobilie an, nachdem sich auch die Höhe der Förderung richtet. 
Ein KfW-Effizienzhaus 55 benötigt daher nur 55% der Primärenergie eines Standards-Hauses nach GEG-Vorgaben und hat einen 30 % besseren baulichen Wärmeschutz (Transmissionswärmeverlust: 70 %).

Ähnlich wie beim Plusenergiehaus, stellt man auch an das KfW Effizienzhaus höhere Ansprüche, um die gewünschte Energieeffizienz zu erreichen. Dabei greift man auf bauliche und technische Maßnahmen aus den Bereiche Heizung, Lüftung und Dämmung zurück. Wichtige Punkte sind dabei, eine gleichmäßig über die Gebäudehülle verteilte Wärmedämmung und eine auf erneuerbare Energien verlagerte Anlagentechnik, wie z.B. die Nutzung von Wärmepumpen, der Einsatz von Solarenergie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung oder den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Natürlich müssen nicht alle Maßnahmen umgesetzt werden. Welche schließlich in Frage kommen, geht aus einem individuell auf das Eigenheim zugeschnittenen, energetischen Gesamtkonzept hervor.

Die Kreditanstalt für den Wiederaufbau fördert maximal 120.000 Euro mit 15 % Tilgungszuschuss. Maximal wären das 18.000 Euro. Allerdings entstehen auch beim KfW Effizienzhaus 55 Mehrkosten, die nicht komplett mit der Fördersumme abgedeckt werden können. Auch hier müssen sich Bauherren, ähnlich wie beim Plusenergiehaus, auf eine höhere Bausumme als bei einem Standard-Haus nach GEG-Vorgaben einstellen. Es sei denn, man wählt den richtigen Massivhausanbieter: Town & Country Haus hat für alle, die energieeffizient bauen wollen, eine gute Alternative im Hauskatalog.

Das Edition Clever 138+ als KfW Effizienzhaus 55 kommt als Alternative zum Plusenergiehaus in Frage.

Das Edition Clever 138 + als KfW55-Haus – mit dem Plus an Inklusivausstattung

Town & Country Haus kombiniert seit Ende 2020 energieeffizientes Bauen mit einer umfangreichen Hausausstattung! Mit dem Edition Clever 138+ können Bauherren ein KfW Effizienzhaus 55 bauen und müssen für die erhöhten, energetische Anforderungen keine teuren Mehrkosten zahlen, da diese im Standard von Town & Country Haus enthalten sind. 

Aber nicht nur das! Bauherren profitieren auch von einer einzigartigen Inklusivausstattung: Rollläden im Erdgeschoss, eine Fußbodenheizung im gesamten Haus, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Frischluftautomatik gehören ebenfalls zum Standard des Edition Clever 138+. 

Eine etwa 131 Quadratmeter große Wohnfläche bietet jede Menge Wohnkomfort. Der Grundriss des Hauses ist klassisch-modern: an einen offen gestalteten, großzügigen Wohn- und Essbereich grenzt eine Küche, in der auf Wunsch auch genügend Platz für eine Sitzmöglichkeit wäre. Im Dachgeschoss findet man neben einem Master-Bad 3 weitere Räume, die je nach Vorstellungen der Bauherren als Schlaf- oder Aufenthaltsräume nutzbar sind.

Das Edition Clever 138+ gibt es zudem in einer 4- oder 5-Zimmer-Variante. Bei letzterer entsteht ein zusätzlicher Raum im Erdgeschoss, welcher als Gäste-, Kinder- oder Arbeitszimmer genutzt werden kann. 

 

Hier können Sie mehr zum Clever 138+ erfahren!

Denk an das grüne Gewissen und bau doch lieber Standard!

Wer nicht warten will, bis sich sein Plusenergiehaus nach 80 Jahren rentiert hat und für wen auch kein KfW Effizienzhaus 55 in Frage kommt, der kann auch einfach ein Massivhaus nach den Anforderungen des Gebäude-Energie-Gesetzes bauen. Bereits seit 2002 müssen auch Bauherren und Eigenheimsanierer von Standard-Gebäuden strikte Anforderungen in Bezug auf Wärmedämmung im Hinblick auf die Energieeinsparung beachten. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben sich die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV kontinuierlich gesteigert. Zum 01.November 2020 werden die aktuell bestehenden Gesetze und Verordnungen vom Gebäude-Energie-Gesetz zusammengefasst. Warum beim Bau eines Hauses nach GEG das grüne Gewissen und die Energieeffizienz des eigenen Zuhauses gar nicht leiden müssen, erklären wir Ihnen hier!

Am 01. November 2020 wurde die bisher gültigen Energieeinsparverordnungen und -gesetze durch das Gebäude-Energie-Gesetz (kurz: GEG) abgelöst. Das GEG vereint somit das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Energieeinsparverordnung 2016 sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz unter einem einheitlichen Regelwerk mit neuer DIN-Norm. Das neue GEG gilt für alle Neubauprojekte, deren Bauantrag ab dem 01. November 2020 eingereicht wurde.

Primär geht es im neuen Gebäude-Energie-Gesetz um die Verpflichtungen, die Eigentümer in Bezug auf die regierungsbeschlossenen Klimaziele einhalten müssen. Die Nutzung erneuerbarer Energien und die damit einhergehende Verringerung des CO2-Ausstoßes sind feste Bestandteile der Verordnung. Bei Neubauten sind die Richtwerte der Energieeffizienz strikt vorgeschrieben und setzen voraus, dass das Ein- oder Zweifamilienhaus mit einer entsprechenden Dämmung erbaut wird. Auch der prozentuale Anteil der Heizung und Warmwasseraufbereitung mit erneuerbaren Energiequellen ist im neuen GEG klar geregelt. Für Bauherren heißt das, dass alle Auflagen nach DIN 4108-2 für den Mindestwärmeschutz einzuhalten und zu erfüllen sind. 

Fazit: Alle Massivhäuser von Town & Country Haus, die nach Anforderungen des GEG gebaut werden, sind ausreichend energieeffizient! Bauherren eines Town & Country Massivhauses brauchen also kein schlechtes, grünes Gewissen haben, sondern können sich sicher sein, dass sie vor allem wirtschaftlich bauen: ausreichend energieeffizient, aber dennoch bezahlbar!

Gute und bezahlbare Massivhaus-Alternativen von Town & Country Haus

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