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Die Tiny House Inneneinrichtung

Aus wenig viel machen - Wie man den kleinen Platz optimal nutzt

Tiny Houses liegen im Trend und begeistern immer mehr Menschen mit einem einzigartigen Wohnkonzept. Wer sich allerdings ein eigenes Tiny House anschaffen möchte, sollte sich durchaus auch mit dem Thema der Inneneinrichtung beschäftigen. Denn hier gibt es erhebliche Unterschiede, die sehr häufig das Lebensgefühl in einem solchen Haus beeinflussen können.

Eine platzsparende, kompakte Einrichtung muss nicht immer karg sein. Mit der richtigen Inneneinrichtung kann es im Tiny House auch gemütlich werden.

Verschiedene Varianten des Tiny House im Überblick

Der Begriff Tiny House ist nicht geschützt, sodass viele unterschiedliche Varianten unter diesen Oberbegriff fallen können. Unterschieden wird vor allem zwischen mobilen Lösungen und solchen, welche fest an einem Ort installiert werden. Diese Unterscheidung ist wichtig, da mit ihr unter anderem Teile des Wohnkomforts beeinflusst werden. Ein stationäres Haus an einem Ort bedeutet in der Regel sowohl den Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz, als auch eine geregelte und sichere Stromversorgung. Mobile Lösungen hingegen setzen auf höchste Flexibilität und sind bereits in der Inneneinrichtung nicht auf diese Anschlüsse und Anschlussmöglichkeiten angewiesen.

Die Inneneinrichtung beim Tiny House - Minimalismus als Konzept

Das grundsätzliche Konzept bei Tiny Houses ist der Minimalismus. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse, denn die meisten Tiny Houses haben nur zwischen 15 und 40 Quadratmeter Wohnfläche, müssen Möbel und auch die eigenen Habseligkeiten auf ein Minimum beschränkt werden. Wer sich also Gedanken um die eigene Inneneinrichtung macht, sollte immer bedenken, dass sowohl die Wohnfläche als auch der Stauraum in einem solchen Tiny House deutlich eingeschränkt sind. Es müssen Lösungen gefunden werden, welche sowohl dem Wohnkomfort, als auch den persönlichen Bedürfnissen dienen.

Viel Platz hat man in einem Tiny House Badezimmer nicht. Bildquelle: instagram.com/livingbiginatinyhouse
Mit cleveren Ideen schafft man genügend Stauraum und funktionale Möbel. Bildquelle: pinterest.de/jakadecor
Ein Ofen im Tiny House kann im Winter für kuschlige Wärme sorgen. Aufgrund der Hausgröße reicht ein kleines Exemplar.

Tiny Houses mit oder ohne Wasseranschluss

Der Wasseranschluss spielt bei Tiny Houses eine wichtige Rolle, denn er entscheidet unter anderem darüber, wie viel Platz im Innern des Hauses für die Wasserversorgung vorgehalten werden muss. Ist ein Wasseranschluss vorhanden, können Badezimmer und auch Kochbereich meist mit wenig Platzaufwand mit dem notwendigen Wasser versorgt werden. Ohne eine solche Lösung muss ein Wassertank verbaut werden, der kostbaren Platz wegnimmt und den Wohnraum verkleinert.  Zudem müssen entweder Pumpen oder die Schwerkraft für den Wassertransport sorgen. Ein mobiles Haus ist somit in seinem Platz nochmals deutlich beschränkter, da viele platzsparende Lösungen nicht eingesetzt werden können. Einzig durch vollkommenen Minimalismus, also durch eine Wasch- und Spülschüssel und Wasser aus Flaschen oder Kanistern, kann der Platz für eine komfortablere Inneneinrichtung gezielt vergrößert werden.

Toilette und Waschmöglichkeiten im Tiny House

Mit Wasser und Abwasser entscheidet sich auch die Frage nach der persönlichen Hygiene in einem solchen Haus. Wer sein Tiny House fest installiert, versucht häufig nicht auf eine eigene Toilette mit Waschmöglichkeit zu verzichten. Ist das Haus allerdings mobil oder soll der Platz möglichst effizient genutzt werden, sind vor allem Komposttoiletten besonders beliebte Lösungen. Diese nehmen nur wenig Raum ein, können sehr einfach betrieben werden und sind vor allem unabhängig von einem vorhandenen Wasser- oder Abwasseranschluss.

Tiny Houses mit Ofen, Kamin oder Heizung

Werden Tiny Houses über das ganze Jahr hinweg genutzt, spielt im Winter auch die Wärme eine wichtige Rolle. Darunter fällt zum einen die Dämmung bei den Tiny Houses, welche vor allem bei günstigen Angeboten nur sehr moderat ausfällt, aber auch die verschiedenen Heizmöglichkeiten. Wird das Gebäude ohne einen eigenen Stromanschluss betrieben, kann die Wärme also nicht elektrisch erzeugt werden. Offenes Feuer in einem Tiny House ist nicht nur ein Fall für den Brandschutz, sondern auch der Gesundheit nicht sonderlich zuträglich. Dennoch gibt es Lösungen mit eigenen Kaminen oder Öfen, welche für die notwendige Wärme sorgen. Diese sollten allerdings von einem Fachmann verbaut und regelmäßig kontrolliert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Ofen die Gesundheit der Bewohner nicht gefährdet und der Rauch sicher und gefahrlos abziehen kann. Dank der geringen Größe der meisten Tiny Houses sind schob kleine Öfen ausreichend, um die gesamte Wohnfläche sicher zu beheizen.

Luxus im Tiny House? Eine seltene Variante

Selbstverständlich gibt es auch Luxus beim Tiny House. Schließlich nutzen viele Menschen diese neuen Wohnkonzepte nicht nur, um das eigene Leben zu verändern, sondern setzen auch gerne auf sie als Feriendomizile. Dementsprechend lässt sich ein solches Gebäude auch äußerst luxuriös einrichten. In der Regel sind diese Varianten allerdings sehr teuer, da alle Einrichtungsgegenstände maßgenau angefertigt oder zumindest eingepasst werden müssen. Wer über das notwendige Kleingeld verfügt, kann sein Haus auch auf engstem Raum mit allem erdenklichen Luxus ausstatten lassen. Selbst eine eigene Sauna ist bereits in Tiny Houses erfolgreich integriert worden. Vor allem dort, wo beim Bau des Tiny House keine Beschränkungen nach oben gibt, kann die Wohnfläche oftmals künstlich vergrößert werden, ohne dass sich die Grundfläche des Gebäudes ändert. Diese Varianten sind allerdings in der Regel äußerst kostenintensiv und es ist strittig, inwiefern sich ein solches Gebäude noch unter dem Begriff der Tiny Houses subsumieren lässt.

Probewohnen im Tiny House - sich selbst prüfen

Wer sich ein Tiny House kaufen möchte, sollte dies auf jeden Fall ausprobieren. Die Vorstellung vom Wohnen auf kleinem Raum deckt sich sehr häufig nicht mit der Realität. Umso besser, das Ganze einmal auszuprobieren, bevor man Erspartes zum Fenster raus wirft. 

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten in unterschiedlichen Tiny Houses Probe zu wohnen und das Wohnkonzept einmal selbst zu erleben. Dabei können die unterschiedlichen Wohnstile und auch Komfort-Ebenen getestet werden, damit jeder feststellen kann, welche Inneneinrichtung beim eigenen Tiny House in Frage kommt und wo die Grenzen liegen. Jeder Mensch hat andere Vorstellungen und Grundbedürfnisse, die er gerne erfüllt sehen möchte. Während der oder die eine gerne ein vollständiges und hochwertiges Bett ihr Eigen nennt, sind für andere eine echte Toilette und eine Dusche unverzichtbar.

Klein, aber oho - so wächst das Tiny House von innen über sich hinaus

Ein Beispiel für eine moderne Inneneinrichtung eines Tiny Houses.
Bildquelle: pinterest.de/dorisleslieblau

Raum ist mehr als nur eine Zahl, die sich in Quadrat- oder Kubikmetern messen lässt. Bereits vor der eigentlichen Inneneinrichtung gibt es wichtige Dinge zu beachten, vor allem dann, wenn das Tiny House für 4 Personen zur Heimstätte werden soll. Durch großflächige Fenster und helle, ununterbrochene Flächen wirken Räume optisch größer und luftiger. Auch starke Kontraste können helfen wie etwa bei dunklen Bodenfliesen im Bad und hellen Wänden. Holzböden oder Wandverkleidungen sollten hell gehalten werden und Deckenlampen als Panels integriert werden. LED-Panels sind auch in Wänden oder als versteckte, indirekte Lichter eine elegante Lichtquelle, die Helligkeit ins Heim zaubert, aber selbst keinen Platz einnimmt. Zu viele Materialien und Farben sollten auf wenig Platz nicht gemischt werden. Eine gewisse Uniformität im Design schafft optischen Platz und lässt das Tiny House so größer wirken.

Allgemein sind Ordnung und Stauraum die größten Freunde des Tiny Houses, denn so lässt sich Platz effizient und ästhetisch ansprechend nutzen. Derzeit voll im Trend, nicht nur beim Tiny House, liegt der Minimalismus. Womöglich getrieben durch eine Überlastung mit Dingen, womöglich inspiriert von Marie Kondo, verabschieden sich viele Menschen gerade von allen Gegenständen, die keine Freudenfunken entzünden. Das funktioniert natürlich besonders gut im Tiny House, wo der Platz eingeschränkt ist. Minimalistischere Einrichtung bedeutet hier ganz einfach mehr Platz zum Entfalten. Zudem entsteht auch optisch Raum. Wenn im Tiny House innen nicht jede Fläche vollgestellt ist, wirkt auch das kleinste Domizil gleich viel größer. 

Raum schaffen, wo keiner ist

Besonders beim Zusammenleben mit Partner/in und Kindern gerät so manches Tiny House an die Kapazitätsgrenze. Ein Tiny House für 4 Personen muss etwa nicht nur genug Raum zum Schlafen für die ganze Familie bieten, sondern braucht auch einen größeren Platz zum Essen und fürs Zusammenleben. Ein dedizierter Küchentisch zum gemeinsamen Speisen aber nimmt viel Platz ein. Lösen lässt sich so etwas im Tiny House eleganter. Küchentische können ganz einfach von der Wand geklappt werden. Gehalten durch Seile oder Ketten ist nur noch eine wandnahe Auflage erforderlich und die kann ebenso gut ein Regal sein. So entsteht gleich noch mehr Stauraum. Die Bank anstelle von Küchenstühlen lässt sich auch dezent an die Wand oder unter den Küchentisch schieben. So entsteht im Tiny House zusätzlicher Raum und genutzt werden die Flächen zum Essen nur dann, wenn auch gegessen wird.

Mit dem Schlafraum ist das natürlich etwas schwieriger. Wenn das Tiny House für 4 Personen ausreichen soll, muss bei einer vierköpfigen Familie Platz für drei Betten geschaffen werden. Betten für Kinder und Einzelbetten finden auch auf tiefen Kommoden Platz, für das große Bett muss es aber ein wenig mehr Raum sein. Eine zweite Etage ist hier ideal, denn der Raum darunter kann etwa zum Arbeiten oder für ein gemütliches Wohnzimmer genutzt werden. Für zusätzliche Privatsphäre kann die Schlafetage verblendet werden. Das funktioniert am besten mit Holzmöbeln.  Im Tiny House für 2 Personen kann darauf natürlich verzichtet werden. Ein kleiner Tipp mit großer Raumwirkung ist der Verzicht auf den Nachttisch. Stattdessen können LED-Nachtlichter bequem wandmontiert werden und auch für Smartphone, Tablet und Roman muss es nicht immer der Nachttisch sein. Eine geschmackvolle Betttasche nimmt deutlich weniger Raum ein. Von minimalistischem Filz bis hin zu kinderfreundlichen Farben bieten diese kleinen Helferlein große Platzlösungen.

Besonders kritisch wird der fehlende Platz im Tiny House oft im Badezimmer. Wenn ein Tiny House für 2 Personen oder mehr genug Raum für alle Badezimmerartikel bieten soll, müssen Lösungen gefunden werden. Das kann die ebenerdige Dusche sein, aber auch eine Wanne kann im kleinsten Bad funktionieren. Wer Regale aufhängt, statt sie aufzustellen, der schafft Stauraum und Platz am Boden. Große Fenster im Tiny Bad sorgen nicht nur für viel Licht, sondern helfen auch beim schnellen Lüften. 

Damit das Tiny House von innen wirklich funktioniert, darf kein Raum verschenkt werden. Regale finden ihren Platz unter Treppen, Schubladen finden Platz unter jeder Tischplatte oder Möbel verwandeln sich. Wer clever aufbewahrt, findet auch im Tiny House genug Raum zum Entfalten. 

Ein Rundgang durch ein Tiny House

Der Industrial Style - robuste Materialien fürs Tiny House

Der Industrial Look ist zwar nicht spezifisch fürs Leben im Tiny House gemacht, aber in der Praxis so funktional, dass er es genauso gut sein könnte. Denn die robusten Möbel aus massivem Holz, die Metallverbindungen und Beton, Ketten und Kanthölzer, all diese Elemente gefallen nicht nur durch ihren industriellen Schick, sondern sind auch stabil. Eine intakte Europalette etwa trägt rund vier Tonnen über ihre Fläche und eine Tonne auf Punkt. Perfekt geeignet für das Grundgerüst eines Bettes mit etwas Stauraum darunter.

Hinzu kommt der Ökologie-Gedanke. Europaletten, Gerüstbohlen und Co. können schließlich günstig aus zweiter Hand besorgt und mit Exzenterschleifer, Öl oder Wachs aufgefrischt werden. Gerade beim kompletten Neubau eines Tiny Houses lässt sich dieser Stil nicht nur recht leicht implementieren, sondern alle notwendigen strukturellen Arbeiten können gleich auf die Einrichtung ausgedehnt werden. Tragende Elemente wie Querbalken können so eine zweite Mini-Etage fürs Hochbett stützen und sind gleichzeitig statisch noch dazu in der Lage, eine eingehängte Palettencouch zu tragen. So viel statische Tragfähigkeit ist aber natürlich nicht zwingend vonnöten, besonders bei industriell angehauchten Tiny Houses entfalten Industrial Style und DIY Design aber ihre volle Wirkung. 

Mehr als nur Ikea - der skandinavische Stil

Auch abseits großer Möbelhäuser wissen die Skandinavier Wohndesign zu schätzen - beim hyggeligen Spiel aus wohliger Atmosphäre, viel Weiß, hellem Holz, scharfen Kontrasten und klaren Formen etwa. Der Hygge-Stil ist ein langlebiger Wohntrend und Lebensstil, sorgt aber selbst im Tiny House für 4 Personen für schlichten Schick und wohnliches Ambiente. Abgerundete Formen sind besonders kinderfreundlich, aber durch die dezente und gleichzeitig moderne Einrichtung wird auch kann auch so manches Tiny House für 2 Personen zum verschlafenen Liebesnest im nordischen Stil werden.

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