Wohlfühloase im eigenen Haus

Gartenteiche: Oase im Garten

Ein Gartenteich bringt Leben hinter das Haus und ist der Traum vieler Hausbesitzer. Schon mit einfachen Mitteln lässt sich diese Oase der Ruhe und Entspannung in den eigenen Garten zaubern.

Es plätschert und murmelt, fließt oder rauscht und verbreitet dabei eine Atmosphäre der Entspannung und des Wohlfühlens: Schon seit Menschengedenken geht vom Wasser eine magische Anziehungskraft aus. Es lädt zum Verweilen ein und erfreut alle Sinne. Daher ist ein eigener Gartenteich der Traum vieler Hausbesitzer, die sich ihre ganz persönliche Oase schaffen möchten. Der Weg zum kleinen Paradies aus Wasser, Pflanzen und Steinen, an dem sich auch Vögel, Frösche und Libellen immer wieder einmal gerne einfinden und sich dann wunderbar beobachten lassen, ist dabei viel leichter als vielfach angenommen.

 

Geeignete Lage

Denn mit etwas Muskelkraft und einer guten Planung ist der Bau eines Gartenteiches eigentlich für jedermann zu bewerkstelligen. Handwerkliches Geschick ist dabei nicht zwingend erforderlich. Ebenso spielt auch die Größe des Gartens keine herausragende Rolle. Viel wichtiger ist es, für den Teich eine geeignete Lage zu finden. In einem kleinen Garten rückt der neue Wohlfühlbereich dann einfach näher an die Terrasse und an das Haus heran. Auf jeden Fall sollte der Teich von der Lieblingssitzecke im Garten gut zu sehen sein, denn schließlich möchte man die Pflanzenpracht und das Spiel des Wassers in vollen Zügen genießen können. Auch Bäume, die sich in der unmittelbaren Nähe der Gartenoase befinden, können dabei stören. Denn herabfallende Blätter bilden Schlamm und können nur mit großem Aufwand wieder vom Grund entfernt werden. Zudem lieben die meisten Wasserpflanzen Sonnenschein. Im Hochsommer sind zwei bis drei Schattenstunden pro Tag ideal, damit das Wasser nicht zu warm wird. Ansonsten verringert sich der Sauerstoffanteil im Wasser und das Pflanzenwachstum wird gehemmt.

Fertigbecken oder Folienteich

Wer seine neue Gartenoase ganz individuell gestalten möchte, für den empfiehlt sich die Anlage eines Folienteiches. Dabei wird zunächst die Erde in mehreren Stufen abfallend entsprechend der gewünschten Teichform ausgehoben. Anschließend werden Steine und spitze Gegenstände, die die Teichfolie beschädigen könnten, entfernt. Eine möglichst breite Ufer- und anschließende Flachwasserzone mindern dabei die Gefahr für Kinder und Haustiere. Überdies trägt eine breite Flachwasserzone maßgeblich zum biologischen Gleichgewicht im Teich bei. Im unmittelbaren Uferbereich ist zudem eine Sumpf- und eine anschließende Feuchtzone für die späteren Böschungspflanzen wichtig. 

Seine maximale Wassertiefe erreicht das Gartenparadies in der so genannten Tiefwasserzone, in der die beliebten Seerosen oder das Laichkraut hervorragend gedeihen. Für Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen ist dabei eine Tiefe von 80 cm ausreichend. Falls Fische im Teich überwintern sollen, empfiehlt sich eine Mindesttiefe von einem Meter. Da in einem kleineren Garten für einen Folienteich oftmals der Platz fehlt, bietet sich in diesem Fall ein Fertigbecken an. Diese verfügen ebenfalls über unterschiedliche Tiefenzonen und sind in verschiedenen Grundformen verfügbar: Im Handel erhältlich sind quadratische, rechteckige, kreisrunde oder nierenförmige Becken. Um die Bepflanzung der Fertigbecken aufzulockern, kann die Randzone noch durch aufgeschichtete Steine erweitert werden. So können Zwischenhöhen angelegt werden, welche die Bepflanzung natürlicher wirken lassen.

Pflanzen und Fische

 

Damit sich eine üppige Pflanzenpracht entwickeln kann, empfiehlt es sich, den Teichboden mit einer dünnen Erdschicht zu bedecken. Besonders geeignet ist dafür spezielle Teicherde, die in gut sortierten Baumärkten oder auch im Fachhandel erhältlich ist. Damit die Erde beim Einlassen des Wassers nicht aufgeschwemmt wird, sollte sie mit Kieselsteinen abgedeckt werden. Dadurch wirkt der Gartenteich insgesamt auch optisch ansprechender. Besonders wichtig für das natürliche Gleichgewicht im Teich sind Unterwasserpflanzen. Sie reichern das Wasser mit Sauerstoff an und verhindern so ungewünschtes Algenwachstum. Empfehlenswert ist es, die Pflanzen in Körben in den Gartenteich einzubringen. Denn die Körbe enthalten in der Regel genügend Nährstoffe, so dass am Boden eine Erdschicht von fünf Zentimetern ausreicht. Wenn alle Pflanzen in den Teich eingebracht sind, ist es endlich soweit: Das Wasser kann eingelassen werden. Dabei empfiehlt es sich bei größeren und tieferen Gartenteichen, das Wasser Stepp by Stepp ins Becken zu lassen. Denn so kann es sich besser erwärmen und die Pflanzen können sich dem Wasserspiegel leichter anpassen. Sind alle Pflanzen angewachsen, können abschließend auch die tierischen Bewohner ihr neues Zuhause beziehen und in den Gartenteich eingesetzt werden.

Schritt für Schritt zum Gartenparadies

Folienteich

  • Teichumrisse markieren und Erde ausheben
  • Mit einem Stampfer den Untergrund verdichten
  • Eine Sandschicht mit einer Stärke von ca. 15 cm einfüllen
  • Teichfolie ausbreiten, diese sollte etwa einen halben Meter über den Teichrand hinausragen
  • Etwas Wasser einlaufen lassen, damit die Folie nachrutschen kann
  • Überstehenden Folienrand eingraben und mit Kieselsteinen bedecken
  • Pflanzen einsetzen
  • Wasser einlaufen lassen 

 

Fertigteich

  • Lage und Umriss der Teichschale markieren
  • Erde entsprechend der Schalenform ausheben, dabei ca. 10 cm mehr Erde ausheben, als für Teichschale notwendig
  • Etwa 10 cm Bausand einfüllen und mit dem Stampfer verdichten
  • Schale einsetzen und mit der Wasserwaage in beide Richtungen ausrichten
  • Etwas Wasser einfüllen, Hohlräume mit Sand auffüllen und mit Wasser schlämmen
  • Vorgang solange wiederholen, bis alle Hohlräume gefüllt sind.

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