Town & Country in Social Media

Instagram Youtube pinterest

DER WINTER HÄLT „EINZUG“: SCHUTZMAßNAHMEN GEGEN DEN WEIß-KALTEN SCHLEIER IM GARTEN

Merklich zieht die kältere Jahreszeit ein. Und zwar nicht nur ins Haus. Vor allem draußen macht sich der Winter hier und da schnell durch ein weißes oder frostiges Gewand bemerkbar. So ist nicht nur im Haus die Heizung hochzudrehen, sondern auch im Garten sind einige Vorkehrungen zu treffen, die der Kälte trotzen und Pflanzen und Co. Schutz bis zum Frühjahr geben.

PFLANZENSCHUTZ UND WELCHE PFLANZEN SICH FÜR DAS GANZE JAHR EIGNEN

Damit die Gewächse im Garten den Winter überstehen, ist natürlich in erster Linie vor dem Kauf darauf zu achten, dass diese den kälteren Witterungsverhältnissen trotzen. Jedoch können diese bei Frost nicht ganz ohne Schutz auskommen. Winterschutz für die Pflanzen bedeutet, dass sie gegen Frost, zu hohe Feuchtigkeit und zu große Trockenheit geschützt werden müssen.

SCHUTZ VON KÜBEL UND GRÜNPFLANZEN

Selbst winterharte Pflanzen, die im Kübel überwintern, brauchen Schutz. Sonst würden Pflanzen wie Rosen, Ziergräser oder Hortensien, die oft in Kübeln gepflanzt werden, erfrieren. Für einen ökologischen Schutz sorgen Bastmatten, Tannengrün, Laub oder Rindenmulch, mit diesen Materialien ist die Erde abzudecken. Zudem ist der Stamm – vor allem bei Palmen – mit einer Matte zu schützen. Und damit die Wurzelballen nicht einfrieren, können Holz oder Styropor unter den Töpfen helfen. Abgestorbene Bestandteile werden von den Pflanzen entfernt, so verlieren diese in der kalten Jahreszeit keine zusätzliche Energie.

Aber nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Kübel müssen vor Frost geschützt. Terrakotta-Kübel neigen zum Beispiel dazu, zu platzen, wenn sich gefrorenes Wasser in der Erde ausdehnt. Die Kübel benötigen in jedem Fall eine ausreichende Isolierung. Zur Isolierung eignen sich zum Beispiel Luftpolsterfolie, Jute-Stoff, Kokos- oder Weidenmatten. Die Materialien werden einfach um den Kübel gewickelt. So wird nicht nur der Kübel geschützt, sondern zudem verhindert, dass die Erde durchfriert.

Da die Pflanzen natürlich auch im Winter zu gießen sind, ist auf einen freien Ablauf zu achten. Dies gelingt durch eine gute Drainage. Generell leiden immergrüne Gehölze schnell an Trockenschäden. Deshalb sind sie bei frostfreier Witterung immer wieder zu gießen. Dagegen sind zum Beispiel mediterrane Kübelpflanzen keiner Dauernässe auszusetzen. Sie sollten regengeschützt platziert werden. Gräser leiden oft unter der Feuchtigkeit im Winter, so sollten die Halme zusammengebunden und der Wurzelbereich mit Reisig abgedeckt werden. So fließt das Wasser nach außen ab und die Pflanzen verfaulen nicht.

GARTENTEICH UND SEINE BEWOHNER WINTERFIT MACHEN

Einige Fische, die sich zur warmen Jahreszeit im Teich tummeln, können auch im Wasser überwintern. Voraussetzung ist unter anderem eine Teichtiefe von 80 bis 100 Zentimetern.

Ein Teich gehört ebenso wie Pflanzen oft zum Garten dazu. Einige Fische können im Teich überwintern. Die passende Versorgung der Teichbewohner hängt vor allem von ihrer Art ab. Also handelt es sich um Aquarien- oder Teichfische? Einige Fische werden speziell für die Haltung im Aquarium gezüchtet. Goldfische können zum Beispiel im Aquarium und im Teich gehalten werden. Jedoch müssen dafür verschiedene Bedingungen erfüllt sein, wie eine Mindestteichtiefe von 80 bis 100 Zentimetern. Umso tiefer der Teich, desto geringer ist die Gefahr, dass das Wasser bei Frost bis zum Boden durchfriert.

Fische, die sich für das Überwintern im Teich eignen, müssen besonders robust und temperaturtolerant sein. Damit sich die Fische wohlfühlen ist es wichtig, dass Teichbesitzer ihren Teich durch verschiedene Maßnahmen auf die kältere Jahreszeit vorbereiten. Der Teich sollte unter anderem immer eine eisfreie Fläche haben. Diese kann mit einem Styroporeinsatz erzeugt werden. Die offene Fläche sorgt dafür, dass Fäulnisgase abziehen, welche die Teichbewohner vergiften können.

Heimischen Teichpflanzen wie Wasserschwertlilien oder Froschlöffel macht der Frost nichts aus. Und auch Seerosen können im Teich bleiben, denn sie schwimmen im frostsicheren Wasser. Frostempfindliche Pflanzen wie Wasserhyazinthen oder Lotusblumen sollten dagegen vor dem Winter ins Haus geholt und in einem Eimer voll Wasser an einem hellen und vor allem frostfreien Ort gelagert werden.

GARTENAUSSTATTUNG VOR FROST SICHERN

Steht vom Sommer noch der Standgrill draußen, ist dieser in den Keller zu bringen. Zudem sollte die Dachrinne von Moos und Laub befreit werden, damit das Regenwasser ablaufen kann. So wird kein Wasserschaden riskiert.

Auch das Wasser im Pool sollte bis unter die Einlaufdüse abgelassen werden. Rohre und Leitungen des Pools sind vollständig zu leeren, damit das Wasser nicht gefriert. Zusätzlich kann dem Poolwasser noch Überwinterungsmittel beigesetzt werden. Die Rohre sind in Gartenhaus oder Keller zu bringen, denn die Kunststoffe sind nicht frostresistent. Neben den Rohren ist zudem die Pumpe von einem vorhandenen Gartenspringbrunnen frostsicher zu verstauen. Der Außenanschluss für Wasser, sollte im Keller abgedreht werden. So wird Frostschäden vorgebeugt.

GARTENGERÄTE VOR ROST SCHÜTZEN

Möbel aus Holz sollten unbedingt drinnen gelagert werden. Besondere Anforderungen an die winterliche Pflege haben unter anderem Möbel aus Buche, Lärche und Fichte.

Die Gartengeräte sind zu reinigen, zu ölen und zu trocknen. Vor allem ist darauf zu achten, dass die gereinigten Geräte, wie Spaten, nicht nass in das Gartenhaus kommen, sonst kann es passieren, dass vorhandene Metallteile Rost ansetzen. Zur Entfernung von Schmutz eignen sich unter anderem Stahlwolle oder eine Drahtbürste. Holzstiele können zudem mit Olivenöl eingerieben werden. Dies schützt die Stiele vor Schimmel und Nässe.

Einige Gerätschaften, wie zum Beispiel der Rasenmäher, der aus verschiedenen Teilen besteht, können ruhig einmal fast komplett auseinandergebaut und die Bestandteile für sich gereinigt werden. Einmal auseinandergenommen, können gleichzeitig Messer nachgeschärft, Ketten gefettet, Scharniere geölt oder altes Motoröl abgelassen werden. Der Rasenmäher benötigt spezielle Pflege.

Gartenmöbel vor Rissen und Schimmel bewahren

Bei den Gartenmöbeln kommt es zunächst darauf an, aus welchem Material sie bestehen. Möbel aus Aluminium- und Edelstahl können draußen stehen bleiben, denn sie rosten nicht. Handelt es sich um beschichtete Eisen- oder Schmiedeeiserne Möbel sollten diese eine hochwertige Beschichtung aufweisen. Ist dies der Fall und der Beschichtungslack ist unbeschädigt, ist das Überwintern im Freien kein Problem.  

Möbel aus hochwertigem Kunststoff können durchaus draußen stehen bleiben. Zu den hochwertigen Kunststoffen gehören unter anderem Polyrattan oder Textilene. Wer sich nicht sicher ist, um welches Material es sich handelt, kann im Fachgeschäft nachfragen oder auf Nummer sicher gehen und die Möbel unterstellen. Denn Qualitätskunststoffe sind zwar meist frostresistent, aber es könnten sich kleine Risse im Kunststoff bilden, die zwar nicht auf die Stabilität der Möbel gehen, aber darin kann sich Schmutz verfangen, der die Möbel weniger ansehnlich macht.

Holzmöbel haben meist hohe Pflegeanforderungen und sind in einem geschützten Raum unterzubringen. Dieser sollte jedoch nicht beheizt sein, denn sonst kann das Holz schnell spröde werden und einreißen. Vor allem Buche, Lärche und Fichte haben hohe Anforderungen an die Pflege. Sie sind geschützt unterzubringen, damit sich keine Risse im Lack bilden. Denn diese geben Raum für Schimmelbildung oder Schädlingsbefall.

Für zusätzlichen Schutz können die Gartenmöbel mit einem Bettlaken abgedeckt gelagert werden. Folien oder Plastik eignen sich dagegen weniger zur Abdeckung. Denn dadurch wird die Luftzirkulation eingeschränkt und es können sich Stockflecken auf den Möbeln bilden.

SCHUTZ FÜR TEXTILE GARTEN-ACCESSOIRES

Ebenso wie die Möbel sind Dekokissen zu schützen und bis zum Frühjahr zum Beispiel in einer Truhe aufzubewahren. Für die Aufbewahrung von Sitzpolstern gibt es in einigen Baumärkten sogar spezielle Polsterboxen. Denn klar ist, wenn sie nass werden, schimmeln sie und sind nach dem Winter nicht mehr zu gebrauchen. Außerdem werden sie beim Trocknen steif und unansehnlich. Wer einen Wintergarten hat, kann die Möbel einfach dahin verlagern und diese noch zur kalten Jahreszeit nutzen.

Bildquellen:
Fotolia.com © Kara
Fotolia.com © apcefoto
Fotolia.com © WoGi