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Windschutz im eigenen Garten - das gilt es zu beachten

Im Sommer bringt Wind eine willkommene Abkühlung. Die kühlen und kräftigen Herbstwinde werden jedoch schnell ungemütlich. Mit einem Windschutz im eigenen Garten kann der Lieblingsplatz bis spät in den Herbst und bei Sonnenschein sogar im Winter genutzt werden. Welche Möglichkeiten Gartenfreunde haben, um sich vor Wind und neugierigeren Blicken zu schützen und welche Vorschriften bei der Auswahl zu beachten sind, zeigt der folgende Beitrag.

Hecken als natürlicher Windschutz

Hecken sind ein natürlicher Windschutz. Voraussetzung ist, dass die Gewächse dem Wind standhalten, eine entsprechende Höhe haben und dicht wachsen. Eiben, Weißdorn oder Hainbuchen sind widerstandsfähige Gewächse, die einen guten Schutz vor unangenehmen Winden bieten. Wer sich für eine Hecke als Windschutz im eigenen Garten entscheidet, sollte bedenken, dass eine Hecke regelmäßig gepflegt und meist zweimal im Jahr geschnittenen werden muss. Abgestorbene Äste müssen zudem regelmäßig entfernt werden.

Winddichte Elemente aus Holz, Stein oder Metall

Wenn kein Platz für eine Hecke ist oder eine Hecke als Windschutz nicht ausreicht, sind flächige Elemente aus Stein, Metall oder Holz die bessere Alternative. Voll im Trend liegen mit Steinen gefüllte Metallkörbe, die sogenannten Gabionen. Gabionen sind in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Steinfüllungen von fein bis grob erhältlich und sehr stabil. Die Drahtkörbe können bis zur gewünschten Höhe übereinandergestapelt werden und bieten einen dichten Wind- und Sichtschutz. Großflächige Elemente aus Holz oder Metall sind ebenfalls ein perfekter Wind- und Sichtschutz. Sie bieten dem Wind jedoch eine große Angriffsfläche und müssen wegen des vergleichsweise geringen Gewichts fest im Boden verankert werden.

Glaswände - moderner Windschutz für den Garten

Windschutz aus Glas bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Glas Windschutz ist pflegeleichter als Windschutzhecken und eleganter als massive Steinmauern. Die Elemente aus opakem oder transparentem Glas werden mit massiven Posten aus rostfreiem Edelstahl fest verankert oder können auf Rollen einfach dahin verschoben werden, wo sie benötigt werden. Die Glasflächen sind leicht zu reinigen und wetterfest. Sowohl mobile als auch fest installierte Windschutzelemente aus Glas können sich harmonisch in die Umgebung einfügen.

Windschutz und die gesetzlichen Vorschriften

Nicht in jeder Gemeinde ist jede Form des Windschutzes im eigenen Garten erlaubt. In der Regel gibt es zumindest Vorschriften für die maximale Höhe des Windschutzes. Ein bis zu 1,8 Meter hoher Windschutz kann in vielen Gemeinden ohne Genehmigung errichtet werden. Mancherorts sind aber auch nur 1,3 Meter Höhe zulässig. In einigen Gemeinden zählt der Windschutz zu den geschlossenen Einfriedungen, die beispielsweise in München grundsätzlich nicht erlaubt sind. Bei der Auswahl eines für den Garten geeigneten Windschutzes sollten die örtlichen Bauvorschriften daher unbedingt beachtet werden. Die oft als "Einfriedungssatzung" bezeichneten Vorschriften erhalten Gartenbesitzer bei der zuständigen Gemeindeverwaltung.

Ein wichtiger Punkt ist das Nachbarschaftsrecht, das von Bundesland zu Bundesland regional unterschiedlich sein kann. Das Nachbarschaftsrecht gibt einen grundsätzlichen Rahmen vor, der durch die Gemeindesatzungen ergänzt wird. Das Nachbarschaftsrecht kommt zum Tragen, wenn der Windschutz auf der Grundstücksgrenze errichtet werden soll. Falls der Nachbar hierzu seine Zustimmung verweigert, muss beim Windschutz abhängig von der Höhe ein Abstand von 3 Metern zur Grundstücksgrenze eingehalten werden.