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Was Sie bei einer Hausfinanzierung beachten sollten

Modell eines Hauses, Taschenrechner und Unterlagen
Bildquelle: baranq – 139372436 / Shutterstock.com

Beim Kauf oder Bau eines Hauses ist die Lage zwar von entscheidender Bedeutung, aber auch die Finanzierung will wohl überlegt sein. Für angehende Hausbesitzer gibt es eine Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Die passende Finanzierung ist dabei am besten auf die eigenen, monetären Verhältnisse abgestimmt. Eine Übersicht über die existierenden Formen der Finanzierung erhalten Sie hier. Der Traum vom Eigenheim muss nicht teuer sein – wer frühzeitig plant, kann sich unnötige Kosten sparen.

Besonders in Zeiten niedriger Zinsen ist ein Bauvorhaben günstig umzusetzen. Überstürzt handeln sollten Sie dennoch nicht. Beim Bau und auch bei der Finanzierung des neuen Eigenheims ist die Planung das A und O. Bei einer frühzeitigen Planung ist es möglich, Angebote zu prüfen und zu vergleichen. Nur wenn die Hausfinanzierung optimal auf Ihre Möglichkeiten abgestimmt ist, können Sie Geld sparen. Wer sich nur auf die eigene Bank verlässt, zahlt am Ende womöglich drauf. Damit Sie wissen, welche Alternativen Sie haben, stellen wir Ihnen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten vor:

Annuitätendarlehen

Bausparvertrag

KfW-Förderung

Volltilgerdarlehen

Vollfinanzierung

Es gibt zahlreiche Finanzierungsformen, die Ihnen beim Hauskauf oder -bau zur Verfügung stehen. Diese Dinge sollten beachtet werden.

 

Infografik zu Formen der Hausfinanzierung
Infografikquelle: hausausstellung.de

Das klassische Annuitätendarlehen

Die typische Lösung für Baufinanzierungen, aber auch andere Formen der Kredite, sind Annuitätendarlehen. Hierbei handelt es sich um ein Darlehen, welches in gleichbleibend hohen Raten zurückgezahlt wird. Die Rate setzt sich dabei aus dem Zins und der Tilgung zusammen. Die Laufzeit des Darlehens hängt natürlich von der Höhe der Rate ab und kann individuell angepasst werden. Die Restschuld sinkt nach jeder Ratenzahlung monatlich, wodurch auch die Zinskosten geringer werden. Da die Rate aber gleichbleibend hoch ausfällt, steigt logischerweise der Tilgungsanteil, je länger das Darlehen läuft.

Daraus resultiert, dass die Schulden progressiv abgebaut werden. Zunächst ist der Tilgungsteil gering, bevor er mit der Zeit steigt und die Restschuld schneller beglichen wird. Aufgrund der beständigen Ratenhöhe ist die finanzielle Belastung einfach vorhersehbar und Sie haben die Möglichkeit, effektiv zu planen. Allerdings ist bei einem Annuitätendarlehen eine vorzeitige Rückzahlung der Kreditsumme nicht ohne weiteres möglich. Wenn Sie mehr über diese Darlehensform in Erfahrung bringen möchten, erhalten Sie alle nötigen Informationen in diesem ausführlichen Ratgeber zum Annuitätendarlehen.

Bausparvertrag für die vorausschauende Planung

Wenn Sie sich bereits jetzt die Zinsen für eine Finanzierung in der Zukunft sichern möchten, ist ein Bausparvertrag die richtige Wahl. Bei einem Bausparvertrag handelt es sich um eine Kombination eines Sparvertrags mit einer Immobilienfinanzierung. Bei der Aufnahme des Bausparvertrags werden neben der Sparsumme und der Laufzeit auch der Spar- sowie der Darlehenszins festgesetzt. Sie können mit einem Bausparvertrag also ein Darlehen für die Zukunft in die Wege leiten und zukünftig vom Zinsverlauf für Baufinanzierungen profitieren.

Damit Sie gegen steigende Zinsen abgesichert sind, müssen Sie aber relativ niedrige Zinsen in der Sparphase des Bausparvertrags in Kauf nehmen. In der Regel werden etwa 30 bis 50 Prozent der kompletten Bausparsumme angespart, bevor ein Zugriff auf das Darlehen erfolgt.

Ein Bausparvertrag lohnt sich immer dann, wenn Sie bis zum Darlehensgebrauch mit steigenden Zinsen rechnen. In der aktuellen Situation ist dies durchaus denkbar. Andernfalls können Sie sich die Beiträge für einen Bausparvertrag sparen und von einer höheren Rendite in anderen Bereichen profitieren. Positiv anzumerken ist hingegen die staatliche Förderung, die bei einem Bausparvertrag möglich ist. Hier sind die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage zu nennen. Es gibt aber noch andere, vom Bausparvertrag unabhängige Fördermaßnahmen, die Sie eventuell nutzen können.

KfW-Förderung

Das gilt zum Beispiel für die Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW ist die größte Förderbank, die spezielle Kreditprogramme und Fördermaßnahmen mit staatlichen Mitteln anbietet. Die Reihe an Förderungen beinhaltet auch Maßnahmen, die die Sanierung von Immobilien begünstigt. Wenn Sie also eine Renovierung anstreben, können Sie eventuell auf Investitionszuschüsse oder von einem günstigen Darlehen aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ profitieren.

Die Darlehen der KfW sind für die Nutzer sehr attraktiv. Zum einen liegen die Zinsen selbstverständlich auf einem niedrigen Niveau. Zum anderen kommen aber noch Vorteile wie eine tilgungsfreie Zeit zu Beginn des Darlehens oder Zuschüsse zur Tilgung hinzu. Je nachdem, welche Förderung der KfW Sie nutzen, treten unterschiedliche Aspekte zutage. Es ist auch möglich, verschiedene Förderungen und Zuschüsse, z.B. für den Einbruchschutz und für Energiesparmaßnahmen, miteinander zu kombinieren. Gefördert werden unter anderem folgende Bereiche:

Energieeffizientes Bauen

Zuschüsse für den Einbruchschutz

Altersgerecht Umbauen

Wohneigentum fördern

 

Volltilgerdarlehen

Wer über kaum bis gar kein Eigenkapital verfügt, kann sich dennoch den Traum des eigenen Hauses erfüllen, und zwar mit einer Vollfinanzierung. Finanzdienstleister ermöglichen den Kauf des Hauses und stellen häufig bis zu 120 Prozent des Kaufpreises zur Verfügung, damit auch andere auftretende Kosten wie Notar- und Maklergebühren gezahlt werden können.

Selbstredend wird nicht jeder Privatperson eine Vollfinanzierung gewährt. Sie müssen schon die nötigen Sicherheiten und eine solide finanzielle Grundlage besitzen, damit ein Kreditinstitut Ihren Hauskauf finanziert. Mit einer Vollfinanzierung geht allerdings eine höhere Kreditsumme einher, was die monatliche Belastung erhöht. Neben der monatlichen Rate ist der Zinssatz ebenfalls höher, wodurch die Kosten zusätzlich steigen. Eine Vollfinanzierung ist daher vor allem einkommensstarken Hausinteressenten zu empfehlen.

Hausfinanzierung – Sicherheit und Ersparnis durch Planung

Bei der Wahl der passenden Hausfinanzierung kommt es also auf die Rahmenbedingungen und die Planung an. Je nachdem, wieviel Zeit und Geld Sie zur Verfügung haben, sind verschiedene Formen der Finanzierung die beste Wahl. Bedenken Sie, dass die optimale Finanzierungslösung immer auf Sie individuell abgestimmt ist. Vergleichen Sie die Angebote und nutzen Sie, wenn möglich, die Förderprogramme, um möglichst günstig an Ihr Traumhaus zu gelangen.