Town & Country in Social Media

Instagram Youtube pinterest

Wärmedämmung lohnt sich nicht!

Viele Gegner der Wärmedämmung behaupten, dass sich die Investition in ein Energiesparhaus nicht lohnt. Als Argument führen sie an, dass die berechneten potentiellen Energieeinsparungen nie erreicht werden und damit die Mehrkosten für die Wärmedämmung in keinem Verhältnis zu den Ersparnissen bei den Energiekosten stehen.

Die Wirksamkeit einer Wärmedämmung wird von Experten anhand der Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs und dem Wärmefluss durch ein Bauteil, dem sogenannten U-Wert, erreichnet. Je kleiner die beiden Werte sind, desto besser sind die Dämmeigenschaften eines Materials.

Um den Einfluss der Wärmedämmung auf den Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes zur bestimmen, werden sämtliche Daten wie Größe und Beschaffenheit aller Außenbauteile, Details zur Heizungsanlage und Warmwasserbereitung erfasst. Die berechneten Energiebedarfswerte werden mit dem tatsächlichen Energieverbrauch abgeglichen.

Die Beurteilung, ob sich energiesparendes Bauen lohnt ist folglich nur schwer pauschal möglich. Nicht nur die Art und Weise wie das Energiesparhaus gebaut wird ist entscheidend, sondern auch das individuelle Verhalten der Bewohner. Jeder verbraucht unterschiedlich viel Heizwärme und Warmwasser. Deshalb können in den ersten Berechnungen hierfür nur Standardwerte angenommen werden und das ist auch der Grund dafür, dass die prognostizierten Energieeinsparungen nicht von jeder Familie, die in einem Energiesparhaus lebt, gleich gut erreicht werden können.

 

Beispiel:

Ein vier Personen-Haushalt lebt in einem Flair 113 in Erfurt und fühlt sich bei einer Raumtemperatur von 20 Grad am wohlsten. Jedes Familienmitglied verbraucht am Tag ca. 40 Liter Warmwasser.

Entscheidet sich die Familie gegen eine Wärmedämmschicht für ihr Haus liegt ihr prognostizierter Verbrauch für Heizung, Warmwasser und Strom für die Wärmepumpe bei 3514 kWh/a. Baut die Familie mit einer einfachen Wärmedämmschicht von 12 cm beträgt der prognostizierte  Verbrauch 3156 kWh/a und die mögliche Einsparung liegt bei rund 16 Prozent.

Fazit:

Es kann nicht pauschal behauptet werden, dass sich die Investition in ein gedämmtes und damit energiesparendes Haus nicht lohnt. Fakt ist, ein wärmegedämmtes Haus hilft dabei weniger Heizenergie zu verbrauchen. Wie groß das finanzielle Einsparpotential tatsächlich ist, hängt einerseits vom Verhalten der Bewohner ab und andererseits von der Höhe der Energiepreise.

Außerdem geht es beim energiesparenden Bauen nicht nur darum, bares Geld zu sparen. Über 40 % des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf Gebäude. Damit haben diese auch einen großen Anteil am Verbrauch fossiler Energieträger und am CO2-Auststoß. Wer sich für den Bau eines Energiesparhauses entscheidet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und damit zum Klimaschutz. Und dieses Engagement wird auch vom Staat belohnt, zum Beispiel mit vergünstigten Baukrediten von der KfW-Bank.

 

zurück zur Übersicht