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Immobilien als Kapitalanlage: Worauf kommt es dabei besonders an?

Aufgrund der recht dürftigen Zinslage auf dem Kapitalmarkt liebäugeln immer mehr Anleger mit einer Investition im Immobiliensektor. So versprechen diverse Makler hier nicht selten Renditen in einem Bereich zwischen 4 und 6 Prozent. Doch sind Angaben dieser Art wirklich realistisch oder handelt es sich hierbei lediglich um Bauernfängerei und worauf sollte man beim Erwerb einer Immobilie achten?

Warum ist es heute nicht immer leicht, die richtige Geldanlage zu finden?

Die Situation auf dem Anlagemarkt gestaltet sich derzeit alles andere als rosig. Vor allem die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB in Kombination mit der unsicheren Marktlage ist in diesem Zusammenhang ein echtes Hindernis. Auf der Suche nach Alternativen zu Staatsanleihen, Aktien und anderen Kapitalanlagen, stolpern viele Anleger dabei über den Immobiliensektor. So können weder Zinsausfälle noch Kursschwankungen die Einnahmen aus Immobilien beeinträchtigen. Weiterhin gilt das „Betongold“ in Bezug auf das Risiko als relativ sicher. Auch die Preisentwicklung von Gebäuden in begehrten Lagen wie Hamburg, Köln oder München sprechen für eine lukrative Rendite. Da jedoch viele Faktoren einen Einfluss auf den Erfolg von Immobilien haben, sollten die Vorteile unter keinen Umständen pauschalisiert werden.

Wie realistisch sind die Angaben von Maklern?

Wer sein Geld richtig anlegen will, sollte den Aussagen von Immobilienmaklern nicht immer blind vertrauen. Vor allem Renditeaussichten von über vier Prozent stammen häufig aus einer Zeit, in denen Immobilien zum Preis der 20-fachen Nettomiete erworben werden konnten. Mittlerweile hat sich in vielen Großstädten der Kaufpreis jedoch deutlich erhöht. Auch die Einführung der Mietpreisbremse hat in der jüngsten Vergangenheit die Renditechancen geschmälert. Auf dem aktuellen Markt sind für eine beispielhafte 65-Quadratmeter-Wohnung daher eher Werte im Bereich von 3 bis 3,5 Prozent realistisch. Dies ist aber von vielen verschiedenen Faktoren auf dem Markt abhängig.

Welche Anlageimmobilien können empfohlen werden?

Ob Bungalow, Stadthaus oder Reihenhaus - welche Immobilien als langfristige Kapitalanlage geeignet sind, hängt in erster Linie von dem verfügbaren Kapital und der Risikobereitschaft ab. Grundsätzlich sollte das Verhältnis zwischen Mieteinnahmen und Kaufpreis möglichst günstig ausfallen. So versprechen zum Beispiel Mehrfamilienhäuser eine höhere Rendite als Gebäude, in denen nur eine Partei wohnt. Auf der anderen Seite ist das Risiko hier höher, da es schneller zu Leerständen oder problematischen Mietern kommen kann. Auch Gewerbeimmobilien weisen aufgrund von Marktschwankungen ein sehr hohes Risiko auf, während die Renditeaussichten jedoch überdurchschnittlich hochausfallen. Reine Wohngebäude versprechen ebenfalls eine gute Rendite, sind jedoch in der Regel mit einem beachtlichen Kapitalaufwand verbunden.

Was gibt es weiterhin beim Erwerb von Immobilien zu beachten?

Wer eine Anlageimmobilie wie beispielsweise ein hochwertiges Fertighaus erwerben möchte, sollte neben dem Kaufpreis und den zu erwartenden Mieteinnahmen ebenfalls noch weitere Faktoren berücksichtigen. Ein wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang die Lage und deren zukünftige Entwicklung. So kann es schnell passieren, dass ein begehrtes Viertel mit der Zeit an Attraktivität verliert, was einen massiven Werteverlust bedeuten kann. Es ist also elementar wichtig, eine Immobilie mit einem Grundstück in guter Lage zu erwerben, um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Auch der bauliche Zustand einer Immobilie sollte in die Kaufentscheidung einbezogen werden. Hier kann ein geringer Kaufpreis langfristig durch hohe Sanierungskosten wieder egalisiert werden, was der anfänglichen Kalkulation schnell einen Strich durch die Rechnung macht. Um Szenarien dieser Art möglichst gut vermeiden zu können, ist eine detaillierte Planung des Kaufes in der Regel unerlässlich.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

In der Gesamtbetrachtung wird schnell deutlich, dass Immobilien durchaus eine lukrative Alternative zu anderen Anlageformen sein können. Allerdings ist auch der Immobiliensektor keineswegs frei von Risiken, sodass Anleger hier sehr aufmerksam agieren müssen. Da ein Restrisiko selbst bei der besten Planung immer bestehen bleibt, sollten dieses möglichst breit gestreut werden.