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Fachwerkhaus - FAQ

Sie interessieren sich dafür, ein Fachwerkhaus zu bauen und haben einige Fragen? Dann sind Sie in dieser FAQ-Rubrik genau richtig! Hier finden Sie häufige Fragen zu Fachwerkhäusern mit kompakten Antworten, die viele Interessenten beschäftigen.

Ein Fachwerkhaus besteht ganz im Sinne der Handwerkstradition aus Holz, das als Skelett mit Längs-, Quer- und Schrägbalken für die grundlegende Form sorgt. Moderne Fachwerkhäuser werden heutzutage sehr oft in Fertigbauweise errichtet, wodurch sich die Bauzeit deutlich verkürzen lässt. Namensgebend und charakteristisch ist das Holzskelett, das aus verstrebten Balken besteht. Dieses typische Stützskelett, dessen Balken von außen in der Fassade gut erkennbar sind, sorgt für die notwendige Stabilität des gesamten Fachwerkhauses. Ein weiteres, typisches Konstruktionsmerkmal sind die durch das Holzskelett entstehenden Zwischenräume, die so genannten Gefache. Früher wurden diese Räume mit Holzgeflecht geschlossen und anschließend mit Lehm beworfen. Alternativ kamen Ziegelsteine in Frage. Heute setzen Anbieter von Fertighäusern überwiegend auf stabile Hölzer. Der Lehmbewurf ist mit modernen Baustandards nicht mehr zu vereinen, zumal er von Natur aus sehr witterungsanfällig ist.

Die Frage, welche Fenster für ein Fachwerkhaus geeignet sind, kommt nicht nur im Zuge der Renovierung von historischen Häusern auf. In diesem Kontext müssen übrigens auch die Vorgaben des Denkmalschutzes Beachtung finden. Da auch moderne Fachwerkhäuser einen besonderen Stil aufweisen, sollten die Fenster als zentrales Element der Fassade diesen sichtbar aufgreifen. Sprossenfenster fügen sich sehr gut in das Design ein, wobei es in Bezug auf die Größe je nach Bauplan eine immense Bandbreite gibt. In modernen Fachwerkhäusern sind bodentiefe Fenster umsetzbar, was lichtdurchflutete Räume als Resultat hervorbringt. Bei alten Fachwerkhäusern waren die Sprossen selbst Teil der Konstruktion, da früher kaum größere Scheiben gefertigt werden konnten. Heute sind Sprossen eher ein dekoratives Element, die zum Teil aus Kunststoff bestehen und aufgeklebt sein können. Hintergrund ist, dass eine höhere Anzahl an Unterbrechungen und Dichtungen dahingehend unvorteilhaft ist, dass mit der Zeit Undichtigkeiten auftreten können. Des Weiteren wirken sich viele Fugen negativ auf die Energieeffizienz aus.

Was das Material für Fenster in einem Fachwerkhaus angeht, so ist Holz nach wie vor eine bevorzugte Wahl, da sich dieses Material nahtlos in den Rest der Konstruktion einfügt. Bei modernen Fachwerkhäusern können auch Kunststoff- oder Aluminiumfenster zum Einsatz kommen. Sofern es sich um hochwertige Qualitätsprodukte handelt, können alle Varianten eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren aufweisen. Letztlich handelt es sich um eine Frage des persönlichen Geschmacks, zumal an modernen Fassaden von Fachwerkhäusern auch andere Werkstoffe eine gute Figur abgeben können. Zu denken ist in diesem Kontext ferner an die Art der Verglasung, da diese für die Energieeffizienz eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Wenn Sie ein altes, historisches Fachwerkhaus kaufen wollen, können Sie je nach Lage und Zustand einen guten Kaufpreis erzielen, womöglich sogar unter ortsüblichen Durchschnittspreisen für Immobilien. Das liegt daran, dass Sie durch den geltenden Denkmalschutz mit Blick auf notwendige oder gewünschte Modernisierungen stark eingeschränkt sind. Ebenso sind kontinuierliche Arbeiten an einem alten Fachwerkhaus notwendig, um die Substanz langfristig zu erhalten. Insofern kann es für viele Hausbauer eine flexiblere Option sein, ein Fachwerkhaus neu zu errichten. Je nach Umfang und Individualisierungswünschen muss ein modernes Fachwerkhaus keinesfalls bedeutend teurer als ein alternativer Neubau in Massivbauweise sein.

Grundsätzlich gilt: Nur wenn Sie sich ein persönliches Angebot einholen, werden Sie die Kosten unter Berücksichtigung all Ihrer Vorstellungen möglichst exakt beziffern können. Experten geben an, dass ein Fachwerkhaus etwa 10 bis 30 % teurer sein kann als ein vergleichbares Haus in Fertigbauweise. Auch innerhalb des Segments der Fertighäuser ist für ein Fachwerkhaus mit leicht höheren Kosten zu rechnen. Preislich gesehen gibt es nach oben angesichts vieler denkbarer Individualisierungsoptionen kaum eine Grenze. Als Mittelwert bzw. Orientierung können Sie aber mit einem Quadratmeterpreis zwischen 1.500 und 2.500 Euro rechnen. Wenn Sie handwerklich sehr begabt sind und ein Ausbauhaus als Projekt meistern können, gibt es bereits Angebote ab etwa 100.000 Euro für kleine Fachwerkhäuser. Diese können je nach Anbieter, Grundstück und Leistungsumfang auch deutlich höher ausfallen. Je individueller die Planung ausfallen soll, desto höher wird letztlich der Gesamtpreis ausfallen.

Wer ein Fachwerkhaus mit einem Bausatz zu großen Teilen selbst errichten will, wird ein großes Interesse an der Beantwortung dieser Frage haben. Grundsätzlich sorgen detaillierte Baupläne dafür, dass alle Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge korrekt ausgeführt werden können. Das ist die Basis für eine stabile Konstruktion, eines der Wesensmerkmale eines Fachwerkhauses.

Auch wenn die Optik des Fachwerkhauses bis heute im Wesentlichen die gleiche geblieben ist, so ist die traditionelle Bauweise mittlerweile an moderne Standards angeglichen worden. Demzufolge ist der so genannte Holzrahmenbau heute die typische Konstruktionsweise für diesen Haustypen. Mit Hilfe zahlreicher Balken wird das tragende Skelett nach und nach in die Höhe gezogen. Querbalken haben die Funktion, den Wänden Stabilität zu verleihen. Die durch den Holzrahmenbau entstehenden Gefache werden heute mit Holz geschlossen und nur noch selten gemauert.

Ein Fachwerkhaus besteht traditionell aus einem Holzskelett, das sich aus unterschiedlich angeordneten Balken zusammensetzt. Hierbei handelt es sich um sogenannte liegende und stehende Hölzer. Schräge Hölzer sorgen in der gesamten Konstruktion für die notwendige Aussteifung. Alle Bauteile sind in einem Fachwerkhaus so angeordnet, dass es zu einer optimalen Lastabtragung kommt. Es gilt, alle Lasten aufzunehmen und sie an das Fundament weiterzuleiten. Während es sich bei modernen Ausführungen meistens um eine Bodenplatte handelt, weisen historische Fachwerkhäuser oft einen Steinsockel auf. Die namensgebenden Ausfachungen erfüllen in der Regel keine statische Funktion, sie sind aber für die Optik dieses Haustyps prägend.

Senkrecht angeordnete Balken nehmen vertikale Lasten auf. Hierbei handelt es sich um Ständer, Stiele, Eck-, Leer- und Fensterpfosten (je nach Alter und Baustandard). In aller Regel sind Hölzer auf einer Geschosshöhe abgebunden, sie können aber auch über mehrere Stockwerke hinausragen. Waagerecht angeordnete Hölzer definieren die Positionen von Pfosten. Zudem ist es ihre Aufgabe, Lasten möglichst gleichmäßig auf waagerechte Bauteile zu verteilen. Beim Fachwerkhaus kommen z.B. Quer- und Längsschwellen, Fachriegel, Füllholz, Mittel- und Firstplatten sowie Brüstungs- und Sturzriegel zum Einsatz. Schräg verbaute Balken verfolgen das Ziel, die jeweilige Wand auszusteifen. In der Fachsprache ist von Kopfbändern, Büge, Streben sowie Fußwinkelhölzern die Rede. In diesem Bereich werden regionale Unterschiede im Fachwerkbaus deutlich sichtbar, denn einzelne Bauteile mit schmückender Funktion zeigen bewusst nach außen.

In diesem Punkt kann sofort auch die Frage 'Welches Holz wird für ein Fachwerkhaus verwendet?' beantwortet werden, denn von der Grundsubstanz her besteht ein Fachwerkhaus bzw. das tragende Gerüst aus Holz. Holz bestimmt ohne jeden Zweifel das charakteristische Erscheinungsbild eines Fachwerkhauses. Bei alten Fachwerkhäusern wird das Gefach traditionellerweise mit Lehm verputzt, der auf ein Holzgeflecht aufgetragen wird. Bei modernen Ausführungen können Holz oder Mauern (Steine) zum Einsatz kommen. Abgesehen vom Holz sind diverse Dämmmaterialien zu beachten und Fenster können aus Kunststoff oder Aluminium gefertigt sein. Im Innenraum kann das Material Holz ebenfalls dominieren. In modernen Konzepten ist es aber auch möglich, andere Materialien wie etwa Fliesen einzubinden.

In Deutschland spielt Eichenholz eine große Rolle bei der Konstruktion von Fachwerkhäusern: Es ist sehr hart, besonders tragfähig und darüber hinaus gut zu verarbeiten. Auch Tannen- bzw. Fichtenholz kann mit sehr guten Eigenschaften punkten. Zu beachten ist, dass es regional zu Unterschieden bei der Holzart für ein Fachwerkhaus kommen kann. Das ist rein logisch damit zu erklären, dass in anderen Teilen der Erde andere Klimabedingungen herrschen können. In nördlichen Gefilden Europas kommt z.B. oft Kiefernholz zum Einsatz.

Wer zu dieser Frage ein wenig recherchiert, wird keinen direkten Erfinder im engeren Sinne ausfindig machen können. Festhalten lässt sich aber, dass Fachwerkhäuser auf eine lange Tradition zurückblicken können, die nun schon seit Jahrhunderten andauert. Frühe Bauten mit Pfosten aus dem 5. bzw. 6. Jahrhundert nach Christus können als Ursprung des Fachwerkbaus gelten. Schon die alten Römer kannten und nutzen diese Bauweise, wobei Holz und Stein oftmals kombiniert wurden. Im Mittelalter erlebten Fachwerkhäuser dann eine Blütezeit, die in Mitteleuropa sogar bis in das 19. Jahrhundert andauern sollte. Wenn Sie sich Bilder von historischen Fachwerkhäusern anschauen oder Sie live in Altstädten begutachten, dann werden Sie zahlreiche Einflüsse von kulturellen Strömungen erkennen (Renaissance als konkretes Beispiel).

Wer ein altes Fachwerkhaus dämmen will, muss die Besonderheiten der baulichen Substanz ebenso beachten wie die Vorgaben des Denkmalschutzes. Einstige Bewohner von Fachwerkhäusern, die mehr als 200 Jahre alt sind, hatten andere Ansprüche in puncto Komfort und Dämmung als es heute (vor allem auch angesichts der Klimadiskussion) der Fall ist. Die innere und äußere Dämmung eines alten Fachwerkhauses hat einen Einfluss auf die gesamte Konstruktion bzw. so genannte bauphysikalische Prozesse. Erst wenn das Fachwerk freigelegt und begutachtet ist, lässt sich unter Zuhilfenahme eines Experten ein individuelles Konzept erstellen. In ihrer historischen Ausgangsform ist für den Fachwerkbau keine Dämmung im heutigen Sinne vorgesehen. Experten betonen in diesem Zusammenhang, dass vor allem die Innendämmung bei alten Fachwerkhäusern problematisch ist, da sie diffusionsoffen gestaltet sein muss. Es muss also eine angemessene Feuchtigkeitsregulierung möglich sein, um die Bausubstanz dauerhaft zu schützen. Während bei alten Fachwerkhäusern typischerweise Lehmputz oder Ziegel für die Ausfachung Verwendung fanden, kommen bei modernen Ausführungen spezielle Gipsbauplatten oder Holzwerkstoffplatten zum Einsatz. Durch eine mehrschichte Anordnung besteht rein konstruktionstechnisch genügend Spielraum für zeitgemäße Dämmmaßnahmen.

Wenn Sie ein modernes Fachwerkhaus neu bauen wollen, dann stehen Ihnen in diesem Punkt zahlreiche Optionen offen. Sie können sicher sein, dass die jeweilige Dämmung optimal auf die Besonderheiten der Konstruktion ausgelegt ist und messbar zur Verbesserung der Energieeffizienz beiträgt. Bei Fertighäusern finden Sie in aller Regel mehrschichtige Wandkonstruktionen vor, in denen diverse Dämmstoffe integriert werden können. Darüber hinaus gibt es Maßnahmen, um den Schall- und Brandschutz noch weiter zu verbessern. Wie das neue Haus in puncto Wärmedämmung bzw. Energieeffizienz aufgestellt ist, lässt sich an der Bezeichnung oder an einem angegebenen KfW-Standard ablesen. Eine individuelle Fachberatung zeigt, welche Optionen für die eigenen Pläne auf lange Sicht am ehesten in Frage kommen.

Bei alten Fachwerkhäusern wurde auf einem geeigneten Grund die Balkenkonstruktion Stück für Stück in die Höhe gezogen. Steht dieser Rohbau, so kann das Dach gedeckt und das Gefach geschlossen werden. Das, was früher in mühevoller Kleinarbeit von Zimmerern erarbeitet wurde, lässt sich heute mit einem Fertighaus in präziser Qualität innerhalb weniger Tage errichten. Da Fertighäuser oft ohne Keller errichtet werden, muss eine stabile Bodenplatte als Fundament den Anfang machen. Ist die Platte fertig, werden nach und nach alle vorgefertigten Bauteile zur Baustelle geliefert und nach einem sehr exakten Plan verbaut. Durch die qualitativ hochwertige Vorfertigung und eine reibungslose Anlieferung lässt sich ein Fachwerkhaus in Fertigbauweise innerhalb weniger Tage hochziehen. Wer als Bauherr alles in erfahrene Hände geben möchte, kann moderne Fachwerkhäuser schlüsselfertig bauen lassen. Wer handwerklich begabt ist und das Budget schonen möchte, kann sich für ein Bausatzhaus bzw. diverse Ausbaustufen entscheiden.

Anschließend stellt sich in dem aufgeworfenen Zusammenhang noch die Frage: Darf ein Fachwerkhaus überall gebaut werden? Hierzu sind die Bebauungspläne zu prüfen, falls bereits ein Grundstück auserkoren ist. Im Bauplan finden sich z.B. Aussagen zur Anzahl der Etagen, Dachform oder Firsthöhe. Nicht zulässig sind Fachwerkhäuser eigentlich nur dort, wo eine bestimmte Fassade vorgeschrieben ist, die sich mit den eigenen Plänen nicht vereinbaren lässt. Natürlich muss ein Fachwerkhaus sich auch harmonisch einfügen können. In dieser Hinsicht bieten moderne Ausführungen viele Optionen, sodass es mit Blick auf einen geeigneten Standort sicher Möglichkeiten geben sollte.

Wenn Sie ein altes, historisches Fachwerkhaus kaufen wollen, sollten Sie den baulichen Zustand mit Expertenhilfe bestimmen lassen. So können Sie einschätzen, mit welchen Kosten für Instandsetzungsarbeiten in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Auch sollten Sie die Bestimmungen des Denkmalschutzes sehr genau prüfen. Erst danach werden Sie aussagekräftig wissen, welche Arbeiten Sie überhaupt vornehmen dürfen. Bei einer Hausbesichtigung sollten Sie alles genau beobachten und dokumentieren. Sprechen Sie es offen an, wenn Sie Mängel vermuten. In späteren Verhandlungen haben Sie so ein Druckmittel, um den Preis zu senken.

Wenn Sie ein altes, historisches Fachwerkhaus sanieren wollen, müssen Sie abgesehen vom Denkmalschutz auch beachten, dass teils sehr alte Materialien verbaut sind. Dies sind nicht immer ohne Weiteres mit modernen Komponenten kompatibel. Sie werden also definitiv auf einen Fachbetrieb setzen müssen, der eine hohe Expertise für diesen Haustypen vorweisen kann.

Wenn Sie ein neues Fachwerkhaus in Fertigbauweise kaufen wollen, sollten Sie ein geeignetes Grundstück finden. Abgesehen von Bebauungsplänen und dessen Vorgaben sollte sich ein solches Haus harmonisch in das Gesamtbild einfügen können. Eine Lage direkt in der Innenstadt wird sich wohl nur schwer verwirklichen lassen. Tendenziell ist ein Fachwerkhaus eher für ländliche Regionen oder freistehende Grundstücke geeignet. Generell sollten Sie bei einem Fachwerkhaus darauf achten, dass es räumlich perfekt zu Ihren Anforderungen passt. Daher sollten Sie prüfen, welche Formen und Größe ein neues Fachwerkhaus annehmen kann. Beachten Sie, dass sich die Individualisierungsoptionen je nach Hersteller zum Teil deutlich unterscheiden können. Legen Sie großen Wert auf eine hervorragende Energieeffizienz, um die Heizkosten in Zukunft so gering wie möglich halten zu können. Beachten sollten Sie vor allem, dass ein modernes Fachwerkhaus mehr Designs annehmen kann, als Sie eventuell dachten. Abgesehen vom klassischen Design in schwarz-weiß stehen Ihnen für die Fassade mittlerweile viele Optionen zur Verfügung, wobei der historische Charme keinesfalls verloren gehen muss. Je mehr Fenster oder Fensterfronten Sie integrieren können, desto lichtdurchfluteter wird das Raumflair ausfallen. Generell lassen sich in einem Fachwerkhaus bedingt durch die Eigenarten der Bauweise großzügige Wohnkonzepte mit wenigen Wänden im Innenraum umsetzen.

Fachwerkhäuser stehen für Tradition und Handwerkskunst. Durch die Besonderheiten der Konstruktion überzeugen sie durch einen außergewöhnlichen Charme und eine robuste Stabilität. Bei modernen Fachwerkhäusern lassen sich Tradition und Moderne zu sehr individuellen Konzepten mit hohem Wohlfühlfaktor verbinden. Da sich im Innenraum bedingt durch die Konstruktion weniger Wände befinden, entsteht ein sehr großzügiges Wohngefühl. In Kombination mit großen, bodentiefen Fensterfronten lässt sich ein lichtdurchflutetes Raumflair schaffen. Das Fachwerkhaus hat über Jahrhunderte hinweg in vielen Regionen gezeigt, wie wandlungs- und anpassungsfähig es ist. Insofern handelt es sich um eine nachhaltige Investition, denn sehr alte Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter stehen heute immer noch in vielen Altstädten. Insgesamt präsentiert sich das Design von Fachwerkhäusern als zeitlos und modern, sodass Sie sich auch in einigen Jahren noch rundum wohl in den eigenen vier Wänden fühlen können. Durch die Verwendung des langlebigen Werkstoffes Holz lässt sich ein natürliches Wohnklima nutzen, das vor allem für Allergiker eine Wohltat ist. Während die Wärmedämmung bei alten Fachwerkhäusern noch keine große Rolle spielen konnte, weisen Neubauten sehr hohe Standards auf. Mit einem neuen Fachwerkhaus lassen sich die Nebenkosten nachhaltig senken, ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz im Lebensalltag ist möglich.

Bei sehr alten Fachwerkhäusern ist auf hohe Kosten für notwendige Sanierungsmaßnahmen hinzuweisen, die einen an sich niedrigen Kaufpreis relativieren können. Hinzu kommt, dass ein Großteil alter Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz steht. Dieser schränkt die Handlungsmöglichkeiten für Renovierungen deutlich ein. Bei alten Häusern ist mit schrägen Wänden und teils verwinkelten Zimmern zu rechnen, was mit Vorstellungen vom modernen Wohnen nur bedingt zu vereinbaren ist. Auf der anderen Seite könnte dies durchaus positiv als sehr individuelles Wohnkonzept gesehen werden. Was den Bau eines neuen Fachwerkhauses nach modernen Standards angeht, so sind die höheren Kaufpreise im Vergleich zu anderen Haustypen zu nennen. Auf der anderen Seite erweisen sich Fachwerkhäuser durch ihre Beliebtheit und die konstant hohe Nachfrage als sehr wertstabil.

Laut offiziellen Angaben ist der Fachwerkbestand in Deutschland immer noch beachtlich. Experten gehen davon aus, dass hierzulande noch mehr als 2 Millionen Fachwerkhäuser zu finden sind. Zu den typischen Standorten zählen historische Innenstädte und bestimmte Regionen auf dem Land (Stichwort Herrenhäuser). Der strenge Denkmalschutz trägt dazu bei, dass zahlreiche historische Fachwerkhäuser weiter als Kulturgut für nachfolgende Generationen erhalten bleiben. Denn letztlich sind diese Bauwerke unmittelbarer Ausdruck einer besonderen Handwerkskunst. Das älteste Fachwerkhaus wurde vermutlich um das Jahr 1260 hochgezogen, die letzten historischen Exemplare bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts.

In den letzten Jahren hat das Fachwerkhaus wieder eine bauliche Renaissance erlebt, vor allem in Niedersachsen. Insofern ist durch die Möglichkeiten der modernen Fertigbauweise davon auszugehen, dass Fachwerkhäuser auch in Zukunft das Erscheinungsbild von Städten mit prägen können.

Grundsätzlich besteht ein Fachwerkhaus aus einem Holzskelett, das sich aus verstrebten Balken zusammensetzt. Bei neueren Fachwerkhäusern kommt typischerweise die Holzrahmenbauweise zum Einsatz. Das komplexe Holzskelett trägt die gesamte Konstruktion des Fachwerkhauses. Die entstehenden Zwischenräume werden als Gefache bezeichnet. Bei alten Häusern wurde dieses traditionellerweise mit Geäst und Lehmbewurf geschlossen. Heute kommt je nach Bauweise und Haustyp vor allem Holz in Betracht, wobei es sich durchaus auch um ein Massivhaus handeln kann, das nur eine Fassade in Fachwerkoptik aufweist. Insofern kommen bei Häusern unterschiedlichen Alters für das Gefach auch diverse Steine (z.B. Bruch- oder Backsteine) in Betracht. Wer sich für ein modernes Fachwerkhaus in Fertigbauweise entscheidet, wird für gewöhnlich in ein Holzhaus ziehen. Für Fenster, Türen und die Innenausstattung kommen je nach Konzept/Design natürlich auch weitere Materialien in Betracht.

Was die verbauten Hölzer angeht, so zeigen sich regionale Unterschiede. Hintergrund ist, dass die Holzart für wünschenswerte Langlebigkeit und Robustheit optimal auf die Witterungsbedingungen abgestimmt sein müssen. In unseren Breitengraden kommen vor allem Eichen- und Tannenholz in Frage.

Der Begriff selber leitet sich wahrscheinlich von der mittelhochdeutschen Bezeichnung 'Vach' ab. Damit ist ein Flechtwerk gemeint, das typischerweise die durch die Skelettkonstruktion entstehenden Gefache schließen soll. Vom Wortursprung her (= Etymologie) ist der Begriff 'Fach' mit den Wörtern 'Fuge, Furche und Falz' verwandt. Dabei handelt es sich um handwerkliche Tätigkeiten eines Zimmermanns, um zwei Teile zusammenzufügen. Und darum ging und geht es hauptsächlich auch beim Fachwerkhaus. In der Schweiz ist übrigens auch der Begriff 'Riegelhaus' gebräuchlich.

Was die Bedeutung des Fachwerkhauses angeht, so handelt es sich in Deutschland um die bekannteste Nutzung von Holzfachwerk im Hochbau. Der typische Skelettbau aus Holz wird bei modernen Ausführungen in der Regel in Holzrahmenbauweise errichtet.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich beim 'Fachwerkhaus' nicht um einen geschützten Begriff handelt. Auch ein normales Massiv- bzw. Fertighaus, dessen Fassade das typische Design von Fachwerk annimmt, kann als Fachwerkhaus bezeichnet werden. Sie sollten sich daher genau informieren, inwiefern es sich um ein Fachwerkhaus im traditionellen Sinne handelt bzw. welche baulichen Vorstellungen Sie realisieren können.

Wer ein altes Fachwerkhaus gekauft hat und es im Rahmen des Denkmalschutzes sanieren muss, sollte die baulichen Gegebenheiten genau prüfen. Erst dann lässt sich in der Regel aussagekräftig entscheiden, welche Heizung für ein Fachwerkhaus in Frage kommt. In jedem Fall spricht nichts gegen eine moderne und sehr energieeffiziente Heizung, um diesen sehr traditionellen Haustypen in Sachen Energieeffizienz aufzuwerten.

Wer ein Fachwerkhaus in Fertigbauweise neu errichten möchte, kann je nach Anbieter und gewünschten Energiestandards mehrere Optionen prüfen. Falls das Fachwerkhaus schlüsselfertig errichtet wird, ist im Komplettpreis in der Regel ein modernes Heizungssystem inbegriffen. Zu prüfen ist, ob Individualisierungsoptionen wie etwa eine Fußbodenheizung umzusetzen sind. Angesichts der aktuellen Diskussionen und geplanter Gesetzesvorhaben dürfte das Heizen mit Strom und Öl keine langfristige Zukunft haben. Angesichts hoher Strompreise dürften Heizlösungen mit Strom die Nebenkosten übermäßig ansteigen lassen, was nicht in Ihrem Interesse sein kann. Denkbar sind moderne Heizanlagen, die auf Brennpellets und eine Kombination mit Photovoltaik setzen. Je nach Energiestandard trägt ebenfalls die Dämmung dazu bei, dass die gesamte Energieeffizienz deutlich besser ausfällt. In modernen Energiekonzepten für Fachwerkhäuser können auch so genannte Pufferspeicher eine Rolle spielen.

Diese Frage beschäftigt vor allem Menschen, die ein altes Fachwerkhaus kaufen und sanieren wollen/müssen. Ein nicht von der Hand zu weisender Nachteil alter Fachwerkhäuser ist, dass sie in puncto Wärmedämmung/Energieeffizienz nicht gut aufgestellt sind. Ob eine Ausmauerung sinnvoll bzw. möglich ist, muss eine Analyse der baulichen Substanz zeigen. In den 80er Jahren wurden viele Fachwerkhäuser ausgemauert und saniert. Wenig später sollte sich zeigen, dass die Häuser massive Schäden durch die Sanierung erlitten haben. Für die Ausmauerung empfehlen sich beispielweise kleinformatige, weichgebrannte Vollziegel. Diese weisen eine wichtige Feinporigkeit auf, da sie bei sehr niedrigen Temperaturen gebrannt wurden. Durch die feinen Poren ist weiterhin der notwendige Feuchtigkeitsaustausch gegeben. Weisen ausgemauerte Bereiche diese Funktion nicht auf, so kann das dahinterliegende Holz schnell faulen, was mitunter erheblichen Einfluss auf die Statik haben kann. Weicher Mörtel auf Kalkbasis kommt in Frage, um die Ausmauerung abzuschließen.

Moderne Fachwerkhäuser, die in Fertigbaubauweise entstehen, werden in der Regel nicht ausgemauert. Vielmehr kommen spezielle Gipsbau- oder Holzwerkstoffplatten zum Einsatz, um das Gefach zu schließen. Als Bauherr haben Sie mittlerweile auch die Möglichkeit, die fachwerktypische Skelettbauweise sehr modern zu interpretieren. Sehr beliebt sind in dieser Hinsicht Fachwerkhäuser mit großen Glasfronten für ein maximal lichtdurchflutetes Flair im Innenraum. Was den Aspekt der Ausmauerung angeht, so ließe sich auch ein Massivhaus im Fachwerklook 'bauen'. Das betrifft dann aber nur die Fassade, nicht die charakteristische Konstruktion aus robusten Holzbalken.

Diese Frage lässt sich seriöserweise nicht pauschal beantworten. Der Standort samt Infrastruktur, das Alter sowie die Beschaffenheit der Bausubstanz spielen entscheidende Rollen. Da diese Faktoren für die langfristige Entwicklung äußerst wichtig sind, sollten sie bei der Kaufentscheidung sehr genau geprüft werden.

Generell sind ältere Fachwerkhäuser im Vergleich zu Neubauten günstiger. Das relativiert sich aber durch notwendige und zumeist sehr kostspielige Sanierungsmaßnahmen, die sich zudem innerhalb der Vorgaben des Denkmalschutzes abspielen müssen.

Wer ein modernes Fachwerkhaus neu bauen möchte, muss im Bereich des Fertighausbaus im Vergleich zu anderen Haustypen tendenziell mit höheren Kosten rechnen. Experten gehen aber davon aus, dass sich neue Fachwerkhäuser in der Zukunft sehr preisstabil entwickeln. Durch die ungebrochene Beliebtheit dieses Klassikers und sehr moderne Bauausführungen in langlebiger Qualität ist davon auszugehen, dass sich neue Fachwerkhäuser vom Wert her stabil entwickeln können. Sie kommen somit für das Ziel der Altersvorsorge mit einer Immobilie in Frage.

Auf den ersten Blick charakteristisch gerade für ältere Fachwerkhäuser ist die weiße Fassade, die von schwarzen Holzbalken durchzogen ist. Bei sehr modernen Fachwerkhäusern kann die Fassade durchaus andere Züge annehmen, sodass es nicht auf den ersten Blick als solches erkennbar sein muss. Von der baulichen Substanz her besteht es im Wesentlichen aus Holz, wobei moderne Ausführungen nicht selten über große Fensterfronten verfügen. Fachwerkhäuser bestehen aus einem Stützskelett mit vertikalen und horizontalen Balken, die tragende und stabilisierende Eigenschaften erfüllen. Durch das Skelett aus sehr stabilen Balken entstehen charakteristische Zwischenräume. Wurden diese Gefache einst mit flexiblen Ästen und Lehm oder Ziegeln geschlossen, so kommen heute andere bauliche Lösungen wie etwa Holzplatten in Betracht. Ein Blick hinter die Fassade zeigt, dass moderne Fachwerkhäuser rein baulich nicht mehr viel mit ihren oftmals unter Denkmalschutz stehenden Vorgängern gemeinsam haben. Im Innenraum können aber nach wie vor Holzbalken für einen besonders rustikalen und räumlich großzügigen Charme sorgen. Bedingt durch die Balkenkonstruktion kommen Fachwerkhäuser auch ohne viele tragende Wände im Inneren aus.

Die Frage 'Was macht ein Fachwerkhaus aus' können Sie selber am besten beantworten, wenn Sie die Optik dieses Haustyps anspricht und Sie sich vorstellen können, in einem solchen Haus zu wohnen. Viele Menschen wissen das besondere Ambiente zu schätzen, dass durch die kontrastreichen Holzbalken in der Fassade entsteht. Auch die Balken in den Räumen selbst nehmen viele Interessenten als attraktiven Hinzugewinn für das Raumflair wahr. Holz spielt als naturbelassenes Baumaterial sicher auch eine nicht unwichtige Rolle. Einen besonderen Reiz bieten alte Fachwerkhäuser, da sich an Feinheiten der Fassade regionale Besonderheiten erkennen lassen. Im Bergischen Land etwa finden sich Fachwerkhäuser mit sonst eher untypischer Schieferfassade. Fachwerkhäuser sind bis heute in Deutschland etwas Besonderes, da sie Ausdruck einer über Jahrhunderte währenden Baukunst sind.

Bei modernen Fachwerkhäusern besteht der Reiz für viele Menschen darin, individuelle Konzepte umsetzen zu können. Diese können die Tradition bewahren, aber in einem sehr modernen Licht erscheinen lassen. Wenn Sie sich für ein Fachwerkhaus in Fertigbauweise entscheiden, dann stehen Ihnen abgesehen vom Innenausbau alleine bei der Gestaltung der Fassade zahlreiche Optionen offen. Einige sehr moderne Varianten, die auf große Glasflächen für lichtdurchflutete Räume setzen, sind auf den ersten Blick nicht mehr als Fachwerkhaus zu erkennen.

Das typische Bild vom Fachwerkhaus ist sicher in 'schwarz-weiß' gehalten. Die schwarzen Balken kommen insofern durch den Kontrast zur weißen Grundfarbe sehr gut zur Geltung. Freilich finden sich aber auch historische Fachwerkhäuser, an denen die Balken einen eher bräunlich-roten Farbton aufweisen. Wenn Sie sich für ein modernes Fachwerkhaus entscheiden, dann haben Sie weitaus mehr Möglichkeiten, als es das typische Bild vom klassischen Typen vermuten lassen könnte. Je nach Anbieter stehen Ihnen diverse Farben bzw. Gestaltungsoptionen für die Fassade zur Verfügung. Die charakteristischen Holzbalken können dabei mal mehr, mal weniger stark in den Fokus rücken. Sie werden bei Ihren Recherchen auch viele sehr moderne Fachwerkhäuser sehen, bei denen Glas ein prägendes Element ist. Auf den zweiten Blick rücken dann aber auch die charakteristischen Balken in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Sie können diese Frage aber auch dahingehend verstehen, eine geeignete Farbe für einen neuen Anstrich zu wählen. Neue Fachwerkhäuser sind in der Regel so aufgestellt bzw. behandelt, dass über einen langen Zeitraum nichts an der Fassade getan werden muss. Ansonsten sind die Herstellervorgaben zu beachten. Bei sehr alten Fachwerkhäusern kann es im Zuge der Sanierung beim Anstrich zu der einen oder anderen Herausforderung kommen, die in Kooperation mit Profibetrieben in diesem Bereich zu klären sind. Der Denkmalschutz kann vorsehen, dass die Fassade in ihrer historischen Gestalt erhalten bleiben muss. Ein komplett neuer bzw. farblich anderer Anstrich würde dann in weite Ferne rücken.

Wenn Sie ein Fachwerkhaus neu bauen wollen, so wird dieses meistens auf einer Bodenplatte aus Beton errichtet. Diese dient als robustes Fundament, das zudem Feuchtigkeit aus dem Erdreich fernhalten muss. Grundsätzlich muss der Boden, auf dem ein Fachwerkhaus steht, sehr eben sein. Nur so lässt sich eine optimale Stabilität der Konstruktion gewährleisten. Der Boden muss das Haus später sicher tragen können. Daher kann ein Bodengutachten sinnvoll sein, um langfristige Qualität sicherzustellen. Dabei kommt so genanntem drückenden Wasser in der Tiefe eine besondere Bedeutung zu: Bei einem hohen Grundwasserspiegel kann sich ein dauerhafter Druck auf die Abdichtung der Bodenplatte negativ auswirken. Ein wasserundurchlässiger Beton sollte in dieser Hinsicht sicherstellen, dass das Fundament eines Fachwerkhauses belastbar ist. Abgesehen von der Beschaffenheit des Bodens an sich sollten bei einem Gutachten auch mögliche Altlasten überprüft werden, die gesundheitsbedenklich sein könnten. Der Standort und seine jüngere Geschichte können hierfür konkrete Anhaltspunkte liefern.

Moderne Fachwerkhäuser aus Holz, die in energieeffizienter Fertigbauweise entstehen, werden in der Regel nicht mehr verputzt. Sehr alte Fachwerkhäuser sind üblicherweise mit einem Lehmmörtel verputzt, der jedoch nicht besonders langlebig bzw. anfällig gegenüber Witterungseinflüssen ist. Das erklärt, warum im Falle des Kaufs eines historischen Fachwerkhauses im Rahmen des Denkmalschutzes mit nicht unerheblichen Kosten für Sanierungsmaßnahmen zu rechnen ist. Grundsätzlich muss das Verputzen so 'flexibel' gestaltet werden, dass der arbeitende Charakter des Holzes baulich Berücksichtigung findet. Zudem kommt es vor allem darauf an, dass der Putz abgesehen von der Stabilisierung des Gefaches einen Beitrag zur notwendigen Feuchtigkeitsregulierung leistet. Kommen schließlich im Rahmen der Sanierung noch Überlegungen hinzu, dass Fachwerkhaus zu dämmen, handelt es sich angesichts der mitunter sehr alten Bausubstanz um eine große Herausforderung, die immens viel Können und handwerkliche Erfahrungswerte verlangt. Das erklärt, warum es für viele Interessenten eine schnellere und planbarere Option ist, ein Fachwerkhaus neu zu bauen, und zwar nach modernen Standards und sehr individuellen Vorstellungen.

Sie sollten ein neues Fachwerkhaus bauen und kein altes kaufen, da sie bei letztgenannter Option mit wiederkehrenden Renovierungskosten zu rechnen haben und durch den Denkmalschutz insgesamt recht eingeschränkt sind. Wenn Sie sich für ein modernes Fachwerkhaus entscheiden, können Sie den typischen Charme und das natürliche Material in der wohnlichen Moderne genießen.

Durch die steigende Nachfrage in den letzten Jahren kann es eine langfristige Option sein, in ein Fachwerkhaus zu investieren. Experten gehen von einer stabilen Wertentwicklung aus, sodass es sich durchaus um eine langfristige Anlage für die Alterssicherung handeln kann. Marktkenner betonen, dass das Fachwerkhaus in den letzten Jahren wieder an Beliebtheit gewonnen hat. Das zeigt auch ein Blick auf das facettenreiche Angebot, das Ihnen Unternehmen für den Bau eines Fachwerkhauses bieten. Sie haben also sehr viele Gestaltungs- und Individualisierungsoptionen, um den Traum vom eigenen Fachwerkhaus mit sehr individuellen Zügen umsetzen zu können.

Wenn Sie sich selber fragen 'Warum sollte ich ein Fachwerkhaus bauen?', sind Sie mit Sicherheit vom charakteristischen Erscheinungsbild mit den markanten Holzbalken begeistert. Wenn Sie eine natürliche und räumlich großzügige Form des Lebens in den eigenen vier Wänden anstreben, dann ist ein Fachwerkhaus eine ansprechende Lösung für Sie. Viele Käufer, die sich ganz bewusst für ein Fachwerkhaus entscheiden, sind von der harmonischen Symbiose aus handwerklicher Tradition und Moderne sehr angetan. Die Symbiose lässt sich mit dem Innenausbau konsequent bzw. mit sehr individuellen Zügen fortführen.

Das ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, des vorgesehenen Budgets und des Standortes. Gerade in Norddeutschland, wo es sich um eine oft vorzufindende, klassische Dachform handelt, sind auch etliche Fachwerkhäuser mit Reetdach zu finden. Wer ein neues Fachwerkhaus bauen möchte, sollte die Vorgaben im Bebauungsplan prüfen. Eventuell ist eine bestimmte Form für das Dach verbindlich festgeschrieben. Angesichts der Tatsache, dass die Reparaturkosten für ein Reetdach über die Jahre immens sein können, lohnt es sich nicht mehr wirklich. Auch Brände und Pilzbefall stellen eine potenzielle Gefahr dar. Insofern werden Sie auf der Suche nach einem Anbieter für Fertighäuser in der Regel auf funktionale und langlebige Dachziegeldeckung stoßen. Ist auf einem historischen Fachwerkhaus ein Reetdach zu finden, kommt der Denkmalschutz ins Spiel. Er schreibt vor, in welchem Maße in die vorhandene bauliche Substanz eingegriffen werden darf.

Ja. Gerade bei Fachwerkhäusern ohne Keller sind oft Alternativen für notwendigen Stauraum gefragt. Daher bieten viele Hersteller kleine Häuser für den Außenbereich an, die für diverse Zwecks genutzt werden können. Denkbar ist auch ein kleiner, separater Anbau, der nur als Lagerfläche dienen soll. Wenn es um Anbaumöglichkeiten bei einem modernen Fachwerkhaus geht, so kommt neben einem Balkon auch ein Wintergarten in Betracht.

Ja, das ist möglich. Auch bei einem modernen Fachwerkhaus bieten einige Hersteller diese Option an. Trotz Klinker können die gut sichtbaren Balken eines Fachwerkhauses dafür sorgen, dass sein typischer Charakter nicht verloren geht.

Ja! Wenn Sie sich für ein modernes Fachwerkhaus in Fertigbauweise entscheiden, dann haben Sie mit Blick auf einen Balkon zahlreiche Möglichkeiten. In der Regel werden die Balken des Balkons in der gleichen Farbe wie der Rest des Holzskeletts sein, sodass sich eine harmonische Gesamtwirkung ergibt. Was die Größe des Balkons angeht, so gibt es je nach Grundriss/Bauplan und Ihren persönlichen Wünschen zahlreiche Optionen. Verbinden lässt sich ein Balkon an einem modernen Fachwerkhaus mit großen Fensterfronten, die für ein lichtdurchflutetes Flair sorgen. Auch die Balkonbrüstung kann mit dem Element Glas gestaltet werden.

Wenn Sie hingegen ein altes, historisches Fachwerkhaus kaufen, dann werden Sie auf einen Balkon verzichten müssen. Dieser ist in vielen alten Häusern nicht vorgesehen gewesen und durch den Denkmalschutz sind die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt. Im Einzelfall wäre zu prüfen, inwiefern es sich um einen nennenswerten Eingriff in die bauliche Substanz handelt. Eine Alternative könnte darin bestehen, einen Balkon 'anzubauen' der selber auf einem Gerüst steht und nur am Haus zu befestigen ist. Eine solche Option zum Nachrüsten kommt auch bei einem neuen Fertighaus in Fachwerkbauweise in Betracht. Besser ist es aber immer, schon in der Bauplanung dieses Element explizit zu berücksichtigen. So lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt Einschränkungen vermeiden.

Was traditionelle Fachwerkhäuser angeht, so spielt der Lehmbau eine zentrale Rolle für die gesamte Konstruktion. In historischen Fachwerkhäusern kam typischerweise Lehm zum Einsatz, um das Gefach bzw. das Geäst zu verputzen. Lehm war eine naheliegende Lösung: Dieser Baustoff ist günstig und überall verfügbar, sodass lange Transportwege nicht nötig waren. Zum Teil kam auch Lehmmörtel zum Einsatz. In diesem Fall wurden auch Bruchsteine für die notwendige Ausfachung hinzugezogen.

Heute wäre es theoretisch noch möglich, Lehm bzw. spezielle Mörtel zu nutzen. Problematisch ist, dass Lehmbauer als versierte Fachkräfte nicht mehr zu finden sind und mittlerweile im modernen Hausbau andere Standards gelten. Denn so funktional Lehm für das Raumklima auch sein mag, so anfällig ist dieser Baustoff gegenüber äußeren Witterungseinflüssen. Daher beschränkt sich der Einsatz diverser Lehmmörtel heute nur noch auf die Sanierung von historischen Fachwerkhäusern. Hier sieht es der Denkmalschutz vor, die Substanz möglichst originalgetreu zu erhalten. Bei einem modernen Fachwerkhaus kommt typischerweise Holz (mit diversen Verkleidungsmöglichkeiten innen und außen) zum Einsatz, um die Gefache zu schließen. Angesichts modernster Verfahren und Energiestandards würde es den einen oder anderen Käufer eines Fachwerkhauses mit Sicherheit auch empfindlich stören, wenn Lehm immer noch zum Einsatz kommen würde. Dieser natürliche Baustoff steht ferner in Widerspruch zur Fertigbauweise, die ohne Trocknungszeiten auskommt. Hinzu kommt, dass ein Gefache mit Lehm sich nicht mit der wünschenswerten Langlebigkeit moderner Varianten für Fachwerkhäuser vereinbaren ließe.

Wenn Sie sich mit diesem Thema ein wenig befassen, werden Sie auf regionale Besonderheiten stoßen: So sind Fachwerkhäuser mit Schiefer traditionell im Bergischen Land zu finden. Neben der Option, das Dach mit Schiefer einzudecken, finden sich auch Fassaden, die mit diesem zeitlosen Material verkleidet sind. Und eben aufgrund jener Zeitlosigkeit bietet einige Anbieter auch moderne Fachwerkhäuser mit Schieferelementen an. Diese bauliche Option kann sich für Standorte anbieten, an denen das Element Schiefer auch heute noch sichtbar eine Rolle spielt. Damit ein Dach mit Schiefer eingedeckt werden kann, ist eine gewisse Dachneigung von mindestens 12 Grad notwendig. Für viele Deckmethoden ist ebenfalls eine so genannte Vollverschalung vorgesehen. Letztlich muss der konkrete Bauplan zeigen, ob ein Schieferdach machbar ist und/oder ob sich eine Schieferfassade umsetzen lässt.

Dieser von seinen Inhaltsstoffen ökologisch unbedenkliche Baustoff bringt jedenfalls viele Vorteile mit sich, sodass er auch für ein modernes Fertighaus in Fachwerkbauweise in Frage kommt. Schiefer präsentiert sich sehr robust und langlebig, wobei gerade beim Dach eine regelmäßige Pflege vorauszusetzen ist. Auch wenn es sich um einen sehr alten Baustoff handelt, so wirkt er durch seine zeitlose Optik immer modern. Angesichts dessen lässt sich Schiefer flexibel einsetzen, zumal dieses Material auch mit anderen Baustoffen harmoniert. Mit Schiefer entscheiden sich Bauherren bewusst für Tradition. Und insofern lässt sich Schiefer wunderbar harmonisch mit Fachwerkhäusern kombinieren.

Ja, das ist möglich. Grundsätzlich ist es im Interesse vieler Bauherren, ein wie auch immer geartetes Nebengebäude nutzen zu können. Dieses kann zusätzlichen Stauraum zur Verfügung stellen oder wie im Falle eines Wintergartens- einen Hinzugewinn an Lebensqualität darstellen. Falls ein Fachwerkhaus mit einem Wintergarten erwünscht ist, sind entsprechende Angebote zu prüfen. Je nach Hersteller kann es sein, dass solche Optionen zu einem bestimmten Aufpreis direkt in den Bauplan mit aufgenommen werden können. Grundsätzlich kann es auch eine langfristige Option sein, einen Wintergarten später zu integrieren. Falls das geplant ist, sollte der Bauplan vorher schon im Hinblick auf Kompatibilität geprüft werden.

Rein optisch kann sich ein Wintergarten sehr harmonisch an ein Fachwerkhaus anbauen lassen. Wenn der Wintergarten Holzbalken in der gleichen Farbe und große Glasflächen aufweist, wird diese transparente Optik sich sehr harmonisch mit der charakteristischen Fassade verbinden lassen. Für den Fall, dass Sie ein altes, historisches Fachwerkhaus erworben haben, ist der Denkmalschutz zu berücksichtigen. In dieser Hinsicht ist zu prüfen, inwiefern der Anbau eines Wintergartens als Eingriff in die vorhandene bauliche Substanz zu sehen ist.

Nein, sofern kein Keller vorgesehen ist braucht ein Fachwerkhaus eine robuste Bodenplatte als stabile Basis und Schutz vor Wasser, das aus dem Erdreich nach oben drücken und so die Holzkonstruktion in Mitleidenschaft ziehen könnte. Bei sehr alten Fachwerkhäusern ist es teils so, dass sie direkt auf dem Erdreich bzw. Steinen/Schotter errichtet wurden. Im Zuge der Sanierung können Bauherren dann vor immensen Herausforderungen stehen. Sofern ein Fachwerkhaus mit Keller errichtet werden soll, wird auch dieser ein solides Fundament als Begrenzung bzw. Abgrenzung zum Erdreich aufweisen müssen.

Ja, in Bezug auf ein Fachwerkhaus in Fertigbauweise ist das sogar üblich. Mehrere Geschosse oder angeschlossene Nebengebäude bzw. solche auf dem Grundstück können dann alternativen Stauraum zur Verfügung stellen.

Für neue Fachwerkhäuser kann z.B. muss im Zuge des Verkaufs ein Energieausweis vorliegen. Bei sehr alten Häusern, die unter Denkmalschutz liegen, gibt es Ausnahmen. Bei solchen Häusern wäre ein Energieausweis auch nicht aussagekräftig, da sie nach ganz anderen Standards erbaut worden sind. Im Angebot bzw. beim Anbieter des Fachwerkhauses ist direkt zu erfragen, ob ein Energieausweis automatisch bereitgestellt wird oder in Auftrag gegeben werden kann.

Wer handwerklich begabt ist und eine entsprechende Ausbildung mitbringt, kann ein Fachwerkhaus selber bauen. Angesichts des Aufwands in planerischer und arbeitstechnischer Hinsicht wird es sich dabei aber meistens eher um ein kleines Fachwerkhäuschen im Sinne einer Gartenhütte handeln. Jedenfalls sind Baupläne bei Recherchen auffindbar, anhand derer sich ein Fachwerkhaus selbst bauen lässt, und zwar von Grund auf. Zu bedenken in diesem Kontext sind mögliche Schäden, die durch eine nicht fachmännische Vorgehensweise entstehen können. Sind diese durch einen entsprechenden Versicherungsumfang abgedeckt? Mit dem Ziel der Qualität, Stabilität und Langlebigkeit eines Fertighauses sollten beim Aufbau keine Fehler unterlaufen. Dieser Punkt zeigt eindringlich, dass nur erfahrene Profis ein Fachwerkhaus komplett selber hochziehen sollten.

Für Otto-Normal-Hausbauer ist es angesichts der hohen handwerklichen Expertise sicher keine Option, ein Fachwerkhaus selber zu bauen. Doch es gibt durchaus prüfenswerte Alternativen als 'Kompromiss', mit denen sich das Budget für den Bau eines Fachwerkhauses nachhaltig schonen lässt. Wer ein Fachwerkhaus nicht schlüsselfertig kaufen möchte, kann sich je nach Anbieter für bestimmte Ausbaustufen entscheiden (Stichwort Bausatzhaus). Die fertigen Bauteile werden direkt an die Baustelle geliefert, sodass die Arbeiten mit einem detaillierten Zeitplan rasch anfangen können. Bei einigen Anbietern besteht auch die Option, den fertigen Rohbau im Innenbereich selber zu übernehmen.

Die die seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase eröffnet generell günstige Konditionen für den Bau eines Eigenheims (Bonität und eine gewisse Höhe an Eigenkapital vorausgesetzt). Falls sich Familien neuen, individuellen Wohnraum mit einem Fachwerkhaus schaffen wollen, kommt das Baukindergeld als Option ebenfalls in Betracht.

Was staatliche Zuschüsse bzw. Förderprogramme angeht, so sind die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu nennen. Sofern das Fachwerkhaus besonders hohe Energiestandards erfüllt, ist das Förderprogramm der KfW dank attraktiver Konditionen prüfenswert. Abgesehen davon lohnt es sich, Fördermittel im Bundesland oder auch bei der Gemeinde zu prüfen. Wenn Sie sich für den Bau eines modernen Fachwerkhauses interessieren, genießen Sie im Leistungsumfang eine umfassende Beratung zu Fördermöglichkeiten. Daher können Sie das Projekt 'Fachwerkhaus bauen' von Beginn an auf eine breite und somit solide Basis stellen.

Schon während der Bauphase sind Versicherungen sinnvoll, um sich vor möglichen Schadensersatzforderungen zu schützen. In diesem Kontext ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung zu nennen. Sie kommt für Schäden auf, die ihm Rahmen von Bauarbeiten verursacht werden können. Eine Feuer-Rohbauversicherung ist ebenfalls eine Option. Diese kann Bestandteil einer Wohngebäudeversicherung sein, die dringend zu empfehlen ist. Sobald das Haus bewohnt ist, sollte eine Hausratversicherung mit einer ausreichenden Versicherungssumme abgeschlossen werden. Wer selber mit einem Bausatzhaus handwerklich aktiv wird, sollte eine Bauhelfer-Unfallversicherung abschließen.

Natürlich ist auch den Schutz der eigenen Person bzw. der familiären Situation zu denken. In diesem Kontext ist eine Risikolebensversicherung ebenso prüfenswert wie eine Restschuldversicherung. Mit solchen Policen besteht in finanzieller Hinsicht mehr Planungssicherheit, falls ein Teil des eingeplanten Einkommens plötzlich wegbricht.

In alten Fachwerkhäusern sind zum Teil auch heute noch Einzelöfen zu finden, um die Räume in der kalten Jahreszeit zu heizen. Wer sich für ein modernes Fachwerkhaus entscheidet, kann auf eine sehr energieeffiziente Warmwasser-Zentralheizung setzen. Diese wird typischerweise mit Erdgas befeuert. Erdöl dürfte in Zukunft angesichts von Klimaschutzmaßnahmen ebenso als Alternative ausfallen wie Heizungen mit Strom, zumal hierdurch die Nebenkosten stark ansteigen würden. Abgesehen von einer eher klassischen Lösung für eine Heizung im Fachwerkhaus können auch moderne Heizanlagen mit Pellets oder Biomasse eine Option sein. Denkbar wäre auch eine Lösung mit einem Blockheizkraftwerk oder einer Wärmepumpe. Zudem sind Kombinationen mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach denkbar. Wenn Sie sich für ein Fachwerkhaus mit einem hohen Energiestandard entscheiden, können Sie davon ausgehen, dass Sie mit Blick auf das Heizen kostensparend bzw. zukunftsorientiert aufgestellt sind. Konkrete Beispielrechnungen im Zuge der Beratung können zeigen, nach welchem Zeitraum Sie die Mehrkosten für Investitionen wieder einfahren können.

Ja, das können Sie. Gerade im Bereich des Fertighausbaus nutzen viele Bauwilligen diese Option, um nach kurzer Planungs- und Bauzeit direkt in die eigenen vier Wände ziehen zu können. In der Regel ist es so, dass zu einem festen Pauschalpreis alle Leistungen erbracht werden. Sie haben als Bauherr bis auf den finalen Einzug sehr wenig zu tun, wobei Sie immer einen persönlichen Ansprechpartner haben sollten.

Sie sollten aber gerade beim Vergleich mehrerer Angebote für ein Fertighaus prüfen, was der Anbieter jeweils unter 'schlüsselfertig' versteht. Hier kann es erfahrungsgemäß zu deutlichen Unterschieden kommen. Grundsätzlich ist mit schlüsselfertigem Bauen immer gemeint, dass das gesamte Projekt aus einer Hand erfolgt. Bei den meisten Angeboten werden Sie ein fertiges Fachwerkhaus zur Abnahme inklusive Schlüsselübergabe präsentiert bekommen. In welchem Maße der Innenausbau bereits erledigt ist, hängt vom konkreten Leistungsspektrum des Angebots ab.

Von den Kosten her handelt es sich beim schlüsselfertigen Bauen um die teuerste, aber auch mit Abstand komfortabelste Option. Wenn Sie die Kosten senken bzw. das gesamte Budget eingrenzen wollen, dann können Sie mit einem Bausatzhaus bzw. diversen Ausbaustufen kostensenkende Alternativen für Ihren Traum vom eigenen Fachwerkhaus prüfen.

Diese Frage ist differenziert zu betrachten. Alte, historische Fachwerkhäuser brauchen in regelmäßigen Abständen Pflege bzw. Sanierungsarbeiten, da z.B. der Putz in den Gefachen mit der Zeit unter den Witterungseinflüssen leidet. Daher ist es für viele Menschen, die gerne in einem Fachwerkhaus wohnen möchten, keine Option, ein altes zu kaufen. Die Kosten für anstehende Sanierungsmaßnahmen werden sich über die Jahre zu nicht unerheblichen Summen addieren.

Anders sieht es aus, wenn Sie sich für ein neues, nach modernsten Standards gebautes Fachwerkhaus entscheiden. Edle Hölzer sind in aller Regel so behandelt, dass keine nennenswerte Pflege vorgesehen ist. Zu beachten ist im Einzelfall immer, inwiefern das Holz bereits behandelt ist und welche konkreten Vorgaben der Hersteller in diesem Kontext macht. Das sollte der aussagekräftige Ansatzpunkt sein, um die Pflege für das neue Fachwerkhaus fachmännisch durchführen zu können.

Es soll Fachwerkhäuser geben, die seit vielen Jahrzehnten nicht gestrichen wurden und sich immer noch von ihrer besten Seite zeigen. Es kann eine Option sein, auf spezielle Lasuren zurückzugreifen, um das Holz zu pflegen. Allerdings ist immer konkret nachzuvollziehen, wie tief dieser Schutz tatsächlich in das Holz eindringt. Wenn es sich nur um einen sehr oberflächlichen Schutz handelt, wird er nicht von nachhaltiger Dauer sein können. Und bei vielen Fachwerkhäusern gibt es auch bauliche Vorrichtungen, die indirekt zur Pflege beitragen. Weist das Dach vor allem auf der Wetterseite einen ausreichenden Überstand auf, so werden Wände nur selten richtig nass. Zu viel Pflege gerade in Bezug auf das Holz an der Fassade kann sogar schädlich sein, da das Naturmaterial Holz 'Luft zum Atmen' braucht. Das kann schwierig werden, wenn im Abstand weniger Jahre immer wieder ein neuer Anstrich erfolgt.

Die hohe Qualität von Fachwerkhäusern in Fertigbauweise leistet ihr Übriges, um die Pflege auf ein Minimum begrenzen zu können. Durch sorgfältig ausgewählte und sehr präzise bearbeitete Bauteile ist von Beginn an eine lange Lebensdauer gegeben. Um langfristig zu planen und Sicherheit im neuen Fachwerkhaus genießen zu können, sollten Sie etwaige Garantien prüfen. Viele Hersteller von Fachwerkhäusern gewähren eine Garantie auf bestimmte Bauteile. Was das Dach und spätere Renovierungsarbeiten in Bezug auf den Innenausbau angeht, so ergeben sich keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu einem Massivhaus.

Ja, das ist möglich, wobei die Angebote einzelner Anbieter im Detail zu prüfen sind. Generell handelt es sich bei einem Passivhaus um sehr zeitgemäße bzw. zukunftsorientierte Energiestandards. Konkret ist dieser Typ aus der Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses hervorgegangen. Durch eine energetische Optimierung von Wänden und des Daches lässt sich in Kombination mit einer energieeffizienten Heizung dieser Standard erreichen.

Das Adjektiv 'passiv' geht auf die Eigenschaft solcher Häuser zurück, dass einfallende Sonnenwärme ebenfalls für die Erwärmung genutzt wird. Da ein modernes Fachwerkhaus viele Fenster und durch sogar größere Fronten aufweisen kann, ist es alleine in diesem Aspekt energetisch sehr gut aufgestellt. Auch eine wärmeisolierende Bodenplatte kann in diesem Kontext einen sehr wirksamen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz leisten. Sehr dichte Fenster, eine Solaranlage auf dem Dach, ein Erdwärmetauscher oder eine Wärmepumpe können weitere Optionen darstellen, um die Energieeffizienz eines Fertighauses nachhaltig zu verbessern.

Wer in ein Passivhaus investiert, wird mit höheren Kosten rechnen müssen. Da ein solches Haus aber so gut wie autark funktioniert und kaum Nebenkosten für Energie versursacht, werden diese Zusatzkosten in einem überschaubaren Zeitraum wieder zurückgewonnen. Bei einem Passivhaus liegt der Energiebedarf für die Heizung typischerweise unter 15 KWh/m2a. Zum Vergleich: Bei einem Niedrigenergiehaus sind es weniger als 80 KWh/m2a.

Wer mit einem Passivhaus sehr energieeffizient und somit zukunftsorientiert baut, sollte auch das diesbezügliche Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) prüfen. Besonders günstige Konditionen für die Kreditfinanzierung zeigen, dass sich die Entscheidung für ein Passivhaus in doppelter Hinsicht auszahlen kann.

Grundsätzlich ist das möglich, wobei die Dämmung in einem Fachwerkhaus bestimmten Anforderungen zu genügen hat. Die Frage, ob und wie ein Fachwerkhaus von innen zu dämmen ist, hängt letztlich von der gewünschten Energieeffizienz ab. Bei der Sanierung von altem Fachwerk ergeben sich besondere Herausforderungen: Das Gefach ist oft nicht gerade und auch nach der Dämmung sollte ein Feuchtigkeitsausgleich möglich sein (im Fachjargon ist hierbei auch von Feuchtigkeitsdiffusion die Rede). Historische Fachwerkfassaden übernehmen nämlich diese Funktion für ein ausgeglichenes Raumklima.

Bei der Dämmung von Innenwänden moderner Fachwerkhäuser können moderne und sehr funktionale Materialien zum Einsatz kommen, die mit den Charakteristika dieses Haustyps sehr gut zu vereinen sind. Zu denken ist beispielsweise an Holzweichfaserplatte. Diese kann Feuchtigkeit speichern und durch die so genannte Kapillaraktivität auch regulieren. Wenn Sie sich für die Dämmung der Innenwand Ihres neuen Fachwerkhauses interessieren, sollten Sie das Angebot von Anbietern genau prüfen und sich beraten lassen. Sie werden so erfahren, welche bauliche Lösung aufgrund welcher Vorteile zum Einsatz kommt. Sie können davon ausgehen, dass es sich um eine praxiserprobte Lösung handelt.