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Förderprogramme beim Hausbau kennen und nutzen

Neben dem Baukindergeld gibt es weitere Förderprogramme, die Bauherren beim Hausbau finanziell unterstützen. Es sind die KfW, das BAfA, Städte und Gemeinden, die Kirchen und auch der Staat, die unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel bewilligen. Nur wer als Bauherr die verschiedenen Förderprogramme kennt, kann sie auch nutzen und die Kosten für die Immobilienfinanzierung senken. Wer sie in Anspruch nehmen kann, was und in welcher Höhe gefördert wird, mehr dazu hier.

Die verschiedenen Förderprogramme im Überblick

Neben dem Staat, der per Gesetz und mit Zustimmung des Bundestages das zeitlich begrenzte Baukindergeld für Familien anbietet, gibt es weitere Förderprogramme, mit denen insbesondere Bauherren finanziell beim Hausbau unterstützt werden. Dazu gehören

Fördermittel der KfW

Fördermittel des BAfA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

staatliche Wohnraumförderung für einkommensschwache Familien

Wohn-Riester

die Eigenheimförderung von Ländern und Kommunen

die Förderung durch die Kirchen

Die Förderung für den Hausbau - Förderprogramme unterschiedlicher Anbieter

Um Fördermittel für den Hausbau beantragen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, denn die verschiedenen Förderprogramme verfolgen jeweils einen bestimmten Zweck.

1. Zinsgünstige KfW-Darlehen

Die KfW vergibt zinsgünstige Kredite an Bauherren, sofern es sich um den Bau einer selbst genutzten Immobilie handelt. Bei der Kreditvergabe berücksichtigt werden nicht nur die reinen Baukosten, sondern auch die Baunebenkosten sowie die Kosten für das Grundstück und für die Außenanlagen. Die KfW fördert insbesondere energieeffizientes Bauen. Energieeffizient ist der Hausbau dann, wenn die Energieeffizienz unter den in der Energieeinsparverordnung (EnEV) definierten Grenzwerten liegt. Dafür hat die KfW spezielle Förderprogramme aufgelegt, die sich durch eine höhere maximale Darlehenshöhe sowie einen zusätzlichen Tilgungszuschuss auszeichnen. Die wichtigsten Förderprogramme der KfW sind das "KfW-Wohnungseigentumsprogramm" und "Energieeffizientes Bauen".

Das KFW-Wohnungseigentumsprogramm

Was?
Das KfW-Wohnungseigentumsprogramm fördert neben dem Erwerb auch den Bau einer Immobilie, sofern sie selbst genutzt wird. Berücksichtigt werden die Kosten für den Grundstückserwerb und für die Außenanlagen sowie die Bau- und Baunebenkosten. Nicht möglich ist es, mit dem KfW-Wohnungseigentumsprogramm Nachfinanzierungen von bereits durchgeführten Investitionen sowie Umschuldungen vorzunehmen.

Wer?
Antragsberechtigt sind Privatpersonen, wobei die Vergabe von Fördermitteln unabhängig von Alter und Familienstand erfolgt.

Wo?
Beantragt wird das Darlehen der KfW bei der Hausbank. Da die KfW eine öffentlich-rechtliche Förderbank ist und über kein eigenes Filialnetz verfügt, erfolgt die Antragstellung bei Vertriebspartnern, nämlich Sparkassen, Banken und Kreditvermittler.

Wie?
Bei der staatlichen Förderung durch die KfW-Förderbank handelt es sich um ein zinsgünstiges Darlehen mit einer maximalen Laufzeit von 25 Jahren. Die ersten drei Jahre sind tilgungsfrei. Das bedeutet, dass das Darlehen für den Hausbau in der Anfangsphase zwar verzinst, die Tilgung jedoch ausgesetzt wird. Im Anschluss an die tilgungsfreie Phase werden die Zins- und Tilgungsraten monatlich zurückgezahlt, wobei der Zinssatz für die ersten fünf, beziehungsweise zehn Jahre, festgeschrieben ist.

Wieviel?
Die Höhe der Darlehenssumme beläuft sich auf maximal 50.000 Euro.

Energieeffizientes Bauen

Was?
Das Programm "energieeffizientes Bauen" fördert den energieeffizienten Hausbau. Zu diesem Programm gehören seit dem 1. April 2016 das KfW 55 Haus, das KfW 40 Haus sowie das KfW 40+ Haus einschließlich Passivhäuser. Energieeffizient sind diese Häuser deshalb, weil sie den hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Bezug auf den Energieverbrauch gerecht werden. Neben der Zinsvergünstigung wird außerdem ein Tilgungszuschuss gewährt. Er beträgt beim KfW 55 Haus fünf Prozent der Darlehenssumme und höchstens 5.000 Euro je Wohneinheit. Beim KfW 40 Haus steigt er auf zehn Prozent der Darlehenssumme und höchstens 10.000 Euro je Wohneinheit, während er beim KfW 40+ Haus bei 15 Prozent der Darlehenssumme und maximal 15.000 Euro je Wohneinheit liegt.

Wer?
Antragsberechtigt ist jeder, der eine besonders energiesparende Immobilie baut. Voraussetzung für das von der KfW vergebene Darlehen ist, dass der Energieverbrauch deutlich unter den in der EnEV 2016 normierten strengen gesetzlichen Grenzwerte liegt.

Wo?
Die Antragstellung erfolgt bei der Hausbank oder bei einem der Vertriebspartner der KfW, also bei einer Sparkasse, Bank oder bei einem Kreditvermittlern.

Wie?
Die Laufzeit für das zinsgünstige Darlehen beträgt zwischen 10 und 30 Jahren mit einer Zinsbindungsfrist von bis zu zehn Jahren. Die Zinsen sind deshalb günstig, weil sie aus Mitteln des Bundes mitfinanziert werden und unterhalb der üblichen Marktzinsen liegen. Die Anfangsphase ist bis zu fünf Jahre tilgungsfrei.

Wieviel?
Der Höchstbetrag für die staatliche Förderung beträgt maximal 100.000 Euro.

2. Die Förderprogramme des BAfA

Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) energiesparende Anlagen mit einmaligen Zuschüssen. Dazu gehören Wärmepumpen sowie Solarthermie- und Biomasse-Anlagen. Im Mittelpunkt der Förderung stehen Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie gewerbliche und öffentliche Gebäude. Wer sich beim Hausbau für den Einbau einer Solarthermie-Anlage, für eine Wärmepumpe oder für eine Biomasse-Anlage entscheidet, um Heizenergie und Energie für die Erwärmung des Brauchwassers zu gewinnen, profitiert von den Förderprogrammen des BAfA. Erfüllt eine Heizanlage die vorgeschriebenen Anforderungen, können darüber hinaus Zusatzförderungen beantragt werden.

3. Staatliche Wohnraumförderung für einkommensschwache Familien

Einkommensschwache Familien müssen auf eine eigene Immobilie nicht verzichten. Möglich ist das durch das Wohnraumförderungsgesetz (WoFG), mit dem der Staat den Hausbau durch die Vergabe zinsgünstiger Darlehen, durch vergünstigtes Bauland und mit finanziellen Zuschüssen fördert. Um in den Genuss der staatlichen Wohnraumförderung zu kommen, darf das Jahreseinkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Bei einem Einpersonenhaushalt darf das Jahreseinkommen von 12.000 Euro und bei einem Zweipersonenhaushalt 18.000 Euro nicht überschreiten. Bei jeder weiteren, im Haushalt lebenden Person werden jeweils 4.100 Euro hinzu addiert, wobei für jedes Kind die Einkommensgrenze um jeweils 500 Euro angehoben wird. Außerdem müssen die Antragsteller über Eigenmittel verfügen, die zwischen 15 und 25 Prozent der Bausumme betragen sollten. Eine Förderung ist nicht möglich, wenn nach Abzug der Baufinanzierungskosten nicht ausreichend Geld für das Bestreiten des Lebensunterhalts übrig bleibt.

4. Wohn-Riester - die Rente für ́s Eigenheim

Auch Wohn-Riester ist eine Möglichkeit, den Hausbau staatlich fördern zu lassen. Dazu wird ein Teil des Einkommens in einen Wohn-Riester-Vertrag eingezahlt. Das belohnt der Staat mit Zuschüssen, die bei der Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beantragt werden müssen. Außerdem können die eingezahlten Beträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Das in den Riester-Vertrag investierte Geld muss zwingend für eine selbst genutzte Immobilie verwendet werden, indem es zum Beispiel in einen Bausparvertrag fließt. Zielgruppe dieser Förderung sind Familien mit Kindern, wobei auch Gutverdiener von diesem Förderprogramm profitieren. Wer das erworbene Eigentum allerdings später verkauft oder vermietet, riskiert, erhaltene Steuern und Zulagen zurückzahlen zu müssen. Denn Wohn-Riester fördert ausschließlich selbst genutztes Eigentum.

5. Eigenheimförderung durch Länder und Gemeinden

Das Pendant zur KfW-Bank auf Bundesebene sind Förderbanken auf Landesebene, die Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für den Hausbau gewähren. Die Förderungsbedingungen können je nach Bundesland variieren. Detaillierte Informationen finden Interessierte auf den Webseiten der jeweiligen Landesbank. Dazu gehören die Bayern LB, die Bremer Landesbank, die HSH Nordbank, die Landesbank Baden-Württemberg, die Landesbank Berlin, die Landesbank Hessen-Thüringen, die Landesbank Saar, die Norddeutsche Landesbank und die West LB. Die eigentliche Antragstellung erfolgt beim Landratsamt beziehungsweise beim jeweils zuständigen Referat in kreisfreien Städten. Darüber hinaus gibt es Kommunen, die den Zuzug in ihre Region durch Darlehen, Zuschüsse und Vergünstigen fördern. Auskunft erteilt die jeweilige kommunale Behörde.

6. Fördermittel der Kirchen

Nur wenige Bauherren wissen, dass es Fördermittel der katholischen und evangelischen Kirche gibt, die insbesondere Familien beim Hausbau und bei der Baufinanzierung unterstützen. Die Förderleistung besteht darin, dass die Kirchen Grundstücke mit Erbbaurecht vergeben. Das bedeutet, dass eine Familie ein Bauwerk auf einem Grundstück errichten darf, ohne es kaufen zu müssen. Gegenleistung ist die Zahlung eines regelmäßigen Betrages, des sogenannten Erbbauzinses. Das senkt die Anschaffungskosten erheblich, sodass das vorhandene Eigenkapital für den Hausbau verwendet werden kann. Der Nachteil ist, dass die Kirche weiterhin Eigentümerin des Grundstücks bleibt und ein Mitspracherecht behält.

Fazit

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es Förderprogramme gibt, die von unterschiedlichen Quellen aufgelegt werden und die den Hausbau von Privatpersonen auf unterschiedliche Weise unterstützen. Das sind die

Fördermittel der KfW für energieeffizientes Bauen

die Förderprogramme des BAfA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) für den Einbau von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Biomasse-Anlagen

die staatliche Wohnraumförderung für einkommensschwache Familien

den Wohn-Riester-Vertrag, den der Staat mit Zuschüssen und einer Steuerentlastung belohnt

die Eigenheimförderung von Ländern und Kommunen durch zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse sowie

die Förderung durch die Kirchen insbesondere für Familien.

Teilweise können verschiedene Fördermittel miteinander kombiniert werden. Dazu ist es sinnvoll, den jeweiligen Anbieter zu kontaktieren oder einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Fordern Sie kostenlos und unverbindlich Informationen an!

         






  
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