Wohn-Riester - Hohe Zulagen für die Finanzierung von Wohneigentum

Seit dem Jahr 2008 gibt es den so genannten Wohn-Riester, die Kombination aus privater Altersvorsorge über die Riester-Rente und Finanzierung von Wohneigentum.

 

Die Eigenheimrente wird vom Staat ebenso gefördert wie andere Riester-Verträge. Jeder Erwachsene erhält eine Zulage von 154 Euro pro Jahr. Dazu gibt es 185 Euro jährlich für jedes Kind, falls die Eltern für den Sprössling Kindergeld erhalten. Ab 2008 geborener Nachwuchs wird sogar mit 300 Euro pro Jahr gefördert. Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen Riester-Sparer vier Prozent des Brutto-Vorjahreseinkommens, maximal 2.100 Euro anlegen. Die Zulagen zählen dabei mit, die tatsächliche Eigenleistung fällt also niedriger aus. Förderfähig sind Riester-zertifizierte Darlehen, Bausparverträge und Kombikredite aus einem Bausparvertrag und einem Darlehen.

 

„Jeder sollte prüfen, ob er zum Kreis der Wohnriester-Anspruchsberechtigten zählt“, rät Florian Haas, Vorsitzender der „Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V.“ in München. „Riester-Förderung gibt es zum Beispiel für Arbeitnehmer, Beamte und alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Außerdem kann der Ehepartner eines Förderberechtigten einen Riester-Vertrag abschließen“, erklärt Sebastian Reif, Leiter MARKEting bei Town & Country Haus.

 

Das Umschichten von einem Riester-Sparvertrag in ein Riester-Darlehen lohnt, wenn der Kreditzins für das Eigenheim höher ist als die Sparrendite. Aber: Beim Umschichten können Gebühren anfallen. „Diese sollten Sie bei der Kalkulation, ob sich eine Entnahme aus dem Altvertrag lohnt, in jedem Fall mitberücksichtigen“, so der Rat von Verbraucherschützer Haas.

 

Die Wohn-Riester-Förderung gibt es ausschließlich für selbstgenutzte Immobilien. Wer sein Haus später verkauft oder vermietet, muss das Wohnförderkonto vorzeitig versteuern. Es sei denn, er investiert innerhalb von vier Jahren wieder in selbst genutztes Wohneigentum. Erlaubt ist auch eine vorübergehende Vermietung nach einem berufsbedingten Umzug. Wer die Spielregeln kennt, spart viele tausend Euro. Tatsächlich summiert sich, wie von Stiftung Warentest jüngst berechnet, die Förderung über die Laufzeit der Finanzierung vielfach auf hohe fünfstellige Euro-Beträge. „Die Wohnriester-Förderung  sollten sich Immobilienerwerber, für die die eigenen vier Wände ein Lebensziel sind, daher nicht entgehen lassen“, rät Haas eindringlich.

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